PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in AMEOS Spital Einsiedeln (4/2025 bis 6/2025)

Station(en)
Allgemeinchirurgie
Einsatzbereiche
OP, Station, Diagnostik, Notaufnahme, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich kann mich den anderen sehr guten Bewertungen nur anschließen. Auch wenn ich mich nie wirklich in der Chirurgie gesehen habe, war das trotzdem mein bestes Tertial im PJ. Spannend in Einsiedeln war insbesondere, dass es in der Chirurgie keine Assistenzärzt:innen gab (wobei in Zukunft welche eingestellt werden sollen) und man daher als Unterassistent:in bzw. PJler:in für relativ viel Organisation auf der Station selbst verantwortlich war. Man musste sich vieles eigenständig organisieren, was mir im Nachhinein für die Assistenzarztzeit tatsächlich viel gebracht hat.
Morgens bereitet man zunächst den Rapport bzw. die Frühbesprechung vor und stellt dort die Patient:innen vor. Wie viel Arbeit das ist und welche Aufgaben am Vormittag anfallen (Visite dokumentieren, Untersuchungen und Medikamente anordnen, Briefe schreiben etc.), hängt stark davon ab, wie viele allgemein¬chirurgische Patient:innen es gerade gibt. Im OP war man ebenfalls regelmäßig eingeteilt und konnte dort auch viel nähen. Manchmal hatte man ab dem späten Vormittag auch Zeit, noch einmal auf der Notfallstation vorbeizuschauen und dort eigene Patient:innen zu betreuen, zusammen mit den Ärzt:innen, die dort Dienst hatten. Es bestand außerdem die Möglichkeit, bei anderen Fachbereichen hineinzuschauen, zum Beispiel in die Urologie oder Orthopädie. Die Oberärztinnen und Oberärzte der Chirurgie sind vormittags in der Sprechstunde oder im Wundambulatorium, wo man ebenfalls mitgehen und auch einiges selbstständig machen kann.
Am Telefon war man ebenfalls gut eingebunden, da man die erste Ansprechperson für die Pflege war. Dabei musste man häufig koordinieren, zwischen verschiedenen Stellen vermitteln und Informationen weitergeben oder einholen. Nachmittags gibt es dreimal pro Woche für eine Stunde Unterricht aus verschiedenen Fachrichtungen – sehr praxisorientiert und angepasst an die Bedürfnisse der Anwesenden. Die Oberärztinnen und Oberärzte sind alle sehr nett und sich bewusst, dass man noch nicht viel Erfahrung hat. Bei Vertretungen ist jedoch manchmal nicht alles ganz klar, sodass man manches nachorganisieren muss.
Wichtig ist, sich frühzeitig um eine Unterkunft im Wohnheim des Spitals zu kümmern. Wenn man nicht direkt vor Ort wohnt, ist es sonst sehr schwierig und teuer, etwas zu finden. Die Umgebung ist großartig: Man kann wunderbar wandern, im See schwimmen, Langlauf machen, Rad fahren oder Städte in der Nähe besuchen. Aber auch in Einsiedeln selbst ist überraschend viel los, besonders für eine eher kleine Stadt.
Das Gehalt liegt bei ca. 1500 Franken, dazu kommen die Pikettdienste (Zusatzbereitschaftsdienste für den OP), bei denen man aber nicht sehr häufig gerufen wird. Teilweise gab es Phasen, in denen man alleine war und entsprechend mehr zu tun hatte und auch mal 50 Stunden pro Woche gearbeitet hat. Es gab aber auch Wochen, in denen man zu zweit war, dann war alles entspannter. Unter 40 Stunden pro Woche kam ich allerdings eigentlich nie.
Ich habe mich erst sehr kurzfristig entschieden, ein Tertial in der Schweiz zu machen (ca. zwei Monate vorher). Ich hatte ungefähr 30 Häuser angeschrieben, von denen mir tatsächlich sieben geantwortet haben. Abschließend muss ich sagen, dass ich sehr froh gewesen wäre, auch mein Innere-Tertial in Einsiedeln machen zu können – aber das hatte ich davor schon absolviert.
Unterricht
3 x / Woche
Inhalte
EKG
Fallbesprechung
Bildgebung
Sonst. Fortbildung
Patientenvorstellung
Repetitorien
Nahtkurs
Tätigkeiten
Untersuchungen anmelden
Patienten untersuchen
Notaufnahme
Patienten aufnehmen
Chirurgische Wundversorgung
Mitoperieren
Eigene Patienten betreuen
Briefe schreiben
Röntgenbesprechung
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Unterkunft gestellt
Gehalt in EUR
ca. 1.350 (netto) + Picketzulagen

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1