PJ-Tertial Innere in Krankenhaus Barmherzige Brueder (11/2025 bis 3/2026)

Station(en)
Innere/ Geriatrie
Einsatzbereiche
Notaufnahme, Station, Diagnostik
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Zuallererst ist anzumerken, dass man bei der Buchung des Tertials als Wunschoption Geriatrie angeben kann - macht das unbedingt! Die Bewertung meinerseits bezieht sich hauptsächlich auf die "normale" Innere, die Geriatrie bildet hiervon allerdings eine deutliche Ausnahme, da es sich schon fast wie Erholung angefühlt hat, dort einen Teil des Tertials leisten zu dürfen.
Auf den normalen internistischen Stationen (Kardio und Gastro) besteht der Arbeitsalltag des PJlers leider hauptsächlich aus BEs und Viggos legen. Das kann je nach Belegung der Station schon auch gerne mal bis nachmittags dauern. Je nachdem wie viele PJler auf Station eingesetzt waren, haben wir zum Teil von den Ärzt*innen die dringlichsten BEs genannt bekommen, diese dann zuerst abgenommen und konnten anschließend zumindest einen Teil der Visite mitverfolgen. Eigentlich wäre es so angedacht, dass man als PJler eigene Patienten übernimmt. "Eigentlich" deshalb, weil es so gut wie nicht möglich ist bzw. auch nie klar kommuniziert wird, was genau eigene Aufgaben denn bedeutet. Oftmals durfte man dann von externen Ärzten Vorbefunde anfordern, was natürlich iwie dazu gehört, aber meines Erachtens nach nicht Sinn und Zweck eines PJs ist. Der Arbeitsalltag erlaubt es so gut wie nicht, sich ausführlich genug mit den Patienten auseinanderzusetzen und z.B. Untersuchungen etc anzumelden, weil das meist schon erledigt ist, eh man selbst mit den Laboren und Viggos fertig ist. Manche Ärzt*innen nehmen sich zwar schon kurz die Zeit, z.B. Medikationspläne oder Neuanordnungen mit einem durchzugehen, aber auch eher nur kurz leider. Die Ärzt*innen sind zwar alle durchweg total nett und wären eigentlich sehr bemüht um Lehre, allerdings bleibt ihnen selbst durch den enormen Arbeitsaufwand kaum die Zeit dafür. Nachmittags finden immer Oberarzt-Kurvenvisiten statt, das kann sich schon mal etwas länger ziehen, ist mitunter aber lehrreich.
Außerdem ist es vorgesehen, dass jeder PJler 1 Woche in der Funktion eingeteilt ist (Sono, Endo, Echo, Herzkatheter, Ernährungszentrum), was echt ganz interessant ist.
Mein persönliches Highlight waren die 2 Wochen in der Notaufnahme. Dort beginnt man meist allein bei den neuen Patienten mit Anamnese und Untersuchung, bespricht das dann mit den Ärzten und kann dann (in Zusammenarbeit mit den Ärzten natürlich) selbst die nächsten Schritte anordnen (Untersuchungen, Laborwerte etc.). In diesen 2 Wochen habe ich glaub ich mehr über Innere gelernt als in den restlichen Wochen auf Station zusammen...
Allgemein ist noch zu sagen, dass einzelne Krankheitstage entspannt gesehen (oder eben nicht gesehen ;)) werden und dass es theoretisch immer möglich ist, wenn man mal früher gehen muss.

Noch ein kurzer Teil zur Geriatrie: ich war zum Schluss für ein paar Wochen dort und es war wirklich die beste Zeit! Es ist ein relativ kleines Team (2 Assistenzärzte, ein Oberarzt, eine Chefärztin) und alle sind total bemüht um Lehre. Als Student ist man hier zuständig für die Aufnahmen (ausführliche geriatrische Anamnese + Untersuchung) und für die wöchentlichen geriatrischen Scores (Delirscreening, Frailty, etc.). Auch hier gibt es morgens natürlich einige BEs, aber es hält sich total in Grenzen, sodass man IMMER auf Visite mitgehen kann, um was zu lernen. Man wird richtig schön ins Team integriert und wertgeschätzt. Also absolute Empfehlung, Geriatrie als Wunschoption mitanzugeben!

Pro:
- Geriatrie unbedingt als Wunsch angeben :)
- Ärzt*innen alle total lieb und nett
- 1x/Woche PJ-Unterricht
- Notaufnahme sehr lehrreich
- immer möglich, früher zu gehen, wenn mans braucht
- Mittagessen gratis und echt gut
- eigener Spind und Kleidung gestellt (traurig, dass sowas nicht normal ist)

Con:
- kein Gehalt
- kein Studientag
- viele Blutentnahmen und Viggos...
- auf Station (v.a. E2) wenig Zeit für Lehre
Bewerbung
PJ Portal
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
EKG
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Patienten aufnehmen
Notaufnahme
Braunülen legen
Eigene Patienten betreuen
Briefe schreiben
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt

Noten

Team/Station
2
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
3
Klinik insgesamt
2
Unterricht
2
Betreuung
2
Freizeit
1
Station / Einrichtung
4
Gesamtnote
2

Durchschnitt 2.13