PJ-Tertial Plastische Chirurgie in Staedtisches Klinikum St. Georg (3/2024 bis 6/2024)

Station(en)
20.3A
Einsatzbereiche
Notaufnahme, Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, OP
Heimatuni
Hamburg
Kommentar
Ich war für meine Rotation in der plastischen Chirurgie vom 6.5-30.6.

Die Abteilung für plastische Chirurgie am St. Georg sticht neben der Pflichttertial in der Allgemeinchirurgie heraus. Es gibt einen festen und engagierten PJ-Beauftragten in der Abteilung, der einem zu Beginn einen Rotationsplan der verschiedenen Stellen aushändigt. Alternativ kann man sich aber auch selbständig einteilen, wenn man bspw. weniger oder mehr Lust auf den OP hat. Neben dem Zentral-OP mit den großen Eingriffen gibt es noch einen ambulanten OP, in dem hauptsächlich handchirurgische Eingriffe stattfinden, hier ist meist keine Hilfe durch Studenten benötigt, wird aber begrüßt und man kann viele Fragen stellen. Zusätzlich werden auch Brandverletzte in einem eigenen OP-Bereich versorgt.

Generell ist die Ausbildungssituation sehr gut, alle Ärztinnen und Ärzte begrüßen das Nachfragen und Mitmachen, sodass man wirklich eine Menge lernen kann. Das Engagement ist groß, auf Station hat man weniger zu tun, kann sich dann aber in Ruhe mit Patienten beschäftigen und Blut abnehmen, was die Pflege aber auch teilweise bereits erledigt.

Der Tag beginnt immer um 7:00 im Besprechungsraum der Abteilung, hier wird die pünktliche Anwesenheit erwartet. Je nach Standort der eigenen Umkleide, die anscheinend zufällig vergeben wird von der Personalabteilung, muss man hier entsprechend bis zu 10 min zusätzlichen Fußweges einplanen. Im Regelfall gibt es im Verlauf der Frühbesprechung eine Einteilung für die PJler, dabei ist man immer mindestens zu zweit, prinzipiell auch zu dritt, weshalb man sich gut absprechen muss, was aber Teil des Lehrkonzeptes im Sinne der klinischen Realität des Berufs ist. Im OP kann man bereits früh viel machen, wichtig ist immer den eigenen Ausbildungsstand transparent zu kommunizieren und bei Unklarheiten nachzufragen, dabei hat man selten Stress schnell zu arbeiten. Bei Schwierigkeiten helfen alle gern und auch die OP-Pflege ist sehr zuvorkommend. Der Tag endet regelmäßig um ca. 15:45-16:00, da um 15:15 die Spätbesprechung beginnt, bei der auch die Anwesenheit gewünscht ist. Ausnahmen hiervon bestehen bspw. wenn man gleichzeitig noch in einer OP ist, dann kann man auch meist direkt nach Hause. Teilweise wird man auch direkt nach hause geschickt, wenn die Besprechungen für Studenten nicht mehr relevant ist.

Das Brandverletztenzentrum ist eine Besonderheit des Hauses. Hier werden Verbrennungen aller Schweregrade versorgt, die eingesetzten Techniken reichen von kleinen Hauttransplantationen bis hin zu aufwendigen Versorgungen mit verschiedenen Ersatzmaterialien.
Hierbei ist wichtig zu erwähnen, dass es im Brandverletztenzentrum sehr warm ist (~32°), was bei zusätzlichem Tragen eines sterilen Kittels dazu führt, dass man am Ende des Tages komplett nass geschwitzt ist (eine Dusche ist in der Umkleide vorhanden und empfehlenswert). Für Alle mit schwachem Kreislauf oder Hitzeintoleranz ist daher das Tertial hier mit Vorbehalt zu sehen, da bei einigen OPs alle Studenten und freien Ärzte benötigt werden. Das Team stellt sich hierauf allerdings auch ein, Pausen für Mittagessen, kurz Trinken oder die Toilette sind durchgehend möglich, man muss nur selber schauen, dass man einen guten Zeitpunkt erwischt, vorher etwas zu planen wann man abtritt ist daher sinnvoll.

Insgesamt ist eine chirurgische Rotation oder das Wahltertial am St. Georg sehr zu empfehlen, auch da man pro Tertial 3 Studientage zur freien Verfügung erhält und ca. 1x im Monat offizielle Lehrtage vom Krankenhaus sind, für die man freigestellt wird von Station, aber dort seine Anwesenheit bestätigen muss.
Bewerbung
PJ-Portal, Anrufen bei den PJ-Verantwortlichen des Krankenhaus St. Georg ermöglicht die persönliche Auswahl der chirurgischen Rotationen, frühzeitig anrufen sichert einem den Wunschplatz.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Nahtkurs
Sonst. Fortbildung
Bildgebung
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Patienten untersuchen
Blut abnehmen
Chirurgische Wundversorgung
Gipsanlage
Botengänge (Nichtärztl.)
Untersuchungen anmelden
Mitoperieren
Braunülen legen
Poliklinik
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gesammelt am Ende
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Essen frei / billiger
Gehalt in EUR
200
Gebühren in EUR
Parkkosten 3,50 € tgl (falls mit Auto da)

Noten

Team/Station
2
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.13