Das chirurgische Tertial in Northeim war sehr angenehm.
Es gibt drei chirurgische Abteilungen (Unfall/Orthopädie, Allgemeinchirurgie und Gefäßchirurgie) daneben kann man in die Notaufnahme rotieren.
Die Einteilung und Rotation darf man sich selbst in Rücksprache mit den anderen PJlern aussuchen.
In den Operationen durfte man bereits als 1.Assitent agieren und so z.B. bei laparoskopischen Eingriffen die Kameraführung übernehmen.
Es herrscht ein angenehmes Zusammenarbeiten im OP, so zeigt einem z.B. die Chefärztin der Gefäßchirurgie während des Eingriffs die Anatomischen Strukturen und erklärt Rückfragen.
Wenn man nicht so an den OPs interessiert ist kann man auch viel auf den Stationen lernen und die Visiten begleiten oder mit Oberärzten zu ambulanten Sprechstunden gehen. Oder den chirurgischen Assistenten in der Notaufnahme begleiten.
Wenn man möchte darf man auch für 2 Wochen in ein anderes Fachgebiet rotieren (z.B. Uro/Gyn/Neuro/Innere).
Täglich findet wechselnd ab 14:00 Uhr eine Fortbildung für die Pjler statt (Sono-Kurs, Röntgen Kurs durch Chefarzt der Radiologie, Chirurgie Kurs, Innere Medizin Kurs, Anästhesie Kurs).
Die Anfahrt aus Göttingen dauert ca 20 Minuten mit dem Auto, mit dem Zug kann man auch nach Northeim fahren, benötigt aber dann oft ein Fahrrad oder E-Scooter um zur Klinik zu kommen. Wir haben meistens eine Fahrgemeinschaft mit allen Pjlern gebildet und uns um 7:00 Uhr bei Tee Gut in Göttingen getroffen. Die Rückfahrt erfolgte dann gemeinsam nach der Fortbildung meistens zwischen 14:30 und 15:00 Uhr.
Frühstück und Mittagessen gab es auch umsonst in der Klinik, so hat man die anderen PJler während des Tages in der Mensa wieder getroffen.
Das Gehalt umfasst 550€ plus 180€ Fahrtgeld.
Ich kann die Klinik in Northeim nur empfehlen man lernt viel in einem guten Arbeitsumfeld.
Wenn man in der Region bleiben möchte kann man auch während des Pj-Tertials schon seine Bewerbung einreichen und ggf. den Arbeitsvertrag abschließen.