PJ-Tertial Herz-/Gefäßchirurgie in Universitaetsklinikum Muenster (7/2024 bis 9/2024)

Station(en)
07 West
Einsatzbereiche
Station, OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Muenster
Kommentar
Mein drittes Tertial absolvierte ich in der Gefäßchirurgie (Wahlfach). Nach der allgemeinen Einführung durch die PJ-Koordinatorin des UKM lief der Start in der Abteilung ein bisschen holpriger, da hier noch nicht so oft PJler:innen waren. Menschlich wurde ich aber vom ersten Moment an sehr herzlich aufgenommen. Auf Nachfrage erhielt ich ein Telefon und eine Gast-Schlüsselkarte für die OP-Umkleide.

Ich startete mit 2 Wochen Stationsarbeit. Da gleichzeitig für exakt diese zwei Wochen eine Assistenzärztin neu eingearbeitet wurde, gab es für mich keinen eigenen PC-Arbeitsplatz, was ein Hindernis für eine produktive Mithilfe darstellte. Daher bat ich eigeninitiativ um eine Verlängerung der Zeit auf Station um 2 Wochen, was goldrichtig war. So konnte ich dann unter besseren Voraussetzungen eigene Patient:innen betreuen und sehr selbstständig (nun mit eigenem PC-Arbeitsplatz) mitarbeiten. Es fielen kaum nichtärztliche Tätigkeiten oder Blutentnahmen/Zugänge an.

Obwohl mir die zweiten 2 Wochen Station gut gefallen haben, habe ich mich natürlich auch gefreut, am OP-Programm teilzunehmen. Das OP-Team hat mich ebenfalls herzlich aufgenommen. Ich wurde regelmäßig für OPs eingeteilt, durfte aber auch immer zuschauen oder mitmachen, wenn mich Eingriffe darüber hinaus interessiert haben. Die Operierenden haben meistens versucht mich einzubinden – inhaltlich und praktisch. Ich durfte immer wieder nähen und vereinzelt kleine Teilschritte übernehmen, worüber ich mich jedes Mal sehr gefreut habe.

Gerne wäre ich mehr in der Ambulanz eingebunden worden und hätte aktiver mitgearbeitet. Hier habe ich jedoch nicht so guten Anschluss an die Oberärzte gefunden. Mein Wunsch war es meine Sono-Skills unter Anleitung auszubauen, was sich leider nicht in der Form realisieren ließ. Vielleicht waren an dieser Stelle meine Erwartungen zu hoch oder meine Eigeninitiative zu gering. Oft stand ich bei der Sprechstunde nur daneben.

Obwohl ich die einzige PJlerin in der Abteilung war, hat mir der Chefarzt alle 1-2 Wochen PJ-Einzelunterricht gegeben. Nach einem langen Tag im OP war das manchmal anstrengend, aber auch sehr wertvoll. Ich habe richtig viel aus diesem Unterricht mitgenommen.

Wie am UKM zu erwarten, waren während meiner Zeit einige Blockpraktikant:innen eingeteilt. In einer Woche waren das 5 Studierende, was sehr viel für eine Abteilung dieser Größe war. Es gab aber zum Ausgleich auch Wochen, in denen keine BP da waren. Als PJlerin am UKM stand mir das übliche 7 €-Budget fürs Essen zur Verfügung (von dem ich bei Teilnahme an OPs nicht immer Gebrauch machen konnte).

Insgesamt haben sich alle im Team sehr gefreut, dass jemand freiwillig Gefäßchirurgie gewählt hat. Dementsprechend waren alle wirklich daran interessiert mir etwas beizubringen und mich für das Fach zu begeistern. Dass die Oberärzt:innen dabei unterschiedliche Vorstellungen davon hatten, wie das im Detail umzusetzen ist, hat es mir nicht immer leicht gemacht alle Erwartungen gleichzeitig zu erfüllen. Wertschätzung und Zugewandtheit wurden mir aber immer entgegengebracht.

Zu Beginn des Tertials war mir bereits klar, dass ich eine chirurgische Weiterbildung anstrebe, und würde mich daher als chirurgisch interessiert bezeichnen. In meinem Pflichttertial Chirurgie bin ich nicht in eine gefäßchirurgische Abteilung rotiert, weshalb sich das Wahlfach für mich anbot. Gefäßchirurgie hatte ich bislang nicht auf dem Schirm und bin auch nur mit sehr rudimentären Kenntnissen in das Tertial gestartet. Am Ende stellte es sich als die für mich perfekte Entscheidung heraus. Ich bin sehr froh diese Wahl getroffen zu haben und kann das Wahlfach allen empfehlen, die chirurgisch interessiert sind und Lust darauf haben sich in ein spezielleres, chirurgisches Thema auf Uni-Niveau hinein zu denken. Trotz Uni-Settings ist die Abteilung noch überschaubar und man fühlt sich vom Team her wie an einem kleineren, familiären Haus – nur mit spektakuläreren Patientenfällen.
Bewerbung
über das PJ-Portal
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung
Repetitorien
Tätigkeiten
Eigene Patienten betreuen
Patienten untersuchen
Chirurgische Wundversorgung
Patienten aufnehmen
Mitoperieren
Briefe schreiben
Untersuchungen anmelden
Poliklinik
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
22,50 € pro Anwesenheitstag
Gebühren in EUR
-

Noten

Team/Station
2
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
2
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.33