Das Johanna-Etienne ist ein familiäres Krankenhaus mit super netten Mitarbeitenden. Egal ob in der ZNA, auf Station oder im OP. Zu Beginn bekommen alle PJ‘ler ein Telefon, Zugangskarte, Spint, Kleidung und Essenskarte (die eventuell abgeschafft werden soll). Es wird sich organisatorisch um alles gekümmert und man hat jeder Zeit die PJ-Koordination als Ansprechpartner.
Der PJ-Unterricht findet theoretisch 2-3 mal in der Woche statt. Meistens klappt es zeitlich nicht, da man im OP steht- meine Bemühungen haben sich da aber ehrlicherweise auch in Grenzen gehalten, da ich später gerne Chirurgie machen möchte und die Zeit im OP super fand.
Das Chirurgie-Tertial wird mittlerweile gedrittelt. Insgesamt hatte ich sehr positive Erfahrungen und eine tolle Zeit dort.
In der Ortho/ Unfall arbeitet ein junges und motiviertes Team zusammen. Als PJ ist man meist im OP eingeteilt oder kann in der ZNA mitlaufen und dort Patient:innen untersuchen, Wunden nähen oder mal eine Gelenkspunktion machen. Morgens startet man bereits um 7:00, OP Programm ist meist bis 15/ 15:30. Im OP kann man mithelfen zu lagern, Haken halten, Nähen und knoten, je nach Vorkenntnissen. Auf Station ist nicht so viel zu tun, mal einen Zugang legen oder Blut abnehmen wenn die Zeit da ist.
In der Allgemeinchirurgie arbeitet ein kleineres Team von Assistenzärztinnen und Ärzten zusammen. Diese sind sehr bemüht einem was zu zeigen und beizubringen. Auf Station nimmt man Patient:innen auf, zieht Drainagen, legt Zugänge, kann Stomata anspülen, ist bei VAC-Wechsel dabei und kommt insgesamt gut in die Stationsarbeit rein. In der ZNA kann man Patient:innen untersuchen, vorstellen und den ein oder anderen Abszess spalten. Im OP werden die PJ‘ler viel gebraucht. Man legt Blasenkatheter, hält Haken und darf je nach Operateur mitmachen. Bei den Assistent:innen darf man auch nähen oder kleinere Eingriffe unter Anleitung durchführen. In der AC sollte man sich gut auf die OPs vorbereiten, weil man gern mal über die gesamte OP-Zeit ausgefragt wird. Ehrlicherweise kann aber einfach nicht alles wissen :D Das OP-Spektrum ist echt groß und man kann über die Zeit einen guten Einblick bekommen. Wer Interesse hat und motiviert ist, kann viel mitnehmen.
Die Gefäßchirurgie war mein absolutes Highlight des gesamten Tertials. Die Assistenzärztinnen und Ärzte sind super nett, zur Pflege und Wundteam hat man schnell einen guten Draht. Bei der Visite bekommt man einen Einblick in die Wundversorgung, VAC-Wechsel und in der ZNA lohnt es sich auch immer mit zu laufen.
Das Team aus Oberärztinnen, Oberarzt und Chefarzt ist einfach super herzlich, motiviert und ein wahres Träumchen. Die Stimmung im OP ist meist top, es wird gelacht und gleichzeitig kann man bei Interesse mitoperieren, Drainagen annähen, Haut nähen, einfach eine gute Zeit haben, viele Eingriffe sehen und es wird einem gern etwas beigebracht.
Insgesamt bin ich echt zufrieden mit dem Tertial und wäre gerne länger in der GC geblieben!