PJ-Tertial Neurologie in Charite Campus Virchow (12/2025 bis 4/2026)

Station(en)
Allgemeine Neurologie, Neuro Palliative Care, Notaufnahme
Einsatzbereiche
Notaufnahme, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Station
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Zusammenfassend mein bestes Tertial im PJ. Hier gibt es Wertschätzung, Lehre und Kompetenz von allen Seiten.

Allgemeiner Ablauf/Organisatorisches:
Es gibt 4 Stationen, auf die wir PJler:innen uns vor Beginn des Tertials selbstständig aufteilen sollten. Allgemeine Neuro, Degenerative Neuro, Neuropalli und die Stroke. Vorgesehen ist, dass man 2 Stationen durchläuft, also etwa in der Mitte der Zeit durchwechselt und 2 Wochen in der Rettungsstelle verbringt. Man erhält direkt an Tag 1 von der Sekretärin Computer-Zugänge, Schlüssel und Kleidung, das war top. (Leider gibt es nur Hose und Kittel und keinen Kasack o.ä., sodass man Privatkleidung unter dem Kittel tragen muss…)

Start ist um 8:00 Uhr. Morgens trifft man sich mit allen PJs und erledigt 2-3 Blutentnahmen oder Flexülen für die Stationen, das war immer schnell erledigt. 3x/Woche gibt es morgens eine Röntgenbesprechung und am Donnerstag eine Fortbildung für die ganze Abteilung, teilweise auch interdisziplinär. Zusätzlich gibt es 1x/Woche PJ-Unterricht, welcher zuverlässig stattfindet und in meiner Zeit kein einziges Mal ausgefallen ist. Es gab seitens der Charite kein Gehalt, aber 7€ Essensmarken. Man hat einmal pro Woche die Möglichkeit einen Studientag zu nehmen, man konnte die Studientage auch sammeln und am Ende nehmen.

Das gesamte Team war ultra nett, Assistenzärzt:innen sowieso, aber auch die Oberärzt:innen und der Chef. Ich fand es super schön, dass es kein unangenehmes Hierarchiedenken gab, sondern einfach ein respektvoller Umgang herrschte, auch mit der Pflege.
Ich war zuerst auf der 7a, der allgemeinen Neurologie. Dort war eine super Stimmung, selbst wenn es mal stressig wurde. Ich konnte jederzeit alles fragen und mir wurde viel erklärt. Man konnte „eigene“ Patienten aufnehmen, viele viele neurologische Untersuchungen machen, Arztbriefe schreiben und die Patient:innen in der Oberarztvisite vorstellen/besprechen. Außerdem durfte man viele Lumbalpunktionen machen, das war ziemlich cool. Die Oberarztvisiten waren meist gleichzeitig Lehrvisiten und haben einen auch gut weitergebracht. Dadurch, dass man so gut eingebunden wurde, hat man natürlich fachlich-neurologisch viel gelernt, aber auch wie man auf Station arbeitet.
Auf der Palli war ich nur sehr kurz, da das mein 3. Tertial war und ich alle Urlaubstage am Schluss genommen habe. Ich habe trotzdem einiges gelernt, was die Palliativversorgung angeht und fand besonders den Austausch mit der Psychologin und der Pflege richtig gut.

Die Zeit in der Rettungsstelle war fürs M3 nochmal echt hilfreich, weil man gelernt hat, differentialdiagnostisch zu denken und die Patienten noch nicht so „vorsortiert“ waren wie auf Station. Wenn mal nichts los war in der Rettungsstelle, haben die Ärzt:innen Konsile im ganzen Haus gemacht, wo man mitgehen konnte, das war auch mal ein cooler Einblick.
Ich kann das Tertial also jedem nur ans Herz legen!
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Patientenvorstellung
Fallbesprechung
Prüfungsvorbereitung
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Untersuchungen anmelden
Eigene Patienten betreuen
Patienten aufnehmen
Briefe schreiben
Notaufnahme
Braunülen legen
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Röntgenbesprechung
Poliklinik
Punktionen
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Essen frei / billiger

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
2
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.07