Das Fazit aus meinem Tertial am KöLu ist sehr gemischt.
Positiv:
Menschlich größtenteils super nettes Team, sehr familiäre, meist lockere Atmosphäre
Nähen etc. darf man im OP relativ regelmäßig
Nachfragen ist, auch im OP, im Normalfall kein Problem, hier kann man auch viel lernen
Negativ:
Der Alltag bestand bei mir fast ausschließlich aus Haken halten und Blutabnehmen/Zugänge legen
Unterricht ist mit 20 Minuten pro Woche eher spärlich und fällt nicht selten aus
Arbeitszeit geht offiziell bis 16:00, dies wird allerdings selten eingehalten
Es gibt pro Rotation 4 PJ-Plätze.
In meinem Fall waren wir zu Beginn meiner Rotation 2 PJs, das war noch ok, am Ende war ich alleine.
Bisschen überspitzt könnte man sagen, die Arbeit von 8 PJlern fiel dann mir alleine zu, meist war ich den ganzen Tag, oft bis weit nach 17 Uhr im OP, war ich mal nicht im OP gab es Zugänge zu legen oder Blut abzunehmen. Die Poliklinik habe ich somit leider nur sehr selten gesehen. Auch Fehltage zu nehmen ging in meinem Fall nicht problemlos, dies soll 2 Wochen vorher angemeldet werden und ist dann mehrfach von Seiten des Sekretariats versucht worden mir zu verbieten (?) Nach viel Stress und Hin- und Her, auch durch Einsatz des (wie bereits erwähnt) sehr netten ärztl. Teams, war es schlussendlich doch irgendwie möglich, aber naja.
Wenn ihr mit 2 oder 3 anderen PJlern in eurer Rotation seid, kann ich es absolut empfehlen, dann kann man sich OP und BEs untereinander aufteilen, schafft es ab und zu in die Poliklinik und kann dort selbständig Patienten betreuen und kann auch mal früher heim.
Wenn ihr alleine seid würde ich es auf keinen Fall empfehlen.