Im Vorraus muss ich sagen: ich war noch nie Chirurgie-affin. Ich habe mich vor meinem Chirurgie Tertial gefürchtet und war fest davon überzeugt mich vor jeder Op zu drücken. Nachvdiesem Tertial, in dem ich erstaunlicherweise es geliebt habe in den OP zu gehen, bin ich sogar am überlegen mich mal für eine chirurgische Rotation in FFB zu bewerben :)
Ich habe sowohl mein zweites als auch letztes Tertial in Fürstenfeldbruck gemacht und ich muss sagen ich bin echt zufrieden. Im Großen und Ganzen ist jeder Assistenzarzt, Oberarzt, Chefarzt, Pfleger, etc mega nett zu einem! Sowas war ich gar nicht gewohnt! Man wurde nie klein gemacht sondern immer geschätzt da zu sein und zu helfen. Je nachdem welchen Assi man gerade hat, darf man mal mehr und mal weniger machen. Ein großes Plus hat die Klinik: sie hat ein Blutabnahmesdienst. Ich musste also nur Notfall BEs oder BEs die der dienst nicht geschafft hat abnehmen. Dadurch hatte ich so viel zeit bei der Visite dabei zu sein, diese teilweise selbst zu führen, fragen zu stellen, zu lernen und anderweitig auszuhelfen. Auch im OP sind alle (bis auf ein Oberarzt der anscheinend was gegen Frauen hat aber vor dem hab ich mich dann immer gedrückt) meeeega lieb und es ist alles so schön familiär. Man lernt in Bruck auf jeden fall ganz viel praktisches Handwerck. Eine wichtige Aussage noch: nach diesem Tertial fühle ich mich wirklich bereit als Assistenzärztin auf einer Station anzufangen!
In der Chirurgie war ich einmal in der Orthopädie, Notaufnahme, Viszeralchirurgie und Gefäßchirurgie eingeteilt.
Der PJ Koordinateur ist sehr motiviert und lieb. Allgemein kann ich sagen, dass mir jede Station gut gefallen hat. Vor allem die Viszeralchirurgie mit den tollen Chef-, Ober- und Assistenzärzten haben mir am besten gefallen. Teilweise war ich sogar als erster Assistenz im OP oder habe Wundsprechstunden alleine machen dürfen (natürlich it anschließender Übergabe und Absprache mit einer der Ärzten.) In der Notaufnahme habe ich nachgefragt, ob ich mal im NEF mitfahren darf. Ann ich nur empfehlen! :)
Ansonsten darf man in der Notaufnahme sehr eingenständig Patienten betreuen und auch Untersuchungen anmelden (auch wieder alles nach Absprache).
Als Vergütung bekam ich 300 Euro im Monat und kostenloses Mittagessen. Das Essen ist für ein Krankenhausessen echt nicht schlecht und es gibt ne Salatbar. Jeden Dienstag musste ein PJler von uns ein Fall im Sinne eines Case Reports vorstellen und jeden Mittwoch oder Donnerstag gabs eine Fortbildung von den verschiedenen Stationen. Die Fortbildungen waren mal mehr mal weniger interessant und manchmal vielen die leider auch aus. Im allgemeinen durfte ich auch öfters früher nach Hause gehen wenn nichts mehr zu tun war.
Im Großen und Ganzen kann ich Fürstenfeldbruck echt empfehlen. Vor allem die Chirurgie hat mich positiv überrascht :)