Zu Beginn teilen sich die KPJs auf die Stationen bzw. Notaufnahme auf (jeweils 8 Wochen).
Kernarbeitszeit auf Station ist 7:30 bis 14:30.
Alle sind wirklich extrem nett, es gibt wirklich niemanden der ungut wäre. Auch wird gerne viel erklärt, fand die Zeit sehr lehrreich.
Auf der Station ist man aber schon sehr als Arbeitskraft eingesetzt, dh. morgens bei Blutabnahmen helfen, dann nach der Morgenbesprechung um 8 die Aufnahmen erledigen und jegliche Anforderungen die während der Visite so angefallen sind.
Auf der Notaufnahme ist man immer mit einem Arzt/einer Ärztin in einer Koje und erledigt quasi die pflegerischen Tätigkeiten (EKG, Venflon) + Status. Manchmal wenn mal weniger Personal da ist kann man auch alleine eine Koje übernehmen und eigene Patient/innen anschauen, das passiert aber nicht so wahnsinnig oft.
Arbeitszeit auf der ZNA ist immer 08:00-18:00, man hat dann immer abwechselnd 3 oder 4 Dienste/Woche (dh in der einen Woche arbeitet man 30h, in der anderen dann 40h), Wochenenden/Feiertage sind auch zu besetzen (auch in den Weihnachtsfeiertagen!)
Dienste darf man keine mitmachen, man darf sich pro Woche auch nur 5 Überstunden "aufhäufen" weil sie denke ich vermeiden wollen, dass dann an manchen Tagen niemand da ist.
Kontra: Leider fand ich es sehr schade, wie unflexibel man ist bzw. wie streng sie mit den Arbeitszeiten sind (va sind nicht die Ärzt:innen selbst streng, sondern das Sekretariat!). Finde das im KPJ wo man so gut wie gratis arbeitet ein bisschen ungerecht, va wo man in den meisten anderen Häusern nur 30h arbeitet und sich mit Diensten etc. auch mal wann anders frei nehmen kann/selbstbestimmter ist.
Auch mit krankmelden war es eher ungut, weil man morgens bei der Sekretärin anrufen muss und die eher skeptisch ist.
Auch haben wir keine Selbststudienzeit bekommen, dh. sie rechnen immer mit 35h/Woche. Jeden Morgen muss man auch der Sekretärin Bescheid geben wann man gekommen ist bzw. wann man am Vortag gegangen ist und wenn man mal 5 Minuten zu spät ist wird es einem als "wunschfrei" eingetragen.
Pro:
Ich fand die Zeit dort schon sehr lehrreich, man wird sehr ins Team aufgenommen und es waren wie gesagt wirklich alle extrem lieb. Zu Mittag sitzen alle KPJs an einem Tisch, hab mich jeden Tag schon darauf gefreut die anderen dann zu sehen. Fand auch das Hanusch einen guten Einstieg in die KPJ-Zeit, weil man irgendwie trotzdem einen Welpenschutz hat und der erste Tag nur aus Einschulung besteht. Man bekommt da auch gleich schon Schlüssel, Karte und Kleidung in die Hand gedrückt weil alles so gut organisiert ist. In anderen Abteilungen habe ich am ersten Tag manchmal nur wortlos schon 3 Aufnahmen in die Hand gedrückt bekommen ohne irgendeine Erklärung oder einen Computerzugang.
Wie gesagt fand ich den einzigen Nachteil wirklich das Thema mit den Arbeitszeiten, da könnten sie definitiv Studierendenfreundlicher sein! Das viel Stationsarbeit zu erledigen ist, ist halt ein bisschen der Natur des KPJs geschuldet glaube ich.
Ich hätte es auch schön gefunden einen Mentor/eine Mentorin zu haben, an den/die man sich wenden kann. Wir waren manchmal ein bisschen verloren, wer jetzt für wen zuständig ist.
Alles in allem ein gutes Tertial und angenehmer Einstieg ins KPJ, das Hanusch ist ein sehr familiäres Haus und man findet sich gut zurecht :)