PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Klinikum Doebeln (11/2025 bis 1/2026)

Station(en)
Allgemeinchirurgie, Viszeralchirurgie
Einsatzbereiche
Diagnostik, Station, OP, Notaufnahme
Heimatuni
Leipzig
Kommentar
Wir haben acht Wochen unseres Chirurgie-Tertials am Klinikum Döbeln verbracht. Nach der Einschreibung über das PJ-Portal verlief die weitere Organisation unkompliziert über Frau Schönbörner aus dem Sekretariat Chirurgie. Das Klinikum Döbeln stellt für PJ-Studierende kostenlos Zimmer zur Verfügung. Die Schlüsselübergabe verlief problemlos über die Notaufnahme, sodass wir die Zimmer am Vorabend des PJ-Starts beziehen konnten. Die Zimmer sind einfach möbliert und in einem renovierten Zustand. Eine kleine Teeküche (mit Mikrowelle und Wasserkocher, aber ohne Herd) steht zur gemeinsamen Nutzung mit dem Reinigungspersonal und den Diensthabenden Ärzt*innen zur Verfügung. Es gibt ein Gemeinschaftsbad mit Dusche. Die Zimmer befinden sich im Dachgeschoss des Klinikums, sodass der Arbeitsweg genau zwei Stockwerke umfasst, was gerade im Winter von großem Vorteil war. Am Klinikum Döbeln gibt es die Viszeralchirurgie, Gefäßchirurgie und Unfall- und Orthopädie als mögliche PJ-Rotationen. Ein Wechsel in eine jeweils andere chirurgische Fachrichtung ist aber jederzeit möglich. Zudem operieren Belegärzt*innen aus des Fachbereichen Gynäkologie, Urologie, Hand- und Fußchirurgie. Hier ist man im OP auch immer gern willkommen. Wir haben uns für unsere 8 Wochen auf die Viszeral- und Gefäßchirurgie aufgeteilt. Jedoch war die Aufteilung im OP für uns PJ-Studierende nicht so streng, sodass man von allen Abteilungen etwas gesehen hat.
Der Tag beginnt mit einer kurzen Frühbesprechung um 06:55 Uhr der gesamten chirurgischen Abteilungen in denen die Neuaufnahmen aus der Notaufnahme kurz vorgestellt werden und deren Bildgebung besprochen wird. Danach finden die Morgenvisiten auf den jeweiligen Stationen statt. Chirurgie-typisch werden diese eher kurz gehalten. Meißtens ist man schon nach 20 min fertig. Danach werden die Arztbriefe für die Entlassungen des Tages fertiggestellt. Hier freuen sich die Stations- und Assistenzärzt*innen über Unterstützung. Wir haben in unseren acht Wochen viele Arztbriefe geschrieben. Bei Fragen konnte man sich auch an die Oberärzt*innen der Station wenden, was für den Lernerfolg gut war. Blutentnahmen werden grundsätzlich von den Schwestern gemacht, diese freuen sich aber über Unterstützung, gerade wenn viele Blutentnahmen anstehen. Flexülen legen hingegen ist ärztliche Aufgabe und kann von den PJ-Studierenden übernommen werden. Wobei hier zu sagen ist, dass die meisten Flexülen auf der Gefäßchirurgie anfallen. Hier aber auch nur 1 bis 2 Flexülen am Tag. Man wird beinahe täglich fest in den OP-Plan eingetragen und man ist dort 1. oder 2. Assistenz. In (laparoskopischen) OPs durften wir die Kameraführung übernehmen und auch vereinzelt Nähen und Knüpfen. Dies hätten wir rückblickend gerne weiter ausgebaut nur war hier wie üblich in der Chirurgie nicht ausreichend Zeit da. Operiert wurde immer mit den Oberärzt*innen und häufig mit dem Chefarzt der Viszeralchirurgie Prof. Uhlmann. Die Stimmung war hier immer sehr locker witzig. Während den Operationen wurde auch viel erklärt und gelegentlich abgefragt. Dies empfanden wir als lehrreich. Wenn man mal eine Antwort nicht wusste, war das überhaupt nicht schlimm. Auch der Umgang mit dem restlichen OP-Team war, wenn man sich zu Beginn des PJs freundlich vorgestellt hat, auch immer sehr nett und unkompliziert. Am Nachmittag erfolgt mit denen die zu diesem Zeitpunkt nicht noch im OP stehen eine kurze Kurvenvisite. Um 15 Uhr erfolgt nochmal eine kurze Abschlussbesprechung im versammelten Team. Danach kann man in den allermeisten Fällen pünktlich gehen.
Einmal wöchentlich findet eine PJ-Fortbildung mit Themen aus allen Fachbereichen statt. Wenn man mal ausnahmsweise früher gehen musste oder am Wochenende oder an Feiertagen Dienste in der Notaufnahme mitmachen wollte, und sich stattdessen einen anderen Tag freinehmen wollte, war das überhaupt kein Problem. Generell wurden Fehltage, insbesondere über die Weihnachtszeit, eher kulant geregelt.
Es gibt einige Ärzt*innen am Klinikum, die täglich mit dem Auto zwischen Leipzig und Döbeln pendeln. Diese haben uns immer gern mitgenommen, wenn Bedarf bestand.
Es gibt kostenloses Mittagessen in der Cafeteria (kaum vegane Optionen).
Ausnahmslos alle Ärzt*innen mit denen wir Kontakt hatten, waren ausgesprochen nett und haben sich die Zeit genommen Fragen zu beantworten. Die Stimmung war immer ausgelassen und kollegial. Seit dem ersten Tag wurden wir herzlich vom gesamten Team in Empfang genommen und haben uns von Anfang an ins Team integriert und wertgeschätzt gefühlt. Hier merkt man, dass es von Vorteil ist, an einem kleinen Haus PJ zu machen, weil es weniger anonym ist.
Man erhält 600€ monatlich und zu Beginn einen Büchergutschein von der lokalen Buchhandlung im Wert von 160€.
Abschließend können wir ein PJ-Tertial in der Chirurgie am Klinikum Döbeln nur wärmstens weiterempfehlen und waren schlussendlich traurig nur ein halbes und nicht ein ganzes Tertial dort verbracht zu haben. Allerdings hat Döbeln als Stadt im Winter nicht all zu viel zu bieten, deswegen waren wir froh zu zweit unser PJ dort belegt zu haben.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Mitoperieren
Eigene Patienten betreuen
Blut abnehmen
Braunülen legen
Notaufnahme
Untersuchungen anmelden
Patienten aufnehmen
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Unterkunft gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
600

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.07