Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Notaufnahme, Station, OP
Heimatuni
Berlin
Kommentar
Tagesablauf:
- 7.00 Uhr Beginn der Visite
- 7.30/45 Uhr Frühbesprechung auf Station
- Zeit für Blutentnahmen (und anschließend meist auch Zeit, kurz was zu frühstücken)
- dann konnten wir uns flexibel aufteilen auf OP, Rettungsstelle, ambulanten OP, Sprechstunde
- Feierabend war dann meist so 15/15.30 Uhr, oder auch mal früher, wenn nichts mehr zu tun war ( länger bleiben mussten fast nie jemand von uns)
Im OP-Plan waren wir von der (strengen, aber freundlichen und fairen) leitende Oberärztin meist namentlich eingeteilt. Wir sollten einerseits möglichst viel Mitnehmen, also teilweise war man auch nur "zum Zusehen" erstmal eingeteilt, aber natürlich wurde man auch zum Assistieren viel dazu geholt in einen der 2-3 Säle. Es gab einige ärztliche Kolleg*innen, bei denen man sich im OP wie auch generell sehr wertgeschätzt gefühlt hat, aber leider gab es auch so einige, die sehr unfreundlich sein konnten. Zusätzlich waren leider auch viele der OTAs sehr unfreundlich.. wenn ich die Zeit dort mit meiner Zeit in der Unfallchirurgie vergleiche, muss ich sagen, dass ich mich dort eher sehr unwohl gefühlt habe.
Glücklicherweise konnten wir aber auch in die Rettungsstelle, wenn es dort Patient*innen gab, oder manchmal auch mit in die Sprechstunde und da wir 4 PJs waren, hat man es sogar öfter auch zum Mittagessen in die Cafeteria im Nebengebäude geschafft.
Meistens wurden wir auf einem unserer zwei PJ-Telefone angerufen, wenn es was in der Rettungsstelle zu tun gab, wurden dann vorgeschickt für Anamnese und KU, haben anschließend den/die ärztliche/n Kolleg/in dazu geholt, die Befunde besprochen und weitere Diagnostik/Therapie geplant.
Mittwochs war Tumorkonferenz, welche aber sehr lange gehen konnte und teilweise sehr ermüdend war, wenn man nicht gnaz folgen konnte oder wenig Interesse an dem Thema hatte.
An Feiertagen hatte man natürlich frei und in Wochen mit Feiertag konnten wir uns trotzdem zusätzlich noch unseren Studientag nehmen. Wir wurden allerdings gebeten, Studientage und Urlaube so zu nehmen, dass immer mind. ein PJ vor Ort ist.
Wir hatten eine Einführungsveranstaltung zum Anfang des Tertials und wurden mit Transpondern für die Wäschekammer und eigenen Schließfächern versorgt. Der PJ-Unterricht fand donnerstags von 12-13 Uhr meistens statt. Nur selten haben wir den Unterricht verpasst, weil eine*r von uns im OP stand.
Die leitende Oberärztin gibt ein Mal im Tertial einen super Nahtkurs - den sollte man auf jeden Fall nicht verpassen!
Das Essen in der Cafeteria im Nebengebäude ist meines Empfindens nach maßlos überteuert. Für die 7€ hat man oft eine Portion und eine Caprisonne bekommen, wobei die Portionsgrüßen teilweise sehr kläglich waren.