Grundsätzlich sollte man sich überlegen, ob man ein PJ in Berlin machen möchte, wenn es gar kein Geld gibt und man oft die Blutentnahmen machen muss. Dann muss man sich bewusst sein, dass man an der Charité oft die exotischen Krankheiten hat und man vielleicht in einem kleineren Krankenhaus besser die Basics lernt.
Nun zu der Rheumatologie: Eine der nettesten Stationen der Charité. Es gibt einen sehr engagierten und coolen Oberarzt, der sich über jeden PJler freut. Jeder PJler ist einem Assistenzarzt zugeteilt, bei dem man bei der Visite mitläuft und zusammen oder für ihn die Aufnahme macht. Diese stellt man dann nachmittags dem Oberarzt vor und schreibt die Anamnese in den Brief. Morgens kommt man ab 8 Uhr (großer Pluspunkt, die anderen Stationen fangen meistens um 7.30 Uhr pünktlich an) und nimmt Blut ab, legt Flexülen oder hängt Infusionen an. Mit vielen PJlern geht das aber schnell und die Ärzte helfen auch sonst mit. Viele Patienten sind gut bekannt, daher erkennt man nach vier Wochen schon viele Patienten wieder. Viele Patienten sind Standardfälle und kommen zu Ilomedin/ Cyclophosphamid etc, aber einige spannende Fälle gibt es immer, bei denen lange gegrübelt wird. Das beste für ausgebeutete PJler ist natürlich das Frühstück, das vier Mal pro Woche durch einen Assistenzarzt gestellt wird. Leider kann man in der Rheumatologie wenig punktieren üben. Aber falls es euch doch an die Charité verschlägt, dann ist die Rheumatologie sehr zu empfehlen.