Allgemeines:
Die Organisation war bestens. Etwa zwei Wochen vor Start erhielt man von der PJ-Beauftragten eine Mail, in der man angeben konnte, wohin man rotieren möchte (Änderungen waren aber später noch möglich). Am ersten Tag gab es dann nach der Einführungsveranstaltung in Münster um 15:30 Uhr im Klinikum ein erstes Kennenlernen, wo man neben einer kleinen Goodiebag, IT-Zugang, Coin (für den Bekleidungsautomat), Essengutschein (über 10€), Spindschlüssel sowie eine kurze Führung durchs Haus erhielt. Am ersten richtigen Arbeitstag musste man sich dann nur noch den Schlüssel in der technischen Abteilung abholen und hat ggf. ein PJ-Telefon erhalten. Auch der letzte Tag war sehr gut organisiert, sodass man problemlos mithilfe eines Laufzettel gut und strukturiert sein Tertial beenden konnte.
Zu den internistischen Kliniken im Einzelnen:
Hämatologie und Onkologie
Diese Klinik ist wirklich eine Herzensempfehlung, dort hat es mir persönlich am besten gefallen. Tolles Team und auch der Kontakt zu den Oberärzten war super. Man konnte einige Punktionen selber durchführen, wie zum Beispiel KM-, Aszites- und Pleurapunktionen und konnte auch sehr gut Lokalanästhesie üben. Außerdem den Umgang mit Port-Kathetern, PICC, und ZVK. Es gab zudem 2x pro Woche eine Röntgenbesprechung sowie eine Visite am Mikroskop, wo die hämatologischen Befunde der Woche gezeigt und erklärt wurden. Das gänzlich eigenständige Betreuen von Patienten ist aufgrund der Komplexität der Onkologischen Krankheitsbilder leider nicht so gut möglich gewesen, aber man konnte die Patienten zumindest immer mitbetreuen.
Kardiologie
Auch hier waren an sich alle sehr nett, allerdings konnte man je nach Stationsarzt/ärztin und Stresslevel dieser mal mehr, mal weniger, mal gar nichts machen und wurde dann des öfteren ins Echo "abgeschoben". Dort gab es eine ganz tolle Oberärztin, die super viel gezeigt und erklärt hat. Manch andere Untersucher waren aber leider weniger gesprächig oder offen dafür, dass man auch mal selber schallt, aufgrund der eng getakteten Untersuchungen. Im HKL war ich nur 2-3 mal. Auch dort hat man leider je nach Oberarzt das Gefühl gehabt nur im Weg herumzustehen. Bin dann noch für 2,5 Wochen auf Intensiv rotiert, was definitiv noch mal einiges rausgerissen hat. Insgesamt würde ich die Kardiologie aktuell nicht für eine Rotation empfehlen.
Gastroenterologie:
Sehr nettes Team, man konnte schnell eigene Patienten übernehmen und war auch in der Endoskopie immer gerne gesehen. Leider konnte man in der Endoskopie und im Sono nicht selbst Hand anlegen, weil alle Untersuchungen sehr eng getaktet waren.
Notaufnahme
Hier habe ich persönlich am meisten gelernt, zwar wurde man ziemlich ins kalte Wasser geworfen, aber sowohl die Pflege als auch die OÄ und AÄ waren zu jeder Zeit ansprechbar. Man hatte schnell 4-7 eigene Patienten, die man pro Tag so gut wie alleine betreut hat, alles natürlich in Rücksprache mit den OÄ.
In Summe also ein sehr schönes und gut organisiertes Tertial, welches man uneingeschränkt weiterempfehlen kann.