Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Diagnostik, Station
Heimatuni
Giessen
Kommentar
Das Tertial in der Kinderklinik hat super viel Spaß gemacht, man lernt jeden Tag etwas Neues und jeder Tag ist spannend und abwechslungsreich. Ich kann die Pädiatrie der Uniklinik nur weiterempfehlen!
Jeder PJler rotiert über 3 verschiedene Stationen. Die Einteilung wird am ersten Tag festgelegt, dabei soll jeder auf mind. einer allgemeinpädiatrischen Station gewesen sein (z.B. Köppe, Moro oder Notaufnahme). Weitere Stationen sind: Kinderherzstation (Czerny), Neuropädiatrie (Pfaundler), Kinderonko (Peiper) und Neo-ITS.
Ich war auf Köppe, Moro und Pfaundler und wirklich alle waren super. Man lernt und sieht Viel und bei genügend Eigenengagement kann man auch recht viel selbstständig machen (LP, Untersuchungen, Briefe schreiben, Medikamente verabreichen, Diagnostik, BEs auch bei den ganz Kleinen, U-Untersuchungen, eigene Pat. betreuen, ...). Die Teams sind auf jeder Station sehr nett und engagiert, sowohl die Ärzte, als auch die Pflege.
Auf der Pfaundler und Köppe macht man viele Aufnahmen eigenständig und bekommt so mit der Zeit Routine bei der KU und Anamnese von Kindern jeglichen Alters. Auf Pfaundler darf man auch gerne mal selbst eine Lumbalpunktion durchführen. Die Visiten sind sehr lehrreich, da sowohl die Oberärzte, als auch die Chefs gerne erklären. Ab und zu wird aber auch gerne abgefragt, daher sollte man die Pat. zumindest grob mit den jeweiligen Krankheitsbildern kennen. Wenn es sich anbietet, kann man auch eigene Pat. betreuen.
Auf Moro liegt der Schwerpunkt mehr auf Vorsorge-Untersuchungen, Päppeln, Hyperbiliruminämie-Therapie und Entwicklung. Man plant die nächsten Therapieziele und legt viele Perzentilen an. Die Arbeit ist ruhig aber sehr faszinierend. Auch dort bekommt man eigen Patienten, die man hauptverantwortlich betreuen darf. Es finden tägliche Visiten und i.d.R. anschließend auch tägliche Besprechungen mit den OÄ statt. Hierbei kann man viel lernen und mitnehmen. Man macht dann soweit möglich wirklich alles selber (Therapieplanung, Blutentnahmen, Zugänge, Elterngespräche, Anordnungen, Briefe, etc.). Außerdem gehört das wöchentliche Elterncafé zu den Aufgaben des PJlers (dauert meist ca. 1 h und macht i.d.R. Spaß).
Jeden Tag um 13 Uhr ist Radiologie-Besprechung zu der es sich wirklich zu gehen lohnt, insb. weil im Anschluss regelmäßig Fortbildungen von den Assistenten gehalten werden. Einmal pro Woche findet PJ-Unterricht statt (gelegentlich ausgefallen, fachlich aber empfehlenswert).
Das Arbeitsklima ist auf allen Stationen wirklich gut, es gibt immer feste Ansprechpartner und Betreuer. Eine runde Sache und für Pädiatrie-Begeisterte unbedingt weiterzuempfehlen!