PJ-Tertial Innere in Universitaetsklinikum Regensburg (11/2025 bis 3/2026)

Station(en)
Gastroenterologie (A-STAR = 15A), Kardiologie (19A)
Einsatzbereiche
Station
Heimatuni
Wuerzburg
Kommentar
Allgemein:
Mein Eindruck war, dass die PJ-ler in der Inneren insgesamt gut integriert wurden. Jeder hat einen SAP-Zugang bekommen, für die elektronische Patientenkurve Avelios leider nur die Regensburger Studierenden. Es bekommt außerdem jeder eine*n Mentor*in zugewiesen. Je nach Mentor*in werden persönliche Lernziele/ Berufseinstieg etc besprochen, das gute am Mentoring-Programm finde ich aber vor allem, dass man einen Ansprechpartner hat wenn es Probleme geben sollte. Mittagessen gibt es für ca 5€ in der Mensa.

Studentenunterricht gibt es ca 4x die Woche, der in der Regel auch gut vorbereitet und interessant war.

A-STAR: Ausbildungsstation Gastroenterologie (15A)

Auf der A-STAR sind die PJ-ler Hauptansprechpartner für Patient*innen und das ganze Team. Auch Pflegeschüler und Physiotherapie-Azubis betreuen eigenständig Patient*innen unter Supervision. Außerdem ist 1x/ Woche Visite gemeinsam mit Pharmazie-Studierenden + -Dozentin.

Für die PJ-ler heißt das: Aufnahmegespräche und -untersuchungen, Erklären von Befunden, Visitengespräche und Entlassgespräche führt man selbst, wodurch man den Verlauf der Patient*innen wirklich gut mitbekommt. Bei schwierigen Gesprächen sind aber auch immer die Stationsärzt*innen dabei. Auch im Team wird die Kommunikation z.B. Oberarztbesprechungen, Anrufe wegen Konsilen etc v.a. von den PJ-lern gemacht.

Außerdem macht man die Anmeldungen von Untersuchungen, Konsilen und Laboren, pflegt der Patientenkurve und schreibt auch die Arztbriefe weitgehend selbstständig. Das ganze ist ziemlich viel learning by doing. Unter Supervision natürlich, aber von den Stationsärzten gab es meistens nicht die Kapazität, jede Frage zu beantworten oder über jede Anmeldung drüberzuschauen.

Pro PJ-ler haben wir in der Regel 2-3 Patienten betreut. Für uns war es schon meistens stressig und man muss sich darauf einstellen, dass man oft nicht pünktlich nach Hause gehen wird (ich war im Schnitt so 7:45-17:30 auf Station).

Das ganze Team insbesondere die Oberärztin der Station ist super nett und achtet darauf, wie es einem selbst mit dem Stress oder auch mit belastenden Situationen geht. Durch die Verantwortung, die man hat setzt man sich auch viel intensiver mit den Krankheitsbildern außeinander. In Untersuchungen der selbst betreuten Patienten ist theoretisch auch immer möglich, aber meistens zeitlich nicht drin, wenn man nicht noch mehr Überstunden machen will. Praktische Tätigkeiten wie z.B. Aszitespunktionen machen die PJ-ler unter Supervision bei den selbst betreuten Patienten. Meine praktischen Tätigkeiten haben sich auf ein paar Vigos und Abdomen-Sonos beschränkt, weil bei meinen Patienten sonst nichts angefallen ist, was auf Station gemacht werden musste.

Fazit: Schon anstrengend und stressig, man wird wie als Mini-Berufseinstig ein bisschen ins kalte Wasser geschmissen. Man lernt die klassische Stationsarbeit = sehr viel Computerarbeit gut kennen und lernt fachlich auch sehr viel - ich persönlich fand es super, aber wenn man viele praktische Tätigkeiten selbst machen will ist man vielleicht auf der I‘M A-STAR besser aufgehoben.

Kardiologie (19A)

Unsere Aufgaben als PJ-ler waren v.a. die Neuaufnahmen und kleinere Tätigkeiten z.B. Anlegen von Arztbriefen, Dokumentation der Visite oder Blutentnahmen tagsüber. Die BEs morgens werden vom Blutentnahmedienst gemacht. Auf der 19A werden oft Privatpatient*innen hingelegt, mir wurde gesagt, dass es ein bisschen entspannter als die 18 ist.

Das Ärzteteam war auch total nett. Wir konnten uns ziemlich frei entscheiden, ob wir mehr in der Stationsarbeit helfen - zum Beispiel die EKGs befunden, Arztbriefe schreiben… oder mehr in die Funktionsdiagnostik wollen. Da kann man sehr viel sehen (Herzkatheter, EPUs, TAVI) und insbesondere im Echo auch selbst ein bisschen schallen. Generell braucht es schon Eigeninitive, wenn man mehr Aufgaben übernehmen will. Ich hätte z.B. auch gerne eigene Patienten betreut, das hat leider nicht geklappt, obwohl wir es mehrfach besprochen hatten und eine der Stationsärztinnen das auch sehr unterstützt hat.

Ich war auf der Kardio immer so bis 16:00 da, aber viele andere PJ-ler sind auch schon gegen 15:00 gegangen.


Insgesamt war ich mega zufrieden mit dem PJ-Tertial in der Inneren am UKR, kann ich nur weitermpfehlen!
Bewerbung
Ca 1/2 Jahr davor, nicht übers PJ-Portal sondern Antrag über Uni Regensburg
Unterricht
4x / Woche
Inhalte
Repetitorien
Sonst. Fortbildung
Patientenvorstellung
Fallbesprechung
Bildgebung
Tätigkeiten
Untersuchungen anmelden
Patienten untersuchen
EKGs
Eigene Patienten betreuen
Braunülen legen
Briefe schreiben
Punktionen
Botengänge (Nichtärztl.)
Röntgenbesprechung
Blut abnehmen
Patienten aufnehmen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
500

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
2
Unterricht
1
Betreuung
2
Freizeit
2
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.33