Leider kann die Uniklinik Heidelberg hier nicht ihrem tadellosen Ruf gerecht werden. Es gibt zwar auf Papier ein gutes PJ-Konzept, allerdings kommt davon gar nichts im Stationsalltag an. Der PJler ist eine Billigarbeitskraft für Blutentnahmen, Braunülen, Botengänge/Patientenfahren, EKGs, KUs, Aufnahmeanamnesen, was in den PJ-Diensten noch einmal einen Höhepunkt der Ausbeutung erfährt. Man hat keine reale Möglichkeit eigene Patienten zu betreuen, weil das ärztliche Personal selbst darum bemüht ist überhaupt den eigenen Job zu schaffen. Lichtblick sind die Rotation in die Sonographie, wo man mit ein bisschen Glück von einem motivierten Kollegen viel lernen kann und natürlich die HIPSTA, wo im Rahmen eines Leuchtturmprojekts gezeigt wird, wie PJ sein sollte.
Das Personal ist wirklich freundlich; nützt nur nichts, wenn daraus keine gute Lehrerfahrung folgt. Der PJ-Unterricht ist tatsächlich gut und findet meistens sogar statt.
Insgesamt empfehle ich hier nicht für das PJ herzukommen, wenn man nicht einen triftigen Grund hat genau im UKHD zu sein.