PJ-Tertial Neurologie in Universitaetsklinikum Muenster (11/2024 bis 3/2025)

Station(en)
Normalstation, Notaufnahme, Epilepsie-Station, Stroke-Unit, Funktionsdiagnostik
Einsatzbereiche
Notaufnahme, Diagnostik, Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Muenster
Kommentar
Einführungswoche UKM
Wenn man das offiziell erste Tertial des PJs am UKM absolviert, gibt es zunächst eine allgemeine 4-tägige Einführungswoche für alle. Diese beinhaltet neben Organisatorischem eine gebündelte Vorbereitung aufs PJ mit EKG-Kurs, Sono-Kurs, Naht-Kurs/Wundversorgung und vielen weiteren Workshops. Mir hat die Einführungswoche wirklich gut gefallen! Man konnte sein Wissen sehr gut auffrischen, hatte viel Raum zum Fragen stellen und hat sich auch auf einige praktische Dinge (z.B. Umgang mit Perfusoren) besser vorbereitet gefühlt.

Allgemeines
Ich kann das UKM für das Neuro-PJ nur empfehlen und es war mit Abstand mein bestes Tertial! Insgesamt waren wir über das Tertial verteilt meistens um die 3-4 PJler in der Neurologie und haben unsere Rotationen selbstständig und untereinander aufgeteilt. Da das Haus wirklich groß ist, war das überhaupt kein Problem. Ich war 4 Wochen auf Normalstation, 5 Wochen in der Notaufnahme, 1 Woche auf der Epilepsie-Station, 1 Woche auf der Stroke-Unit und 1 Woche in der Funktionsdiagnostik. Man beginnt i.d.R. Auf Normalstation und wird am ersten Tag in der Frühbesprechung vorgestellt und bekommt sogar das Neurologie compact Buch geschenkt. Das gesamte Team ist wirklich super nett und man ist sogar mit den allermeisten Oberärzten per Du. Vorab bekommt man alle notwenigen Zugänge und kann somit auch schon direkt ab dem ersten Tag selbstständig am PC arbeiten. Für diejenigen, die sich nicht mit Orbis auskennen gibt es zudem eine Orbis-Schulung in der Einführungswoche. Was mir insgesamt mit Abstand am besten Gefallen hat war, dass man wirklich das PJ-Tertial zum Lernen nutzen konnte. Es hat sich wirklich angefühlt, dass man in der Neurologie „ausgebildet“ wird und es wurde auch von AÄ und OÄ Wert darauf legt, dass man viel für sich mitnimmt. Hinzu kommt, dass man als PJler keine nervigen festen Aufgaben wie BEs etc. Hat und ich musste keinerlei Botengänge o.Ä. Übernehmen. Auch was die Anwesenheitstage anbelangt waren alle super nett und es war überhaupt kein Problem, wenn man mal krank war, nicht konnte oder früher gehen wollte.

Normalstation
Der Tag beginnt um 8 Uhr mit der Früh- und anschließend Röntgenbesprechung. Auf Station werden dann die Patienten unter den AÄ zugeteilt und man selbst sucht sich Jemanden aus mit dem man mitlaufen möchte. Zuerst findet meistens die Visite statt, später im Tagesverlauf kommen die OÄ immer zu unterschiedlichen Zeiten zur Visite vorbei. Man selbst macht dann meistens Visitendokumentation und Kurvenvisite. Ich habe im Verlauf auch selbst eigene Patienten betreut und für diese Patienten dann auch fast alle Aufgaben selber übernommen, sei es Visiten-/Entlassgespräch, Arztbrief, Dokumentation und Rücksprache mit dem OA. Außerdem darf man super viel Lumbalpunktionen machen und wird dafür sogar extra von den Assistenzärzten angerufen. Zwischen 12 und 13 Uhr geht man dann Mittagessen und übernimmt danach noch alle Aufgaben die anfallen. Das ist aber alles freiwillig, die AÄ sind wirklich total lieb und es ist einem freigestellt, ob man noch bleiben möchte oder den Nachmittag anders verbringt.

Notaufnahme
Der Tag in der Notaufnahme beginnt im Frühdienst um 7:30 Uhr, im Spätdienst um 13:30 Uhr. Die Zeit in der Notaufnahme war für mich mit Abstand am coolsten und lehrreichsten! Es gibt zwei getrennte ZNAs im UKM, eine chirurgische in dem Chirurgie-Gebäude und eine internistisch-geführte im Hauptgebäude, wo aber auch immer fest zwei Neurologen sitzen. Morgens findet erst einmal Übergabe und eine kurze Frühbesprechung statt. Je nach Assitenzarzt spricht man sich ab, ob man sich die Patienten zunächst alleine anschaut und dann nochmal gemeinsam mit dem Assitenten hingeht oder ob man direkt gemeinsam zum Patienten geht und man selbst aber die Gesprächsführung übernimmt. Insgesamt lernt man super eigenständig zu arbeiten und differenzialdiagnostisch zu Denken und darf auch Schockräume mitmachen.

Epilepsie-Station
Die Epilepsie-Station kann ich auch sehr empfehlen, ist aber auch speziell. Es gibt 6 Betten mit jeweils Video-EEG-Überwachung. Man nimmt morgens zunächst an der allgemeinen Früh- und Röntgenbesprechung um 8 Uhr teil. Anschließend gibt es noch eine Besprechung mit den MTAs und der Pflege auf der Station und Visite. Viel selber machen kann man dort nicht außer Arztbriefe schreiben und Lumbalpunktionen, dafür lernt man allgemein viel über epileptische Krankheitsbilder.

Stroke Unit
Auf der Stroke fängt man um 7 Uhr an und kann entscheiden, ob man mit dem Stroke-Dienst mitgeht oder auf Station bleibt. Es gibt also zwei Assistenzärzte, einer behandelt die akuten Schlaganfälle, der andere macht die Stationsarbeit. Ich bin meistens mit in die ZNA gegangen, weil ich das spannender fand, als Visite auf Station mitzumachen. Ich durfte hier wirklich viel selber machen z.B. eine Arterie legen und Liquor aus einem EVD abnehmen oder mit die Lyse vorbereiten.

Funktionsdiagnostik
In der Funktionsdiagnostik fängt man meisten zwischen 8 und 8:30 Uhr an und es ist sehr entspannt. Man kann verschiedene Sprechstunden wie neuromuskuläre oder Parkinson-Sprechstunde mitmachen oder sich mit ins EEG/EMG setzen. Hier ist es aber deutlich mehr Zuschauen, als selber machen und man kann meistens schon nach dem Mittagessen um 14 Uhr heim gehen.

PJ-Unterricht
Es gab einen festen Plan, wer von den OÄ PJ-Unterricht hat. Dieser hat wirklich regelmäßig fast jede Woche stattgefunden und ist selten ausgefallen. Meistens hat man im Plan nachgeschaut wer für den Unterricht zuständig ist und eine kurze Mail geschrieben. Der PJ-Unterricht war wirklich gut und sehr unterschiedlich bspw. Über neueste medikamentöse Therapieformen bei MS, als auch EEG verstehen oder epileptische Anfälle mithilfe von Videos klassifizieren üben. Manchmal haben wir uns auch Patienten mit in der Muskelsprechstunde angeguckt oder transkranielles Dopplern unter oberärztlicher Anleitung geübt. Außerdem gab es auch einen Doppler-Kurs für die AÄ, an dem man aber als PJler auch immer teilnehmen durfte.
Bewerbung
PJ-Portal
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung
EKG
Prüfungsvorbereitung
Bildgebung
Sonst. Fortbildung
Nahtkurs
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Patienten aufnehmen
Poliklinik
Punktionen
Röntgenbesprechung
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Eigene Patienten betreuen
Untersuchungen anmelden
Notaufnahme
EKGs
Chirurgische Wundversorgung
Braunülen legen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Essen frei / billiger
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
22,50€/Anwesenheitstag, 7€ Essensgeld

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.07