Ich denke zum LMU-Klinikum in Großhadern gibt es nicht mehr so viel Neues zu erzählen. Das PJ-Organisationsteam ist sehr bemüht und hat in letzter Zeit noch weitere Fortbildungsmöglichkeiten in Großhadern geschaffen. Dazu zählt z.B. der dort neu angebotene, einmal wöchentlich stattfindende EKG-Kurs. Die Lehre wird von den Dozenten sehr unterschiedlich ernst genommen und dementsprechend variiert auch die Qualität des Unterrichts sehr stark. Ansonsten kann man dort ein durchschnittliches Tertial in der Inneren ablegen. Die Arbeitszeiten sind mit durchschnittlich 7h moderat. Der "Lohn" mit 500€ ebenso. Die Aufgaben liegen hauptsächlich im Bereich BEs und Viggos legen sowie Patienten aufnehmen. Je nach Stationsarzt und eigenem Engagement kann man auch mal verschiedene Punktionen und andere kleine Eingriffe durchführen. Für alle PJs sind außerdem eine einwöchige Rotation in die Notaufnahme sowie einzelne Tage in der Funktionsdiagnostik der jeweiligen Abteilung vorgesehen. Wie gut man sich mit den Stationsteams (Pflege und Ärzte) versteht, hängt nicht zuletzt auch von einem selbst ab. Ich habe auf meinen beiden Stationen keine schlechten Erfahrungen gemacht aber von anderen PJs durchaus gruselige zwischenmenschliche Geschichten gehört. Aber so ist es wohl überall. Insgesamt also ein solides aber nicht überragendes Tertial. Wer eine persönlichere Betreuung und familiäre Atmosphäre sehr schätzt ist hier falsch. Wer sehen möchte, was medizinisch in Deutschland so alles möglich ist und wie eines der größten Häuser im Land funktioniert, der/die wird hier sicher einige interessante Dinge lernen können.