Diagnostik, OP, Notaufnahme, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Station
Heimatuni
Augsburg
Kommentar
Ich habe mein letztes Tertial in der HNO am Klinikum Stuttgart gemacht und kann es nur weiterempfehlen.
Zunächst mal ein paar Allgemeine Fakten zum PJ am Klinikum Stuttgart:
- Es gibt 850 Euro monatlich und es besteht die Möglichkeit Wochenenddienste mitzumachen, um sich etwas dazuzuverdienen
- Man kann ein Wohnheimzimmer in einer 5er WG bekommen (wirklich sehr modern und groß) für 450 Euro, allerdings muss man früh dran sein mit der Bewerbung!
- Es gibt jede Woche einen halben Studientag und kann diesen auch nach Absprache flexibel nehmen
- So gut wie jeden Tag gibt es Unterricht für PJler - allerdings nicht HNO spezifisch
Jetzt aber genauer zur HNO:
Das Team ist wirklich klasse. Man wird vom ersten Tag an sehr herzlich aufgenommen und gut in den Arbeitsalltag integriert. Es wird einem viel zugetraut und man wird sowohl von den Assistenz- als auch den Oberärzten aktiv dazu ermutigt eigene Patienten zu übernehmen.
Mein Tag hat damit angefangen, dass ich ab 7:20 auf Station bin und erstmal bei den Patienten die Seite für die OP markiert habe. Dann ging es weiter mit den Blutentnahmen, wobei sich das wirklich in Grenzen hielt. Wenn dann noch Zeit ist kann man im Behandlungszimmer bei den Entlassungen dabei sein, bevor es um 7:50 zur Morgenbesprechung geht. Im Anschluss hab ich dann entweder auf Station bei der Visite assistiert oder bin in die Ambulanz. In der Ambulanz lernt man meiner Meinung nach am meisten und man kann wirklich eine Routine für die HNO Untersuchung entwickeln.
Als PJler bekommt man dort auch ein Telefon, da man fest in die OPs eingeplant wird. Es lohnt sich einen Tag vorher mal in den OP Plan zu schauen. Im OP selber herrscht eigentlich immer ganz gute Stimmung, darf auch häufiger mal zunähen und man wird auch nicht unangenehm ausgefragt :).
Ansonsten gibt es noch das Olgahospital - also die Kinderklinik. Die läuft weitestgehend separat. Auch hier lohnt es sich ein paar Tage/Wochen Zeit zu verbringen. Die HNO in Stuttgart hat einen besonderen Schwerpunkt auf Atemwegsstenosen. Teilweise kommen Patienten auch extra aus dem Ausland, um sich hier operieren zu lassen. Das sind relativ spannende OPs und es lohnt sich hier auch einmal am Tisch zu stehen.
Theoretisch geht der Arbeitstag bis 16 Uhr, wobei ich meistens von den Assistenten früher nach Hause geschickt wurde, sobald es nichts mehr für mich zu tun/sehen gab.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass wir phasenweise schon relativ viele Studenten waren. Hier hätte ich mir einen festen Rotationsplan gewünscht, damit man sich besser aufteilen kann.
All in all habe ich mich hier sehr wohl gefühlt und konnte auch sehr viel dazulernen.