Für mein 2. Tertial hatte ich mir Augsburg ausgesucht. Ich wollte gerne eine neue Stadt und Klinik kennenlernen und an einen Ort mit hohem Freizeitwert. Augsburg ist eine schöne Stadt mit vielen gemütlichen Cafés in der Innenstadt. Da alle PJ-Studenten von anderen Unis kamen, hat man schnell neue Leute kennengelernt und Anschluss gefunden. Die Wohnungen werden von der Klinik für Studenten günstig (ca. 160 €) zur Verfügung gestellt. Die Küche war leider nicht ausgestattet und man sollte Kochgeschirr, Handtücher, Bettdecke/-kissen und Bettwäsche selber mitbringen. Das Wohnheim ist in einem Hochhaus circa 2-3 km von der Klinik entfernt. In die Innenstadt sind es ca. 5-6 km. Also ein Fahrrad mitzubringen ist eine gute Idee. Im Wohnheim gibt es einen Fahrradkeller uns Münzwaschmaschinen/-trockner, bzw. auch Trockeräume. Mittagessen wurde einem von der Klinik ebenfalls vergünstigt zur Verfügung gestellt und zwischen den 3 zur Auswahl gestellten Menüs hat man in der Regel immer was gutes gefunden. Zeit zum Mittagessen war eigentlich immer und die Kantine ist wirklich gut und lecker.
Mit Kerstin konnte man seine Rotationspläne abklären. Somit war ich einige Wochen in der Gastro. Dort waren trotz Stationsassitenz immer viele Blutentnahmen und Flexülen zu legen, somit war es leider nicht immer möglich in der Visite mitzugehen. Allerdings konnte man auch in kurzer Zeit viele Aszitespunktionen sehen und schnell auch selbständig durchführen. Die Möglichkeiten im PC-Zugang für Studenten waren leider sehr begrenzt.
Nach 5 Wochen bin ich in die Notaufnahme gewechselt. Dort war ich dann für 4 Wochen. Die Assistenzärzte dort sind richtig fit und konnten einem super viel beibringen. Ich durfte auch sehr schnell eigenständig Patienten aufnehmen, untersuchen und mir das weiter Vorgehen überlegen, was dann natürlich noch mit einem Arzt abgesprochen wurde. Die Beurteilung von BGAs und EKGs habe ich dort super gelernt und auch das strukturierte Vorgehen in der Diagnostik konnte ich in der Notaufnahme super üben.
2 Wochen habe ich noch in der rheumatologischen Ambulanz verbracht und konnte die restliche Zeit fremdrotieren in die Radiologie.
Insgesamt war die Zeit in Augsburg super schön. Die Ärzte waren im gesamten Haus super engagiert und motiviert den Studenten etwas beizubringen. Der PJ-Unterricht war richtig gut und fand sehr regelmäßig unter der Woche statt. Freitags war immer Studientag mit Vorlesungen. Falls man an den Wochenenden mal einen Tag gearbeitet hat, wurde dieser doppelt gezählt, man durfte also zwei Tage dafür freinehmen.
Die Stadt hat mir auch wirklich sehr gut gefallen und Anschluss findet man durch die ganzen PJ- Studenten und die gemeinsamen Vorlesungen und Seminare auch sehr schnell.
Bewerbung
Bewerbung über das PJ-Tertial. Unterkünfte im Wohnheim bekommt eigentlich jeder, man bekommt aber erst 1-2 Monate vorher eine Zusage dafür. Schlüsselübergabe bei Ein- und Auszug war auch unproblematisch an allen Wochentagen nach Absprache möglich.