PJ-Tertial Thoraxchirurgie in Hopital Pasteur (5/2025 bis 9/2025)

Station(en)
TH
Einsatzbereiche
Notaufnahme, OP, Diagnostik, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Station
Heimatuni
Erlangen
Kommentar
Ich bin sehr glücklich darüber, mein Chirurgie-Tertial in Nizza absolviert zu haben. Da ich für meine erste Famulatur im gleichen Krankenhaus in der plastischen Chirurgie war, kannte ich bereits das Krankenhaus sehr gut und wusste, worauf ich mich einlassen werde. Allerdings befand sich die Thoraxchirurgie zu dem Zeitpunkt in einem sehr alten Gebäude auf dem Berg, während die Plastische Chirurgie bereits im neuen Gebäude angebunden war. Mittlerweile ist auch die Thoraxchirurgie in das neue Gebäude umgezogen. Das Team war sehr klein und bestand aus dem Chefarzt, einer Oberärztin, einem weiteren Oberarzt, einem Facharzt, einem Doctor Junior (Assistenzarzt im letzten Jahr), und drei Internes (Assistenzärzte in den ersten 3 Ausbildungsjahren). Ich hatte sehr großes Glück mit diesem Team. Die Assistenzärzte haben mir ihren Zugang zu Orbis gegeben und so konnte ich auf Station aktiv mithelfen und mich auch sehr detailliert auf die Fälle vorbereiten. Ich hatte immer die Chance in den OP zu gehen. Da die Thoraxchirurgie allerdings meistens minimal-invasiv tätig ist, haben selbst die Assistenzärzte oft nur die Kamera zu halten bekommen. Daher habe ich auch eher weniger aktiv Haken halten müssen, sondern ab und zu die Kamera nehmen oder mal nähen dürfen. Da ich aber bereits einige Famulaturen und Praktika in chirurgischen Abteilungen absolviert habe, war das für mich kein so großer Nachteil. Die Assistenzärzte haben mir auch sehr gerne Techniken wie die Knoten beigebracht und so durfte ich auch auf Station immer selbstständig in Begleitung einer Infermière die Drainagen der Patienten ziehen. Man sollte sehr gut französisch beherrschen, da der Großteil des Teams Englisch auf sehr schwachen Niveau spricht und man so die Chance verpasst sich zu integrieren und zum anderen zu verstehen was gerade passiert. Es gab daher auch ein öfters die Gelegenheit, dass ich in der Sprechstunde übersetzen durfte - von Französisch auf Englisch (gerade für amerikanische Patienten) oder von Französisch auf Deutsch. Ich hatte die Möglichkeit für eine Woche in die Chirurgie digestif d’urgence zu rotieren - habe hier Haken gehalten und genäht. In dieser Rotation wurde auch mehr Lehre für die Studierenden angeboten.
Generell ist es ein sehr großer Pluspunkt für Praktika in Frankreich, dass man immer in der Visite mitgehen kann, da man in der Zwischenzeit keine Zugänge oder Blut abnehmen muss. Daher bekommt man sehr viel mit und kann im Anschluss auch die Dokumentation übernehmen. Das habe ich von meinen Freunden in Deutschland ganz anders mitbekommen. Ich denke zu der Freizeitgestaltung in Nizza muss ich gar nicht viel sagen. Es gab auch sehr sympathische Studis aus Frankreich, Italien und Rumänien mit denen ich sehr gerne Zeit verbracht habe und man lernt generell unglaublich viele Menschen kennen, wenn man einfach offen ist.
Bewerbung
Ich habe circa ein Jahr im Voraus begonnen, mich in Nizza, Montpellier, Bordeaux und Paris zu bewerben. Es war nicht leicht und hat sehr viel Durchhaltevermögen erfordert mir den Platz zu organisieren. Die Fakultät sieht es nicht gerne, wenn Studierende aus Nicht-Partneruniversitäten einen Platz in Anspruch nehmen - auch wenn unsere Universität keine Immatrikulation an der Gastuniversität erfordert. Finanziert wurde mein Aufenthalt durch die Erasmus Plus Förderung.
Unterricht
Kein Unterricht
Tätigkeiten
Mitoperieren
Notaufnahme
Patienten aufnehmen
Röntgenbesprechung
Briefe schreiben
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
2
Unterricht
3
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
3
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.53