PJ-Tertial Allgemeinmedizin in Praxis (11/2024 bis 3/2025)

Station(en)
Bayerwaldpraxis
Einsatzbereiche
Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Diagnostik
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich kann das Praktische Jahr in den Bayerwaldpraxen sehr empfehlen. Vom ersten Tag an wird man aktiv in die Arbeit integriert und hat die Möglichkeit, eigene Patienten weitgehend selbstständig zu betreuen. Zweimal pro Woche finden in der Mittagspause Fallbesprechungen statt, und mindestens einmal wöchentlich wird eine Fortbildung angeboten. Zusätzlich gibt es häufig spannende Online-Fortbildungen mit externen Ärzten. Ein Nachmittag pro Woche ist für das gemeinsame Lernen mit den anderen PJ-Studierenden reserviert.

Der Praxisalltag besteht aus Vormittags- und Nachmittagssprechstunden, wobei die Mittagspause recht großzügig gestaltet ist. Es gibt zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die nach einer Eingewöhnungszeit von mir als gut machbar wahrgenommen wurden. Insgesamt kann man viel Neues lernen und reichlich praktische Erfahrungen sammeln.

Unterkunft:
Die Unterkunft wird gestellt und ist sehr gepflegt. Sie liegt ruhig und idyllisch auf dem Berg, mit einer tollen Aussicht. Es gibt zwei Studentenwohnungen in Kirchberg sowie ein Haus in Grafenau. Als PJ-Studierender in Kirchberg hat man entweder eine eigene Wohnung oder ein eigenes Zimmer in einer größeren Wohnung gegenüber. In dieser Wohnung können auch andere Studierende (BP oder Famulanten) untergebracht sein. Die Wohnungen sind komplett ausgestattet, einschließlich einer Waschmaschine in der größeren Wohnung.

Freizeitmöglichkeiten:
Das Praktische Jahr findet in einer Urlaubsregion statt, was viele Freizeitmöglichkeiten bietet. In der Umgebung kann man wunderbar wandern (z.B. am Arber, Rusel, Lusen oder in Bayerisch Kanada), Langlaufen oder Skifahren. Auch Skiverleih und Langlaufkurse sind in Bodenmais möglich. Wer sich eher für Wellness interessiert, kann auch zum Day Spa in eines der zahlreichen Hotels gehen oder in die Thermen der Region . In der Nähe gibt es größere Städte wie Deggendorf, Passau und Regensburg. Dennoch sollte man sich bewusst sein, dass die Region ländlich geprägt ist, was bedeutet, dass ein Auto für den Alltag und die Fahrten zu den Praxen notwendig ist. Öffentliche Verkehrsmittel sind kaum vorhanden, aber nach den ersten Wochen gewöhnt man sich schnell ans Fahren und denkt nicht mehr viel darüber nach. Ich wurde an den Wochenenden oft von Freunden und Familie besucht. In der Umgebung gibt es viele gute und bezahlbare Unterkünfte. Ganz alleine - falls keine anderen PJ vor Ort sind- könnte es manchen ein wenig zu einsam werden.

Insgesamt habe ich meine Zeit im Bayerwald sehr genossen. Der Umgang mit den Ärztinnen, den MFAs und den Patientinnen war wertschätzend und freundlich. Die Gemeinschaftspraxis hat mehrere Standorte, und jeder ist ein wenig anders. Nach den ersten zwei Wochen Rotation wurde ich dauerhaft einer Praxis zugeteilt, in der ich mich sehr wohl gefühlt habe. Allerdings muss ich gestehen, dass es mir nicht in jeder Praxis gleichermaßen gefallen hätte. Eine Hospitation oder ein Vorpraktikum (z.B. ein BP) würde ich empfehlen, um herauszufinden, welche Praxis und welches Team am besten zu einem passen.
Bewerbung
ca. 1 Jahr vorher bewerben, aber auch teils spontan möglich; Hospitationstag ist erwünscht, auf der Homepage www.praxis-bayerwald.de findet man alle Kontaktdaten
Unterricht
3 x / Woche
Inhalte
Bildgebung
Fallbesprechung
Sonst. Fortbildung
Patientenvorstellung
EKG
Tätigkeiten
Eigene Patienten betreuen
Untersuchungen anmelden
Patienten aufnehmen
Patienten untersuchen
EKGs
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
17:00 bis 18:00 Uhr
Studientage
1x / Woche fest
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Unterkunft gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Gehalt in EUR
Stiftung Bayerischer Hausärzteverband oder KVB Förderung je nach Standort

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1