PJ-Tertial Innere in Klinikum Ibbenbueren (11/2025 bis 3/2026)

Station(en)
Gastroenterologie, Kardiologie, Zentrale Notaufnahme, Intensivstation
Einsatzbereiche
Station, Diagnostik, Notaufnahme, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Bochum
Kommentar
Allgemeine Atmosphäre & Lehre
Das Team ist sehr kollegial, alle sind super nett und jederzeit bereit, einem etwas zu zeigen und zu erklären. Die Lehre ist insgesamt sehr gut strukturiert. Im Wechsel findet 2x pro Woche PJ-Unterricht in den Bereichen Radiologie, Innere Medizin, Chirurgie, Urologie, Neurologie und Anästhesie statt. Zusätzlich gibt es zweimal pro Woche weitere Fortbildungen im Bereich der Inneren Medizin, die ebenfalls sehr interessant und lehrreich sind.

Gastroenterologie
Im Bereich der Gastroenterologie lernt man sowohl die Stationsarbeit als auch die Endoskopie mit ihren vielseitigen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten kennen (Sonographie, ÖGD, Koloskopie, ERCP, Endosono). Besonders hervorzuheben ist, dass man als PJler unter ständiger und wirklich sehr guter Anleitung sowie Aufsicht bei ÖGDs und Koloskopien assistieren darf. Im Anschluss werden die Befunde gemeinsam besprochen, und man hat zudem die Möglichkeit an Therapiegesprächen mit den Patienten teilzunehmen oder diese – unter Supervision – auch selbst zu führen.
Man fühlt sich jederzeit gut angeleitet und erhält ein gutes Gespür für das Endoskopieren, die Sonographie sowie für die strukturierte Befundbesprechung mit Patienten.
Darüber hinaus finden donnerstags häufig eine Diabetesbesprechung statt, in der sich die Ärzte gemeinsam mit den Diabetesberatern austauschen. Auch hiervon kann man fachlich sehr profitieren. Zusätzlich besteht jederzeit die Möglichkeit, an den chefärztlichen Diabetes-Sprechstunden teilzunehmen, die ebenfalls sehr zu empfehlen und super lehrreich sind.
Zusammenfassend war es ein sehr schöner Einsatz in der Gastro. Man hat nicht nur Einblicke in und Assistenz bei endoskopischen Verfahren erhalten, sondern auch von der selbstständigen Patientenbetreuung unter Supervision sehr profitiert. Das Arbeitsklima war auch jederzeit wirklich toll!

Kardiologie
In der Kardiologie bekommt man ebenfalls einen umfassenden Einblick in den Stationsalltag sowie in die Funktionsabteilung (TEE/TTE) und das Herzkatheterlabor. Es ist überhaupt kein Problem, selbstständig ein Echo durchzuführen. Die Kollegen sind sehr engagiert, besprechen die Befunde direkt während der Untersuchung mit einem und geben hilfreiche Tipps, wie man sich das Herz noch besser darstellen kann. Zudem ist es eigentlich jederzeit möglich, steril mit an den Tisch im HKL zu treten.
Das Spektrum ist auch in diesem Fachgebiet sehr groß und vielseitig. Alle geben sich immer sehr viel Mühe einem interessante und spannenden Fälle zu zeigen. Auf Station ist es ebenfalls möglich und auch gewünscht eigene Patienten unter Supervision zu betreuen. Das ist wirklich super hilfreich im Hinblick auf das M3, da man die Patienten sowohl in der Frühbesprechung mit dem Chef und den Kollegen vorstellt, als auch einen Diagnostik- und Therapieplan gemeinsam mit den Oberärzten erstellt. Wirklich eine super Vorbereitung und eine ganz tolle Arbeitsatmosphäre!

Intensivstation
Die Zeit auf der Intensivstation war ebenfalls ein absolutes Highlight des Tertials. Man darf unter sehr guter Anleitung zentrale Venenkatheter und Shaldon-Katheter, sowie arterielle Zugänge legen oder auch Punktionen und Bronchoskopien durchführen. Man lernt für das spätere Berufsleben so viele wertvolle praktische Skills unter hervorragender Anleitung!!
Zudem darf man eigene Patienten unter Anleitung betreuen und gewinnt wertvolle Einblicke in das Management von kritisch kranken Patienten. Zudem lernt man viel über gängige intensivmedizinische Maßnahmen als auch den Umgang mit Katecholaminen und Beatmungen.
Man wird sehr gut in das Team eingebunden und fühlt sich, ebenso wie in den anderen Abteilungen, als vollwertiges Teammitglied.

Eigenständiges Arbeiten
Für Übungszwecke ist es besonders hilfreich, eigenständig Patienten zu übernehmen – sowohl in der Gastroenterologie, Kardiologie als auch auf der Intensivstation. Die Fälle werden gemeinsam mit Assistenzärzten, Oberärzten und auch im Rahmen der Chefarztvisiten besprochen. Alle nehmen sich gerne Zeit und erklären sehr viel.
Auch in der ZNA ist es möglich, eigenständig Patienten zu betreuen, sie zu untersuchen, diagnostische Maßnahmen anzuordnen bzw. durchzuführen und Therapien einzuleiten.

Prüfungssimulation
Ein besonderes Highlight gegen Ende des Tertials war eine Prüfungssimulation in den Fächern Innere Medizin und Chirurgie mit den jeweiligen Chefärzten der Kliniken. Hierbei wurden typische Fallbeispiele anhand realitätsnaher Patientenszenarien präsentiert. Jeder von uns erhielt häufige, prüfungsrelevante Krankheitsbilder, die wir strukturiert so durchgegangen sind, wie es auch im M3 von den Prüfern erwartet wird.
Diese Simulation war sowohl fachlich, als auch methodisch super hilfreich. Es wurde genau darauf eingegangen, wie man klinisch denkt und Untersuchungen korrekt demonstriert. Insgesamt war das ein wirklich sehr engagiertes und wertschätzendes Angebot seitens der Chefärzte, das uns optimal auf das M3 vorbereitet hat und keineswegs selbstverständlich ist!!

Fazit
Das Tertial Innere Medizin in Ibbenbüren kann ich jedem Studenten nur empfehlen!!
Alle sind super nett, das Engagement von Chefärzten, Oberärzten und Assistenzärzten ist hervorragend, die Lehre ist sehr gut und man darf viele ärztliche Aufgaben selbstständig oder unter sehr guter Anleitung durchführen. Man lernt so viele praktische Fähigkeiten, von denen man als Berufsanfänger nur profitieren kann. Man fühlt sich gut auf das M3 und auch auf den Berufsstart vorbereitet. Ich würde mein Tertial immer wieder in Ibbenbüren absolvieren. Die Erfahrungen, die ich in Ibbenbüren als PJler machen durfte, waren einfach Gold wert.
Bewerbung
über das PJ Portal
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
EKG
Prüfungsvorbereitung
Sonst. Fortbildung
Bildgebung
Fallbesprechung
Repetitorien
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Röntgenbesprechung
Blut abnehmen
Eigene Patienten betreuen
Patienten untersuchen
EKGs
Notaufnahme
Untersuchungen anmelden
Braunülen legen
Patienten aufnehmen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
22,50/Tag

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1