Ich habe mein drittes Tertial Chirurgie am UKM gemacht, bewerte aber ACH und UCH einzeln, da es dort schon große Unterschiede, besonders die Lehre betreffend, gab. Ich habe mir am Ende des Tertials 20 Tage freigenommen, war also je 6 Wochen zuerst auf der UCH und dann auf der ACH, dies ist zur ACH:
Da ich mein letztes Tertial in der Chirurgie gemacht habe und um ehrlich zu sein auch ein paar Vorurteile hatte, bin ich eher mit der Hoffnung daran gegangen das Ganze einfach entspannt abschließen zu können und dachte auch, dass besonders die ACH mich wahrscheinlich weniger interessieren würde. Im Nachhinein kann ich jetzt sagen, dass ich wirklich die lehrreichste Zeit meines gesamten PJs in der ACH am UKM hatte und jedem, der die Möglichkeit dazu hat empfehlen würde sein Tertial dort, besonders auch auf der ipUK zu machen.
Ich bin gestartet mit meiner Rotation in der ACH direkt mit 4 Wochen auf der ipUK, dort sind je zwei PjlerInnen und zwei Pflege-Azibis in Tandems aufgeteilt und betreuen je 2-3 Patienten. Bei uns war auch noch eine Pharmazie Studentin im PJ dabei, das war echt toll sich da so austauschen zu können.
Der Tag auf der ipUK beginnt damit, dass man sich erstmal einen Überblick über seine Patienten verschafft, dann kommen ab 7:15 Uhr die jeweiligen Teams zur Visite. Die Visite soll idealerweise als Gespräch zwischen PJ, Pflege-Azubi und Patient stattfinden, die ÄrztInnen der Teams kommentieren nur, wenn man etwas vergisst oder noch weitere Fragen bestehen die man selbst nicht beantworten kann. Man bespricht gemeinsam mit den Pat. das weitere Prozedere und was für den speziellen Tag ansteht und geplant ist, dort enstehen dann auch schon die meisten To-Dos die man dann den Tag über nach der Frühbesprechung um 8 Uhr abarbeitet. Ich habe meistens morgens um 6:30 begonnen, theoretisch könnte man auch erst gegen 7 kommen, das war mir aber zu knapp um die Visite vorbereiten zu können. Nachmittags ist dann um 15 Uhr die Röntgen-Demo, ich bin meistens zwischen 16 und 17 Uhr während meiner Zeit auf der ipUK nachhause gegangen.
Insgesamt war dies wirklich die lehrreichste Zeit meines Pjs, es war auf jeden Fall fordernd und anstrengend und man hatte wirklich komplexe Patienten, aber die meisten für uns zuständigen ÄrztInnen der Teams waren gut erreichbar (wenn sie nicht gerade im OP standen, was auch häufiger vorgekommen ist) um haben sich gerne etwas Zeit genommen um die Pat. einmal mit einem durchzusprechen, wenn man sie darum gebeten hat. Die Lernkurve auf der ipUK war wirklich extrem steil und ich würde die Zeit nicht missen wollen.
Meine letzten 1 1/2 Wochen war ich in Team gelb, hier ist der Tag um 7 auf Station mit der Visite gestartet. Das Team war wirklich super nett und ich habe mich auch dort gut aufgenommen gefühlt, obwohl ich wirklich nur kurz da war. Man wird dazu aufgemuntert sich ein paar Patienten rauszusuchen die man dann auf Visite vorstellt, dies war wieder eine super Möglichkeit die Patientenvorstellung zu üben, die ich nutzen würde! Dann konnte man je nach Tages-Programm mit in den OP gehen oder mit dem jeweiligen ZAP mitlaufen. Auch im OP wurde mir immer viel erklärt und es war nicht schlimm wenn man selbst Fragen nicht beantworten konnte. Im Team gelb bin ich dann nach der Röntgen-Demo gegen 15:30 Uhr meistens nachhause gegangen.
Mittagessen gehen konnte man hier auch immer ganz enstpannt.
Die Lehre in der ACH wird organisiert von Katharina Jocksch und OA Nader el Surani, die beiden geben sich total viel Mühe und es macht wirklich Spaß. PJ-Unterricht gab es soweit ich mich erinnere jeden Montag und Mittwoch in Form von Examenssimulationen und Bettenprüfungen. An dem Unterricht habe ich während meiner Zeit auf der ipUK nicht teilgenommen weil ich zu viel anderes zu tun hatte, wäre aber wahrscheinlich sonst auch möglich gewesen wenn ich die Priorität darauf gelegt hätte.
Am Ende meines Tertials war ich wirklich traurig zu gehen und habe auch (kurz) darüber nachgedacht ob ich nicht doch ACH machen will. Das hätte ich vorher nie erwartet, insofern ganz große Empfehlung!!