PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Groote Schuur Hospital (8/2025 bis 10/2025)

Station(en)
F16/25
Einsatzbereiche
Station, OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich war insgesamt 4 Monate in Kapstadt für mein Chirurgie-Tertial. Davon habe ich 8 Wochen in der Allgemeinchirurgie und 8 Wochen in der plastischen Chirurgie.

Visum:
bei einem ganzen Tertial benötigt man normalerweise das Studenten-Visum. Viele bleiben auch nach Ablauf ihres Visums einfach länger im Land und werden bei Ausreise dann gesperrt. Man kann sein Touristenvisum auch verlängern lassen. Das wichtigste ist, dass man innerhalb von 30 Tagen nach Einreise den Antrag beim Visa Amt (VFS Global in Kapstadt) stellt. Würde ich jedem empfehlen, da es einfacher ist als das Studenten-Visum zu beantragen (ich habe einfach als Grund angegeben, dass meine Familie mich besuchen kommt und ich deshalb länger bleiben möchte).

Klinik:
Die Allgemeinchirurgie unterteilt sich nochmal in verschiedene Unterfachrichtungen (z.b. Acute Care, Breast and Endocrine, Vascular, Colorectal....), durch die man alle 14 Tage rotiert. Durch den ständigen Wechsel haben die Ärzte in vielen Bereichen die internationalen Studenten kaum auf dem Schirm. Das ist positiv für die Freizeit, jedoch eher negativ, wenn man wirklich etwas lernen möchte. Ich stand in den 8 Wochen 2 mal am Tisch, aber ich hätte gerne öfter assistiert, was jedoch aus verschiedenen Gründen nicht möglich war. Es wird nicht jeden Tag operiert in jeder Fachrichtung und teilweise wurden die südafrikanischen Studenten verständlicherweise etwas bevorzugt. Die Teams waren immer sehr nett und wenn man sich an die lokalen Studenten gehängt hat, bekam man auch die Teachings und Lessons mit. Das war fachlich immer richtig gut. In der Klinik habe ich meistens FFP2 maske getragen, da die Isolation von Patienten mal mehr und mal weniger geklappt hat. FFP2-Masken werden nicht gestellt und sind vor Ort auch schwer zu bekommen, deshalb mitbringen. OP-Masken gibts nur im OP.

Aufgaben:
Leider gab es oftmals echt wenig zu tun. In der Früh teilweise ein paar BE oder mal EKG schreiben. Oft konnte man danach gehen. An OP-Tagen konnte man eigentlich immer mitgehen und zuschauen. Fragen wurden immer beantwortet aber es wurden eher selten Fragen gestellt. Oft bin ich bereits gegen Mittag gegangen. War nie ein Problem.

Stadt und Freizeit:
Kapstadt ist als Stadt der Hammer. Man kann unheimlich viel unternehmen und es ist immer was los. Durch die deutsche PJ-Bubble findet man auch direkt schnell Anschluss (bei unserer Einführungsveranstaltung waren am ersten PJ Tag über 40 neue deutsche PJler). Also da muss man sich echt keine Sorgen machen. Auch die Umgebung von Kapstadt ist sehr schön und es gibt vieles zu entdecken. Viel kann man mit Uber erreichen, ansonsten hat Ulf (Ulf Car Rental) Autos für längere Zeiträume oder man holt sich für so 15-20€ pro Tag einen Mietwagen am Flughafen. Internationalen Führerschein mitbringen!

Wohnen:
Wenn man als Gruppe oder mit dem Partner kommt, lohnt es sich mal Airbnb auszuchecken. Ich habe in zwei verschiedenen Orten gewohnt (Airbnb und Freeland Lodge), aber immer so 10/15 min zu Fuß vom Krankenhaus entfernt. Das fand ich sehr angenehm, da man so nicht auf Uber angewiesen war, um zur Klinik zu kommen und auch sehr flexibel mit dem nach Hause Gehen war. Der Weg zum Krankenhaus in Observatory ist realtiv sicher, jedoch muss man natürlich wie überall in Kapstadt etwas aufpassen (lieber als Gruppe laufen). Die Freeland Lodge würde ich jedem empfehlen für den Start oder, wenn man alleine nach Kapstadt kommt. Dort sind immer Leute und die Lodge hat ein bisschen Hostel-Charakter. Egal ob Lodge oder Airbnb alles hat Vor- und Nachteile.

Flug:
bin mit KLM über Amsterdam geflogen. Wenn man als Student auf deren Webseite bucht, bekommt man ein zusätzliches kostenloses Gepäckstück.
Bewerbung
Hatte leider Pech, weil meine ursprüngliche Bewerbung verloren gegangen ist. Habe es dann spontan 5 Wochen vorher nochmal probiert bei Kelly Maneveld und das hat dann auch spontan geklappt alles. Also probiert es sonst auch spontan!
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Blut abnehmen
Botengänge (Nichtärztl.)
Braunülen legen
EKGs
Chirurgische Wundversorgung
Mitoperieren
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Gebühren in EUR
ca 700€ pro Monat

Noten

Team/Station
2
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
3
Klinik insgesamt
1
Unterricht
2
Betreuung
3
Freizeit
1
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
2

Durchschnitt 1.8