Tagesklinik des Alters, Station, Psychosomatisch onkologische Tagesklinik
Einsatzbereiche
Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Jena
Kommentar
Ich habe mein PJ Tertial in der Pychosomatik in Jena absolviert. Der eigentliche Plan ist, dass man 8 Wochen in der Gerontopsychosomatischen Tagesklinik und dann 8 Wochen auf Station ist. Das ist auch an sich sehr sinnvoll, da die Patienten 8-12 Wochen auf Station sind und man so den Verlauf mit verfolgen kann. Leider gab es bei mir organisatorische Probleme bei der Koordination von 2 PJlern die zu unterschiedlichen Zeiten angefangen haben, dadurch wären wir beide zur gleichen Zeit auf Station gewesen und das wäre zu viel gewesen. Dadurch bin ich nach meinen 8 Wochen in der Gerontopsychosomatischen Tagesklinik 4 Wochen in die andere Tagesklinik für onkologisch psychosomatische Patienten die dort primär in der Gruppentherapie sind und erst dann 4 Wochen auf Station. Das hatte den Vorteil noch eine weitere Station zu sehen aber auch den Nachteil nur 4 Wochen auf Station zu sein und so keinen ganzen Verlauf einer Therapie zu sehen.
Gerontopsychiatrische Tagesklinik:
Das Team ist interdisziplinär und hat super flache Hirachien. Sowohl die OÄ als auch die FÄ/Stationsärztin sind super nett, erklären immer gerne wenn man fragen hat und übergeben auch Aufgaben, so dass man wirklich auch ins selbstständige Arbeiten kommt. Ich habe meistens morgens der Pflege bei den Blutabnahmen geholfen (das waren aber meist nicht mehr als 2-5) und dann habe ich neue Patienten aufgenommen. Es kam eigentlich max. 1-2 neue Zugänge, so dass ich sehr viel zeit hatte. Mir wurde auch wirklich geraten mir zeit zu nehmen um die Aufnahmen gründlich zu üben (O-Ton der OÄ war, du darfst ruhig 2h brauchen). Bei der Frühbesprechung habe ich die Patienten dann dem ganzen Team vorgestellt und mmusste meist danach noch die körperliche Untersuchung machen. Nach den Aufnahmen habe ich das alles dokumentiert und durfte dann auch in die Therapien mit reinschauen (Gruppentherapie, Diagnostik, Ergotherapie, Sporttherapie). Das Programm der Tagesklinik war dann immer so gegen 15 Uhr zu Ende, so dass ich auch immer pünktlich rauskam, solange ich nicht noch etwas dokumentieren musste. Manchmal war es auch vor 15 Uhr. 2 mal die Woche gab es noch eine Visite, einmal direkt mit dem Patienten und eine Kurvenvisite mit dem gesamten Team. Gerade dass alles immer interdisziplinär im ganzen Team besprochen wurde hat mir sehr gut gefallen. Eigentlich wird im PJ Mittagessen gestellt, da die Kliniken der Psychosomatik aber in der Stadt sind und nicht im Krankenhaus war das nur in der anderen Tagesklinik möglich. Das ist tatsächlich ein Nachteil und sollte noch mal besser organisiert werden.
Onkologisch psychosomatische Tagesklinik:
Meine zweite Station war die andere Tagesklinik in der die Patienten deutlich jünger sind. Dort gibt es eine Stationsärztin und 2 Psychologinnen. Hier gab es deutlich weniger Blutentnahmen und dafür mehr Gruppentherapiestunden in die ich im Außenkreis mit durfte, sowie auch ab und zu in eine Einzeltherapeutische Stunde. Das Team ist ein Stück kleiner, wodurch noch enger zusammengearbeitet wird. Die Atmosphäre war sehr schön und auch dort konnte ich alles Fragen stellen, habe Aufnahmen und körperliche Untersuchungen gemacht und durfte in alle Therapien mit rein (Auch tanz und Körpertherapie gibt es hier).
Station
Als letztes war ich auf Station für 4 Wochen. Hier ist es ein ähnliches Prinzip gewesen wie in der Tagesklinik nur dass die Therapien auch am Nachmittag noch stattfinden. Hier kam ich manchmal auch erst um 16 Uhr raus. Auch hier war das Team sehr nett, es gibt auch hier immer weider Praktikanten aus der Psychologie und dem Sozialdienst. Hier konnte ich am meisten in Einzeltherapien mit hineinschauen aber auch in die nochmal deutlich häufiger stattfindenden Gruppentherapien und Tanztherapien.
Kleidung: Wie üblich in der Psychosomatik und auch häufig in der Psychiatrie habe ich in Zivil gearbeitet.
Geld: man bekommt die in Jena üblichen 400 Euro
Essen: in der Gerontopsychosomatisches Tagesklinik musste ich mir immer selber was mitnehmen, in der anderen Tagesklinik konnte ich mir mein kostenloses Mittagessen aus der Klinikscafeteria nebenan holen und auf Station konnte ich gegenüber in der Mensa essen, musste das aber selber bezahlen.
Unterricht: Als wir zu zweit waren hat der Chefarzt PJ Unterricht angeboten, dafür durften wir uns ein Thema aussuchen und haben dann darüber geredet. Das ist recht flexibel, findet aber nur statt wenn es mehr als 1 PJler ist
Fazit: Ich kann das Tertial wirklich nur empfehlen, ich habe mich in den verschiedenen Teams sehr wohlgefühlt, konnte mal mehr mal weniger selbstständig arbeiten und hatte auf jedenfall sehr angenehme Arbeitszeiten, so dass ich auch genügend Freizeit hatte.