Ein besseres Tertial hätte ich mir nicht wünschen können. Wir waren zu nächst 2 Pjler, später kamen noch zwei weitere dazu. Wir alle wurden unglaublich herzlich im Team aufgenommen und wurden von allen auf Augenhöhe begegnet. Selbst die OÄ waren immer freundlich und engagiert uns gegenüber. Ich habe mich wirklich als Teil des Teams gefühlt und wurde sehr wertgeschätzt.
Auf Station hatten wir die Möglichkeit ein eigenes Patientenzimmer zu betreuen (meist 3 Patienten) und dieses morgens vorzustellen und auch selbst zu visitieren. Natürlich haben wir auch viele BEs und Felxülen gemacht, aber nichts was man nicht in 1-2h schaffen würde. Auch haben wir viele Arztbriefe, Konsile und Röntgenanforderungen geschrieben. Stets hatte einer der Ärzte ein offenes Ohr und wir konnten immer alles fragen.
Absolutes Highlight für mich war die Zeit im OP. Abgesehen davon, dass die Atmosphäre wirklich sehr angenehm war und man nie irgendwie dumm angemacht wurde, gab es im Laufe des PJ wirklich großartige Möglichkeiten für mich. Ich durfte mehrfach eigene OPs durchführen unter fachärtzlicher Aufsicht. Von einfachen Wundrevisionen bis hin zum Gamma-Nagel war da tatsächlich einiges dabei.
Auch die Lehre war einfach nur ein Traum. Es gab keine festen Zeiten dafür, viel mehr wurden wir spontan im Tagesverlauf von einem der Ärzte (Großes Dank geht hier nochmal raus an Herrn Fiebig!) eingesammelt und haben dann alle möglichen Frakturen, Klassifikationen und Versorgungstechniken Besprochen. Mir persönlich hat das so viel gebracht, ich habe die Unfallchirurgie nochmal auf eine ganz andere Weise kennengelernt und Dinge verstanden, bei denen ich bisher nicht mal wusste, dass dort ein Prinzip hinter steht. Es war einfach großartig und ich finde es unglaublich Schade, dass dieses Tertial schon vorbei ist.
PRO:
- eigene Patienten
- Teil des Teams
- Wertschätzung
- viel Zeit im OP
- Möglichkeit eigene OPs durchzuführen
- Lehre mehrfach die Woche