Arbeitsbeginn ist um 7:40 Uhr zur Frühbesprechung, anschließend Visite. Danach, je nach To Dos und Interesse, Stationsarbeit, OP, Ambulanz.
Pro:
- abwechslungsreicher Alltag:
o OP: Assistieren oder Zuschauen immer möglich gewesen, Fragen werden beantwortet, stets respektvoller und freundlicher Umgang mit allen Anwesenden
o Ambulanz: man konnte bei Interesse immer mitkommen und zuschauen, OÄ haben gerne etwas erklärt
o Station: Morgens immer OA-Visite; Geburtshilfe und Gyn getrennte Visiten, wobei man überall dabei sein durfte. PJ-Aufgaben: BEs, Vigos; Fundusschall nach Entbindung und Nieren-Sono vor und nach OPs im kleinen Becken. Anamnese bei den elektiv geplanten OPs und Voruntersuchung mit AA immer möglich -> man lernt eine strukturierte Anamneseerhebung. Gemeinsam mit AA eigenständige Befundung von Sonos oder CTGs.
o Kreißsaal: Hebammen sehr engagiert einen auch in die Geburtsbegleitung einzubeziehen. Vorher allerdings immer fragen, ob man bei der Geburt dabei sein darf und sich bei der Schwangeren vorstellen. Vaginale Geburten begleiten als auch bei Sectiones assistieren möglich.
- Insgesamt super nettes, engagiertes Team :)
o Immer bereit auf Fragen zu antworten, immer Unterstützung erhalten.
o Wenn man Interesse zeigt, wird dies aktiv gefördert; man bekommt Bescheid, wenn Spannendes passiert.
o Viel selbstständiges Arbeiten mit anschließender Rückmeldung, Besprechung von Sonos, Krankheitsbildern und Verlauf.
o Eigenständiges Sonografieren, Fetometrie unter Aufsicht mit Erklärungen & Tipps zur Verbesserung der Skills. Insgesamt eine sehr gute Lernkurve:)
- PJ in der Gynäkologie & Geburtshilfe ist sehr zu empfehlen. Wie gesagt, das Team ist stets engagiert und bemüht einem etwas beizubringen, sobald man Interesse zeigt. Ich hatte eine steile Lernkurve und habe mich im Team sehr wohlgefühlt. Jederzeit gerne wieder:)
Contra:
- Die Abteilung selbst betreffend: keine :)
Kommentar zur Klinik allgemein:
- Alle Abteilungen halten abwechselnd Unterricht, PJ-Unterricht unterschiedlicher Qualität 2-3x/Woche.
o Besonders lohnenswert waren Innere (v.a. MK 1), Gyn und Neurologie.
o Außerdem findet von der MK 1 geleitet montags ein Sonokurs in einer Kleingruppe von 3-5 Personen statt. Vorher einfach bei CA Gregor nachfragen:)
- Wohnheim ca. 5 Min fußläufig von der Klinik entfernt.
o Ausstattung des Zimmers: eigenes Duschbad, Tisch, Stuhl, Bett, Schrank.
o Gemeinschaftsküche: unterschiedlich hygienisch, Kühlschrank nicht besonders hygienisch.
o Empfehlung sich eine Kochplatte & kleinen Kühlschrank mitzubringen. Ebenso Geschirr & Kochutensilien.
- Am ersten Tag wurde uns eine „kostenlose“ Essenskarte ausgehändigt. Diese ist nicht kostenlos, denn von der Aufwandsentschädigung werden 140€ abgezogen - egal, wie oft man dort isst. Diese kann man aber abbestellen und sich auch so in der Mitarbeitermensa für 3,50-5€ Mittagessen holen. Bezahlung bar.
- Um Zugang für die Lohnabrechnung über die App Loga3 bitten. Wir mussten explizit nachfragen, um diese zu erhalten.
- Dienstwagen - erleichtert das Leben erheblich!! Im Umkreis von 50 km ist eine Nutzung erlaubt, Tanken für uns kostenlos über die Tankkarte der Klinik.
- Alle paar Wochen PJler-Treffen - Essen für 20€ wird übernommen. Herr Eicke (CA Neurologie und PJ-Beauftragter) und Frau Koerdt (PJ-Beauftragte) sind sehr nett und haben stets ein offenes Ohr.
- PJ-Zimmer mit 2 PC-Arbeitsplätzen und ca. 3-4 Sitzplätzen an einem separaten Tisch- Schlüssel kann jederzeit an der Pforte abgeholt werden.
- zeitweise zu viele PJler/Famulanten etc in einer Abteilung
o Es sind einige mexikanische, vietnamesische und georgische Studenten noch im Haus, die allerdings nicht im PJ-Portal aufgeführt sind. Je nach Abteilung sind es zeitweise zu viele PJler auf einem Fleck, sodass man nicht immer so gut praktisch lernen kann.
o Deren Deutschkenntnisse und praktische Skills sind oft nicht auf ähnlichem Niveau wie von deutschen Studierenden, sodass diese nicht immer unbedingt eine Hilfe sind.