Pro:
- verhältnismäßig gutes Gehalt
- viel OP-Einplanung (wenn man das mag)
- super Team in der Unfallchirurgie
- den Umständen geschuldet ist man gezwungen zu lernen sich effektiv selbst zu organisieren und Dinge in die Hand zu nehmen
- meist mehrere Studis auf Station, was das Leid erträglicher macht
- an sich alle nett, aber maximal überlastet und ausgebrannt
- eigener SAP-Zugang, sofern man sich aktiv mehrmals drum bemüht in der IT
Con:
- man MUSS 1 Wochenenddienst und 4 Nachtdienste (16-0 Uhr) machen, bei denen erwartet wird, dass man auch tagsüber regulär da war, dh. einfach 4-mal entspannt mindestens 15h am Stück arbeiten, wird auch alles kontrolliert mittesl Unterschriftenzettel, fand ich persönlich eine Frechheit zumal man dann noch schauen darf, wie man zu dieser gottlosen Zeit völlig übermüdet wieder iwie nach Hause kommt (Öffis fahren nicht mehr, Autofahren so maximal unverantwortlich - die Klinik setzt einen hier wissentlich großer Gefahr aus); man hatte als Kompensation nur den Tag drauf "frei"
- die Stationen (v.a. die Allgemeinchirurgie) würden ohne Studenten nicht laufen, das ist schlicht und einfach Fakt. Wir haben schon große Probleme bekommen in der Zeit, wo keine Blockis da waren zur Unterstützung und wir "nur" 4 PJs waren
- Lehre Fehlanzeige. Ich habe in meinem Inneren-Tertial mehr über Chirurgie gelernt als hier; Assis haben keine Zeit oder Kraft Dinge zu zeigen oder zu erklären und die OAs müssen ihren OP-Plan durchkloppen, hier leider nur dumm dastehen und Haken halten; das Seminar 1-mal pro Woche ist einfach das gleiche wie zu Blockzeiten
- unnötiges in den OP-Abrufen, obwohl man gar keine Studis bräuchte
- größtenteils stumpfe Stationsarbeit wie BEs, VVKs, gaaaaaaanz viele Verbandswechsel v.a. in der UCh und sich ewig ziehende Visiten ohne mentalen Input, sowie Sekretär-Aufgaben wie Pat.angehörige anrufen, viele Reha-Anträge ausfüllen, ABs anlegen (auf der UCh auch selbst schreiben, ACh nicht), Untersuchungen anmelden und sich am Telefon dumm anmachen lassen müssen - was die Ärzte v.a. auf der ACh überhaupt gemacht haben in der Zeit weiß ich nicht, da wir Studis basically alles gewuppt haben. Im OP waren sie meistens nicht, weil auch hier Studis bevorzugt abgerufen wurden
- praktische Dinge werden auch auf Nachfrage nicht gezeigt, aber erwartet; wir haben uns häufig untereinander geholfen als Studis - gerade auf der ACh gilt die Devise: lass die mal machen, wird schon schief gehen - den Patienten gegenüber unverantwortlich meiner Meinung nach