PJ-Tertial Anästhesiologie in Dietrich Bonhoeffer Klinikum Neubrandenburg (11/2025 bis 3/2026)

Station(en)
OP
Einsatzbereiche
Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Station, Diagnostik, OP
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich habe einen Bericht an meinem letzten Tag schon geschrieben und abgegeben aber irgendwie taucht es auf der Webseite nicht auf, auch nachdem ich ein email an die Leute geschickt habe. Deshalb hier nochmal eine Bewertung:

Macht das Anästhesie Tertial unbedingt hier!

Am ersteg Tag bekommt ihr euren Schlüssel, den Vertrag und eine Vorstellung bei der Sekretärin.
Ihr bekommt ein Zimmer in einer 3erWG, alles verfügbar, meins war 5 Munuten zu Fuß vom Klinikum entfernt. Man konnte sogar das Klinikum vom Balkon im Wohnzimmer sehen.
Die Chefsekretärin der Klinik ist mega nett, lieb und hilfsbereit. Sie war auch immer persönlich, per Email und telefonisch kontaktierbar. Wenn ihr freie Tage haben wollt, dann einfach anrufen und Bescheid sagen. Das geht alles problemlos. Der Chef ist diesbezügich sehr großzügig und will dass wir alles mitnehmen, was wir mitnehmen können und trotzdem gleichzeitig genug Zeit haben, die Familie zu besuchen oder etwas Freizeit zu genießen. Von der Sekretärin bekommt ihr auch wöchentliche Emails als Erinnerung für die Weiterbildung. Mittwochs gibt es immer um 06:30 Uhr eine Weiterbildung. Am letzten Mittwoch des Monats gibt es dazu noch eine größere Weiterbildung.

Am ersten Tag geht es sofort in den Saal. Es gibt insgesamt 12 Säle + MKG, Endourologie, MRT, EKT und Kreissaal. Hier findet fast alles außer Kardiochirurgie. Der Tag beginnt um 07:15 Uhr mit der Frühbesprechung und endet um 15 Uhr mit der Nachmittagsbesprechung, danach geht ihr nach Hause.
Das Team ist mega nett und ´´multikulti´´. Alle (außer einer Person) sind sehr freundlich, erklären gerne und lassen euch vieles selbsständig machen. Ihr bekommt nie einem neuen Arzt zugeteilt sondern immer erfahrenen Assistenzärten, Fachärzten oder Oberärzten. Alles geht wirklich nach dem Motto ´´ alles kann, nichts muss´´ ihr könnt, je nach wie motiviert ihr seid, vom ersten Tag alles von Flexülen/Arterie legen bis zur Maskenbeatmung und Intubation. Ich habe in meiner Zeit sehr viel machen dürfen/können. Über 100mal intubiert, 15-20 RSIs, über 20 Arterien, ein paar ZVKs und SPA, zig LAMAs, 5 EKV und eine chirurgische Throaxdrainage. Ich hätte eine dilitative Trachetomie machen dürfen, leider war es an einem Tag, wo ich wegen eines Termins nicht in Neubrandenburg war, Schade!! Also es war auf jeden Fall ein sehr lehrreiches Tertial und sehr viele Skills geübt.

Ich habe sehr sehr selten ´´Nein´´ als Antwort auf eine Frage bekommen, ihr dürft wirklich ganz viel machen. Es ist stark abhängig von den ärzten, mit denen ihr seid, wie viel von euch so erwartet wird. Manche ärzte freuen sich sehr, wenn ihr die Basics wisst und manche erwarten eher mehr spezifischeres Wissen und mehr selbsständiges Arbeiten. Aber mit keinem werdet ihr Probleme haben. Ich habe mich mit einigen sogar gut befreundet und durfte öfter mit ihnen im Saal sein. Mit Manchen verging die Zeit sehr schnell und gab es keine Langeweile. Man darf nicht unterschätzen, dass man 8 Stunden lang mit einer Person im Saal sitzt. Wenn man mit dieser Person gut klarkommt, wird die Zeit auch schön sein, wenn nicht, wird es etwas schwierig, deshalb war ich sehr dankbar, dass ich nette coole Leute hatte, mit denen ich bei komplikationslosen Eingriffen gut in Ruhe unterhalten konnte und von denen ich viel lernen konnte. Mein Notizbuch hatte am Ende zig leere Seiten weniger 😊
Ich weiß nicht, ob ich die Namen der Leute erwähnen könnte. Hoffentlich kriege ich keinen ärger, ich bin allen wirklich sehr sehr dankbar, ich habe von allen was gelernt. Ich möchte aber ein paar Leute besonders bedanken: Klages, Nagel, Szürti, Bereczki, Craciun, Fazekas, Fielmuth, Gomes, öze. Ich hoffe, ich habe keinen vergessen 😊
Mit der Pflege kam ich größtenteils klar, die meisten sind sehr freundlich, hilfsbereit und erklären auch viel. Besonders möchte ich Maddy und Thomas bedanken.
Auf der ITS war ich ein Monat, normalerweise gehen PJler nur eine Woche auf ITS, da ich aber internistische Intensivmedizin machen will, wollte ich länger da rotieren. Hier ist es ganz anders, der Tag beginnt nach der Frübesprechung mit der übergabe/Visite bis 14 Uhr zur nächsten übergabe, danach kann man als PJler nach Hause gehen. Hier kann man manchmal aber leider selten selbsständig arbeiten. Alle sind nett und man darf bei allen viel machen und lernt auch sehr viel. Aber im Vergleich zum Saal lernt man nicht so viel. Manchmal durfte ich meine eingenen patienten betreuen, eigene Therapien ansetzen und Patienten selbst bei der übergabe vorstellen. Aber das ist vom zugeteilten Arzt abhängig. Die ITS-ärzte sind auch die, die das Notfalltelefeon bedienen, deshalb durfre ich mit in den Schockraum und HKL bei Notfällen.
Der Chef ist sehr sehr belesen und erfahren. Er hat natürlich sehr viel Fachwissen und ist gar nicht arrogant. Man sieht ihn fast jeden Tag, er guckt sich im Saal auch immer rum und ist bei der Frühbesprechung fast täglich da. Wenn man von ihm lernen kann, hat man das Lotto gewonnen. ´´ weniger ist mehr´´ ´´Der Teufel schläft nicht´´
Insgesamt kann ich das Tertial wirklich nur weiterempfehlen! Ihr werdet hier das vielfache machen können, im Vergleich zu dem, was ihr am Uniklinikum machen könnt. Hätte ich nochmal die Wahl gehabt, würde ich mein Tertial jedes Mal 10/10 wieder hier machen. Ich würde lieber 2 Tertiale hier machen als Chirurgie woanders. Ich dachte, am Ende des Tertial werde ich froh sein, dass es ´´endlich durch´´ ist. Ich hätte mir nie vorgestellt, dass ich eher mit Tränen in den Augen rauskomme. Ich hoffe, ich habe jemandem mit meinem Beitrag geholfen. Wenn Ihr Fragen habt, gerne schreiben. Viel Erfolg! Viel Spaß!
Bewerbung
PJ Portal
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Repetitorien
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Eigene Patienten betreuen
Untersuchungen anmelden
Braunülen legen
EKGs
Briefe schreiben
Blut abnehmen
Patienten aufnehmen
Punktionen
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Unterkunft gestellt
Gehalt in EUR
450
Gebühren in EUR
-

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1