Schönster Sommer, den man sich wahrscheinlich hätte vorstellen können für das Chirurgie-Tertial (als Nicht-Chiurgie-Liebhaber)! Die Chirurgie-Zeit dort war echt oke!! Konstanz, die Mit-PJler und der Sommer in Konstanz waren einfach toll :) Wir waren eine große Truppe an PJlern, die sich super verstanden hat und viel zusammen unternommen hat (wandern, Aperol-Dienstag, spiken, schwimmen im Bodensee, Radfahren, andere Ausflüge etc....). Ich würde immer wieder ein Tertial im Sommer in Konstanz machen und würde es jedem empfehlen.
Zur Klinik:
Positiv hervorzuheben ist, dass man durch die verschiedenen Chirurgie-Abteilungen rotiert (Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie/Orthopädie, Gefäßchirurgie, Thoraxchirurgie, 2 Wochen Notaufnahme). Durch die vielen Rotationen erhält man in jeden Fachbereich einen kleinen Einblick, was ich zu schätzen gelernt habe in der M3 Vorbereitung, da man doch zu sehr vielen Dingen irgendetwas im PJ gehört hatte, sodass der Lerneffekt größer war als man dachte. Die Ausbildungsqualität variiert von Abteilung zu Abteilung, auf der einen Station fühlt man sich wohler als auf der anderen Station, mit dem einen Assistenten kommt man besser klar als mit anderen (so wird es immer sein), besonders nett waren die Assistenten der Allgemeinchirurgie ! :) Im OP ist man immer wieder, aber es hielt sich bei uns echt in Grenzen, da man sich immer mit den anderen PJlern abwechseln konnte. Man hat ein buntes Bild an "Standard"-Eingriffen gesehen und hat somit einen guten Einblick bekommen. Falls jemand die krassen Whipple-OPs oder so sehen möchte, ist er in Konstanz falsch aber wer einfach einen Rundumschlag in der Chirurgie und ein angenehmes PJ-Tertial möchte, der ist hier richtig. Besonders positiv überrascht hat mich die Stimmung in der Chirurgie, die Offenheit und wirklich auch Nettigkeit der (Assistenz- Ober- und Chefärzte) und die flachen Hierachien (ganz im Gegenteil, wie man es von der Uniklinik der Heimatuni kannte). Beginn war meist 7 Uhr (+- je nach Einsatzort), man war meist zwischen 14 und 15 Uhr aus der Klinik raus. Es gibt zudem einen Rufdiest für OPs außerhalb der Kernarbeitszeit, der von den PJ-lern übernommen werden kann (so kann man sich extra-Geld hinzuverdienen). PJ-Unterricht fand in unserem Tertial regelmäßig statt (nahezu täglich), wenn man es sich mit den PJ-Aufgaben und den OPs einrichten konnte, konnte man die PJ-Lehrveranstaltungen von allen Fachabteilungen besuchen. Mittagessen war jeden Tag möglich und das Essen in der Katine wirklich gut.
Organisatorisch lief auch alles super, dank Frau Spieß, die sich um alle PJ-Angelegenheiten mit voller Hingabe kümmerte!
Sonstiges:
Seit dem Sommer gab es in Konstanz eine PJ-"Gehaltserhöhung", sodass man auch bei Vorlage eines Mietvertrages (für die PJ-Zeit in Konstanz) noch einen Wohnungs-Bonus bekam und man sehr gut für die Arbeit entlohnt wurde :)
Bewerbung
Bewerbung läuft über die Universität Freiburg, eigenes Portal (!)- hier UNBEDINGT die FRISTEN beachten!!
Ich habe als Externer (Nicht-Freiburger Student) anfangs keinen Platz für Konstanz bekommen, sondern nur einen für eine andere Klinik, hatte diesen dann abgesagt. Ganz kurzfristig habe ich (ca. 3-4 Wochen vor Tertialbuchungsende) den Platz bekommen, da jemand spontan abgesagt hatte. Wiederholtes nachfragen lohnt sich !- ich hatte zu Beginn mehrmals eine Absage bekommen, da kein Platz frei war.