PJ-Tertial Radiologie in Herzzentrum Leipzig (3/2025 bis 6/2025)

Station(en)
Röntgen, CT, MRT
Einsatzbereiche
Diagnostik
Heimatuni
Leipzig
Kommentar
Ich habe mein Wahltertial in der Radiologie im Herzzentrum absolviert. Man beginnt im Röntgen, rotiert dann ins CT und zum Schluss ins MRT. Überall ist es so, dass man selber Befunde schreibt und diese dann von einem Facharzt abgenommen werden. Man kann dann seinen Befund und den endgültigen Befund im System nebeneinander legen und sieht, was alles geändert wurde. Das ist richtig klasse, so hat man immer ein Feedback.
Am ersten Tag gibt es eine zentrale Einführungsveranstaltung für alle PJler vom Herzzentrum und Parkklinikum, dann geht man kurz in die Personalabteilung, um den PJ-Vertrag zu unterschreiben und dann ins Sekretariat der Radiologie. Die Sekretärin Frau Pache ist ein absoluter Engel, sie macht eine kurze Einführung, zeigt einem kurz das Haus und gibt einem alle wichtigen organisatorischen Infos. Man kann sich immer mit allem an sie wenden und sie kümmert sich wirklich immer.
Man fängt in der Radiologie täglich um 8 Uhr mit der Frühbesprechung an und arbeitet bis 16.30 Uhr. In der Frühbesprechung werden öfter Fälle gezeigt und als PJler wird man grundsätzlich vom Chefarzt zuerst gefragt. Ich konnte die Fragen nur selten beantworten, was aber überhaupt nicht schlimm war. Eher nach Hause geschickt wird man fast nie. Wenn man selbstständig eher geht, sagt aber auch niemand was. Zweimal wurde ich gefragt, ob ich einen Spätdienst machen kann, der begann 11.30 Uhr und wäre theoretisch bis 20 Uhr gegangen, ich konnte aber eher gehen. Ich habe mir einen Gästespint im Herzzentrum geholt und die PC-Zugangsdaten habe ich auch noch am ersten Tag erhalten. 3mal pro Woche findet PJ Unterricht (Innere, Chirurgie und Anästhesie) im Parkklinikum statt, da kann man auch als PJler des Herzzentrums teilnehmen. Ich konnte ohne Probleme wirklich immer hingehen, aber leider ist der PJ Unterricht sehr sehr oft ausgefallen. Das war sehr schade, ich hatte mir davon deutlich mehr erhofft. Ansonsten finden viele Demos statt, wo man als PJler auch immer mitgehen kann. Aktiv gefragt, ob man mit zur Demo möchte, wird man nur selten, ich wusste von Famulanten, wann wo welche Demos stattfinden und bin einfach immer selbstständig zu den Demos gegangen, die ich für mich sinnvoll fand.
Am ersten Tag war krankheitsbedingt kein Arzt im Röntgen, als ich kam, da haben mir Famulanten das System erklärt und versucht mich bisschen an Röntgen-Thorax ranzuführen. Dann sollte ich zu einem Arzt ans CT, dieser hat viel zum Kardio-CT erklärt, aber ehrlich gesagt war das am Anfang überfordernd. Am zweiten Tag hatte ich dann eine Fachärztin im Röntgen, die ich fragen konnte und hab direkt angefangen, selber Befunde zu schreiben. An den anderen Tagen in der ersten Woche war früh immer kein Arzt im Röntgen eingeteilt, da ist dann der Chefarzt früh mit bei mir geblieben und stand für meine Fragen zur Verfügung. Insgesamt war ich 4 Wochen im Röntgen und habe fast ausschließlich Röntgen-Thorax geschrieben. Ich saß oft alleine im Röntgen. Der Chefarzt findet es ganz toll, wenn man als PJler das Röntgentelefon hat, damit man auch ein bisschen Verantwortung hat, ich persönlich fand es ein bisschen unglücklich, da ich am Telefon niemandem helfen konnte und immer nur mitgeschrieben habe, um es dann einem Arzt weiterzugeben.
Nach vier Wochen bin ich dann ins CT rotiert. Die ersten beiden Tage saß ich neben einem Assistenzarzt und mir wurde wirklich jeder Schritt erklärt. Das war natürlich super viel und das konnte ich mir auch nicht alles merken, aber es war eine richtig gute Einführung ins CT. Ab dem dritten Tag hab ich dann auch hier selbstständig befundet. Ich habe mit Kopf angefangen, dann nach einer Weile Thorax und dann auch Abdomen. Irgendwann hab ich auch mal ein paar Herzen rekonstruiert und geschrieben, das war cool, mal gemacht zu haben, ich habe meinen Fokus aber nicht so sehr auf die Herzen gesetzt, da das ja schon sehr speziell ist. Ich war insgesamt 7 Wochen im CT, da ich CT am vielfältigsten fand. Ab und zu sollte ich ein paar Aufklärungen machen. Manche Ärzte haben sich wirklich für jede einzelne Aufklärung bedankt und sich im Gegenzug dann Zeit für mich genommen und was erklärt.
Dann bin ich die letzten 3 Wochen ans MRT. Hier habe ich am ersten Tag alte Befunde gelesen und ab Tag 2 Köpfe geschrieben. Ich habe bis zum Ende bis auf eine LWS auch nur Köpfe geschrieben, nichts anderes. Wenn man länger ans MRT rotiert, ist vielleicht aber auch mehr möglich.
Zusammenfassend fand ich es wirklich klasse, dass ich so viel selbstständig befunden konnte. Man kann sich auch für jeden Befund so viel Zeit nehmen wie man möchte. Das Team ist supernett und man kann immer Fragen stellen und wirklich jeder beantwortet gerne Fragen. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die Ärzte ein bisschen öfter auf mich zugekommen wären, um mir spannende Befunde zu zeigen oder einfach mal was von sich aus zu erklären. Das war leider nur selten der Fall, allerdings hätte ich wahrscheinlich auch proaktiver auf die Ärzte zugehen können.
Unterricht
4x / Woche
Inhalte
Repetitorien
Prüfungsvorbereitung
Bildgebung
Fallbesprechung
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Röntgenbesprechung
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Gehalt in EUR
419

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
2
Betreuung
2
Freizeit
2
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
2

Durchschnitt 1.53