PJ-Tertial Gynäkologie in Marienhospital (9/2025 bis 12/2025)
Station(en)
Gynäkologie und Geburtshilfe
Einsatzbereiche
Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, OP
Heimatuni
Duesseldorf
Kommentar
Positive Aspekte des PJ´s dort:
- Ich durfte sehr viel selbst machen (vor allem im OP: kleinere Eingriffe unter Aufsicht und Anleitung selbst (Hysteroskopien, Abort Abrasiones, Fraktionierte Abrasiones), Bauschnitte, Anlage von Trokaren, 1. Assistenz bei nahezu allen Operationen inklusive größeren ökologischen Eingriffen, Übernahme kleinerer Aufgaben in Laparoskopien (wie Tubenentfernung, Drainageanlage etc), Nähen, Knoten, Kodieren, Arztbriefe und OP-Berichte schreiben
- Außerhalb des OP´s durfte ich regelmäßig folgende Dinge machen: Spekulumeinstellungen, Transvaginalsonographie, Anwesenheit und Unterstützung bei vaginalen Geburten, Fetometrien, Abschlussuntersuchungen nach der Geburt, Teilnahme an 24h Diensten (freiwillig, habe ich 4 Mal gemacht weil man da viel selbst machen kann), Aufklärungen unter ärztlicher Aufsicht, Teilnahme an Oberärztlichen Sprechstunden
- Ein Oberarzt hat sich regelmäßig viel Zeit genommen und nochmal wichtige Themen ausführlich durchgesprochen
- Das Team war ausnahmslos überdurchschnittlich nett
- Typische PJ-Aufgaben wie Blutabnahmen und Zugänge legen fallen nur sehr wenig an. Morgens hat man meist 2-3 Blutentnahmen und in den ganzen 4 Monaten habe ich vielleicht 10 Zugänge gelegt, weil die geburtshilflichen Patientinnen einen von den Hebammen bekommen und alle die operiert werden von den Anästhesisten mit Zugängen versorgt werden. Botenaufgaben macht man nahezu garnicht. Ich habe häufig das Labor weggebracht (ins Erdgeschoss), man kann das aber auch auf Station liegen lassen und dann bringt das jemand von der Pflege weg. Patientinnen von A nach B schieben oder ähnliches musste ich nie machen.
- Man hat ein eigenes Telefon, einen Schlüssel, ein Namensschild, einen Spind und Kleidung (sollte alles selbstverständlich sein, ist es aber ja leider nicht überall..)
- Das Haus ist recht klein und damit wenig anonym. Man hat schnell das Gefühl einen Überblick zu haben und zu wissen wer für was zuständig ist etc. Gleichermaßen wissen nach wenigen Wochen alle Leute die mit einem zutun haben wer man ist und was man macht. Das fand ich super angenehm.
- Das Krankenhaus ist zentral gelegen und gut zu erreichen
Nachteile am PJ dort
- Man ist viel im OP. Ich war mit Sicherheit weit überdurchschnittlich viel dort, weil ich Spaß daran hatte. Man kann sich mit anderen Praktikant*innen absprechen aber wenn jemand im OP gebraucht wird, wird man gerufen und das passiert häufig.
- Es gibt bestimmt Häuser, in denen man früher raus ist. Ich bin oft freiwillig länger geblieben oder in spannende OP´s gegangen. Es wäre sicherlich auch möglich gewesen, früher raus zu sein. Offizielle Arbeitszeit ist bis 16:10 Uhr. Es waren zwischenzeitlich zwei andere PJ-lerinnen da (das war die Ausnahme, eigentlich ist man alleine), die waren auch immer mal wieder länger da, in der Regel aber vor 16 Uhr raus. Wirklich früh (13/14 Uhr) kommt aber nie vor außer man spricht das vorher explizit ab.
- Das Haus hat keine Kinderklinik. Wenn man die super abgefahrenen Sachen sehen will, wird das in aller Regel nicht möglich sein, weil diese Patientinnen garnicht im Marienhospital betreut werden. Die Geburtshilfe im Marienhospital ist allerdings wirklich sehr schön, man kann dort sehr viel lernen.
Fazit: Für mich hätte das PJ dort nicht viel besser sein können. Ich habe extrem viel gelernt, viel machen dürfen und mich im Team sehr wohl und wertgeschätzt gefühlt. Allerdings waren es sehr arbeitsintensive und anstrengende 4 Monate. Für mich persönlich hat sich das durchweg gelohnt. Es kommt eben nur darauf an, ob man das möchte.
Bewerbung
Ich habe den Platz regulär im Vergabesystem belegt. Falls die Plätze voll sind würde ich mich individuell beim Krankenhaus melden, ich habe mitbekommen, dass die dann teilweise versuchen unabhängig vom offiziellen Vergabesystem mehr Plätze freizugeben.