PJ-Tertial Innere in Kantonsspital Winterthur (11/2025 bis 2/2026)

Station(en)
Innere
Einsatzbereiche
Station, Notaufnahme
Heimatuni
Marburg
Kommentar
Hey Zusammen,

ich habe knapp 4 Monate in der Inneren am KSW verbracht und hatte dort eine wirklich gute Zeit!

Organisation: wirklich gut strukturiert, direkt über das Sekretariat! Bewerbung war bei mir ca. ein halbes Jahr vorher, ich hatte aber ziemlich Glück. Eher früher…
Am ersten Tag werdet ihr von der zuständigen Sekretärin abgeholt und anschließend dürft ihr für 2 Tage bei einem „dienstälteren“ Unterassistent mitlaufen und alles kennenlernen. Ist ein super angenehmer Start um zu kapieren wie so eine Klinik in der Schweiz funktioniert.

Nun zum medizinischen: Das PJ in der Schweiz ist wirklich super betreut. Zur Einordung: jeder Assistenzarzt ist auf Station für ca. 8 Patienten auf Station verantwortlich. Täglich erfolgte eine ca. 3h dauernde Visite mit den zuständigen OA/OÄ. Nach einiger Zeit werdet ihr mehr und mehr motiviert auch eigene Patienten zu übernehmen. Also Pat. Aufnehmen, körperlich Untersuchen, Untersuchungen anmelden, Therapievorschläge. Visitenführung etc.
Venöse Blutentnahmen werden vollständig durch die Pflege durchgeführt. Sonst sind klassische (nervige aber nicht schlimme) Aufgaben für UHUs: Hausärzten hinterher telefonieren, arterielle BGAs abnehmen, Schellong und MoCA Tests.
Bei Glück und Initiative dürft ihr auch eine Aszitespunktion oder LP durchführen.
Im Rahmen des Tertial rotiert man auch für 3 Wochen auf die Notaufnahme. Dort kann man nochmal einiges lernen. Patienten Aufnehmen und Untersuchen, Bildgebung anmelden, Rezepte und Arztbrief schreiben und nach RS mit dem OA oder AA dann nach Hause schicken oder stationär aufnehmen. Man kann auch in den Schockraum mitlaufen, dort durfte ich auch einmal selber (unter hervorragender oberärztlicher Aufsicht, Beruhigung und Anleitung) eine Reanimation starten-sehr spannend!
1x wöchentlich gibt es ein spezielles 1-2h UHU Teaching durch eine leitende Ärztin. Sehr lehrreich!
Auf ein regelmäßiges gemeinsames Mittagessen wird großen Wert gelegt, kostet aber (für Schweizer Verhältnisse wohl wenig) 10 CHF.

Jeder Unterassistent darf 3 Spezialtage in einer anderen Ableitung (Gastro, HKL, Pulmo etc.) verbringen und dort bei der Funktionsdiagnostik zuschauen.

Ich kann an dieser Stelle die interventionelle Radiologie wärmstens empfehlen!!
Dort durfte ich fast immer steril mit an den Tisch und bei einem wirklich Breiten Spektrum assistieren.
Auf Nachfrage durfte ich auch selbstständig femoral punktieren und Schleuse legen sowie mit Assistenz der Oberärztin einen Picc Katheter legen.
Wirklich sehr cool!!

Gehalt:
für Schweizer Verhältnisse eher wenig: 1100 CHF abzgl. Steuer und Zimmer werden ca 600 CHF überwiesen.
Es besteht die Möglichkeit 1 Woche Nachtdienst für 500CHF zusätzlich zu machen. Jeder UHU muss während seines Aufenthaltes 1 WE auf der NA arbeiten.

Personalwohnheim: okay! nicht so schick wie woanders aber absolut ausreichend. Küchen leider je nach Bereich extrem schlecht ausgestattet. Unbedingt vernünftigen Topf und Pfanne und Messer mitbringen.

Freizeit:
Skigebiete sind ca. 1,5h und Zürich ca. 20min mit dem Zug entfernt.
Unbedingt ein Kulturlegi organisieren. Das gibt nämlich bis zu 50% auf Sport und Kuliturveranstaltungen Ist kostenlos für Geringverdiener-genau das seid ich nämlich als PJler sowie ein Schnuppert Halbtax kaufen.(für 2 Monate 50% Rabatt auf alle Zugfahrten für ca. 33CHF).
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Bildgebung
EKG
Sonst. Fortbildung
Patientenvorstellung
Fallbesprechung
Tätigkeiten
Notaufnahme
Patienten untersuchen
Punktionen
Untersuchungen anmelden
Patienten aufnehmen
Eigene Patienten betreuen
EKGs
Briefe schreiben
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
Gar nicht

Noten

Team/Station
2
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
2
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
2
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.4