PJ-Tertial Neurologie in Segeberger Kliniken (11/2023 bis 3/2024)

Station(en)
Akutstation, Notaufnahme, Reha Phase B, C, D, Intensivstation, Diagnostik, Parkinsonstation
Einsatzbereiche
Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Diagnostik, Station, Notaufnahme
Heimatuni
Luebeck
Kommentar
Ich würde das PJ in der Neurologie in Bad Segeberg uneingeschränkt weiterempfehlen.
Organisatorisches:
- erster Tag: Eingangsgespräch mit dem Chefarzt und Erhalt eines toll organisierten "Willkommenspakets" inkl. Telefonlisten, Übersichten mit den verschiedenen Unterrichtsterminen, Pocketcards und einem kompletten Lehrbuch der Neurologie.
- Ablauf: insgesamt 6 Wochen Akutstation, jeweils 2 Wochen Reha Phase C und D, 3 Wochen Parkinsonstation, 2 Wochen Intensivstation/Frühreha und 1 Woche Diagnostik. Man darf den Plan nach den eigenen Schwerpunkten auch ein wenig anpassen.
- Abschlussgespräch mit dem Chefarzt
- Kleidung wird gestellt, Unterkünfte sind verfügbar und kosten (2023/24) 225 Euro im Monat

Lehre:
- Es gibt ein PJ-Logbuch, in dem die Lehre strukturiert wird
- Mindestens 1x die Woche gibt es vom Chefarzt Prof. Valdueza eine Fallvorstellung für die PJler und jungen AssistenzärztInnen. Dazu gibt es alle 2 Wochen ein "Lunch-Seminar", in dem jeweils ein Kapitel des geschenkten Lehrbuchs besprochen wird.
- Zusätzlich unterrichtet jede/r OA/Ä noch einmal ein Thema "one on one" nur für die PJler.

Positives:
- man wird als Teammitglied wertgeschätzt und nicht ausgenutzt, angenehmes Arbeitsklima im Team, guter Kontakt zur Pflege
- es gibt eine Oberärztin, welche die PJ-Beauftragte ist und sich um die Anliegen der PJler kümmert
- ausgesprochen gute und intensive Lehre durch die Chefärzte und Oberärzt/innen
- man darf eigene Patienten von der Aufnahme bis zur Entlassung betreuen mit allem, was dazu gehört
- in einem Haus bekommt man die gesamte Neurologie von der Notaufnahme bis zur Reha mit
- Blutentnahmen und Braunülenlegen: meistens nur bei den eigenen Patienten oder wenn man gerade Zeit hat um andern zu helfen, man ist kein "Blutentnahmedienst"
- Mittagessen/eine Pause ist oft möglich wenn man es möchte
- gratis Nutzung des Fitnessstudios mit Saunen, Swimmingpool und Whirlpool

Negatives:
- Bad Segeberg ist von Lübeck aus mit dem öffentlichen Nahverkehr eher schlecht zu erreichen. Die Züge fahren nur alle Stunde, es gibt selten passenden Busverbindungen. Dementsprechend ist man meistens viel zu früh da oder muss nach Feierabend erst noch auf den nächsten Zug warten.
Vom Bhf zum Akutkrankenhaus geht man ca. 10 min, zum Neurozentrum ca. 30 min zu Fuß oder man stellt sich ein Fahrrad an den Bahnhof.
- Die verfügbare Unterkunft ist von guter Qualität, ca 20 qm in einem Hotelkomplex. Es gibt eine kleine Küchenzeile mit 2 Herdplatten, Kühlschrank und Spülbecken. Ein Badezimmer mit Dusche ist ebenfalls vorhanden. Bei einer monatlichen Miete von 225 Euro wird "leider" die Hälfte des PJ-Gehalts dafür abgezogen, was man als kleinen Nachteil verbuchen könnte.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich das Neuro-PJ-Tertial in Bad Segeberg sehr genossen habe. Mein Lernzuwachs war durch die gute Lehre, die Möglichkeit, viel selbstständig zu arbeiten und die hilfsbereiten Teams wirklich groß.
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Patientenvorstellung
Bildgebung
Fallbesprechung
Prüfungsvorbereitung
Tätigkeiten
Röntgenbesprechung
Untersuchungen anmelden
Eigene Patienten betreuen
Patienten aufnehmen
Briefe schreiben
Punktionen
Rehas anmelden
Blut abnehmen
Notaufnahme
Braunülen legen
Patienten untersuchen
EKGs
Dienstbeginn
Nach 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
500
Gebühren in EUR
225 für die Unterkunft (20 qm)

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
2
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.13