Ich habe bewusst für die Innere Medizin ein kleineres Haus gewählt, da ich mir mit meinem Wunschtertial schon einiges an Uni-Klinik-Stress angetan habe und ich die Immanuelklinik Rüdersdorf aus dem Studium kenne. Die Innere ist eine allgemeine Innere Station (es gibt nur eine Station der inneren - Palliativ ausgenommen) mit Schwerpunkt auf Gastroenterologie. Sonst sind auch eher die "allgemeinen leichteren" Fälle aus der Inneren Medizin zu finden. Es ist eher entspannt, der Tag beginnt um 7 Uhr mit dem Verschaffen eines Überblicks und Blutabnahmen. Von 7:30 bis ca 8:00 ist morgendliche Übergabe und Besprechung. Danach werden noch restliche Blutentnahmen erledigt. Ich habe auch immer in den anderen Teilen der Station gefragt, ob noch Hilfe benötigt wurde. Das wird hoch angesehen! Im Verlauf des Vormittags folgte die Visite mit allen Tagesaufgaben die erledigt werden mussten. Gegen 12 Uhr kann man eigentlich auch immer sehr pünktlich Mittagessen gehen (von Klinik subventioniert). Dienstags und Donnerstags ist Röntgenbesprechung und Mittwochs Tumorkonferenz. Man kann auch immer mit zum Ultraschall/zu Punktionen oder zur ÖGD/Kolo. Auch in der Notaufnahme ist man meistens gern gesehen. Zudem gibt es die Möglichkeit mit dem NEF mitzufahren. Es gibt einen eigenen Pieper für Studenten, nur S3 Schuhe und Rettungsdienst-Jacke + Hose muss man selber mitbringen. Solange man freundlich und hilfsbereit zum ärztlichen und pflegerischen Team ist, sind auch alles sehr freundlich und hilfsbereit gegenüber den PJ-Studenten. Im gesamten Haus wird eher auf eine familiäre Atmosphäre geachtet und das ist schon allein ein echter Pluspunkt für die Stimmung. Die Fehlzeiten bzw. Studientage kann man sich so legen wie man möchte bzw. diese eben braucht, nur sollte man vorher Bescheid sagen, wann man fehlt oder für Urlaub/längere bekannte Fehlzeiten eben frühstmöglich. Aber das ist nie ein Problem gewesen. Wenn man Erfahrung aus kleinen Fächern hat, die man auf Station anwenden kann (ich hab ein Auge gespült und eine Konjunktivitis behandelt) kann man deutlich Pluspunkte sammeln. Nur der PJ-Unterricht könnte etwas öfter sein und ich wurde etwas auf einen späteren Zeitpunkt bzgl. IMC Rotation vertröstet, da hätte ich mir dann mehr Kommunikation gewünscht. Fazit: Also ein kleines Haus hat viele Möglichkeiten, man muss sie nur aktiv nutzen und nachfragen. Wenn man keine Ambitionen hat, lernt man eben auch nichts. Wenn man seine Möglichkeiten sieht und nutzt hat man sehr tolle Möglichkeiten sein Wissen theoretisch aber auch praktisch zu bereichern. Wenn man in spezielle Subspezialisierungen gehen möchte, sollte man eher ein Haus suchen, wo diese auch angeboten werden. Ich war sehr glücklich auf der Inneren und würde es jedem empfehlen.
Bewerbung
Bewerbung via PJ-Portal oder für Zeiträume die nicht dem PJ-Portal unterliegen über die Lehrkoordination (siehe Web bei Immanuel Klinik Rüdersdorf).