Das Stadtspital Waid ist total super für einen netten und sanften Einstieg ins PJ! Du wirst als UnterassistentIn sehr wertgeschätzt und das Team ist freundlich und persönlich. Ich muss sagen dass die theoretische Lehre der Praktischen überwogen hat - es gab pro Woche mehrere Stunden verschiedener Fortbildungen (EKG/ Sono/ Fall der Woche zum Beispiel) für die AssistentInnen bzw. das ganze Team der Inneren, an denen auch die UAs teilnehmen können, extra PJ-Unterricht gab es ebenfalls. Einige AssistentInnen nehmen sich zwischendurch Zeit für teaching und man kann immer alles fragen.
Es gibt die Möglichkeit, auf Station eigene PatientInnen zu übernehmen und Visiten zu leiten, sowie auf dem Notfall die Eingangsuntersuchungen zu machen, sich die weiteren Schritte zu überlegen, alles zu dokumentieren, entsprechende Anmeldungen durchzuführen. Trotzdem wurde nicht all zu viel Praxis an PatientInnen durchgeführt - wenn man Glück hat kann man mal eine Thoraxdrainage legen, sonst gehören arterielle BGAs und Schellongtests zu den praktischen Tätigkeiten. Blutabnahmen, Zugänge, EKGs schreiben u.a. wird von der Pflege übernommen. Als UA, aber auch als AssistentIn wird quasi jeder Schritt oberärztlich rückgesprochen, wodurch sichere Medizin praktiziert wird, jedoch das Verantwortungs- und Selbstwirksamkeitsgefühl auch ein geringeres ist.
Das ganze Team geht jeden Tag zusammen essen und anschließend Kaffee trinken, es herrscht eine sehr flache Hierarchie.
Rotationen in diagnostische Bereiche wie bspw. die Gastro oder Kardio oder auch die Intensivstation sind möglich.
Uns wurden für das ganze Tertial 8 Urlaubstage zur Verfügung gestellt, welche wir uns frei einteilen konnten.
Auch die Wochenendtage müssen auf dem Notfall von den UAs abgedeckt werden, pro Arbeitstag bekommt man dann einen Kompensationstag, den man ebenfalls sehr flexibel legen kann.
Zürich (vor Allem im Sommer!) ist eine super lebenswerte, schöne Stadt, alles in Allem kann ich das Tertial uneingeschränkt weiterempfehlen!