PJ-Tertial Kardiologie in Deutsches Herzzentrum Muenchen (8/2024 bis 11/2024)

Station(en)
2.1, 2.2, CPU
Einsatzbereiche
Notaufnahme, Station
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich war 16Wochen im Herzzentrum. Den ersten Monat bzw 6 Wochen verbrachte ich auf der 2.1. Danach konnte ich in die CPU dh die Notaufnahme wechseln. Grundsätzlich muss ich sagen, dass das PJ leider 0 organisiert wurde. Meine Ansprechpartnerin wusste am ersten Tag noch nicht mal, dass ich komme, geschweige denn wo ich denn jz hingehen soll. Ich wurde dann auf die 2.1 geparkt mit 2 anderen PJlern, die mir dann alles gezeigt und den Ablauf erklärt haben. Die 3 Ärzte auf Station waren beschäftigt. Grundsätzlich begann jeder Tag mit Blutabnahmen, da die Pflege hier keine macht. Zu 3. ging das ganz ok, zu 2. oder sogar alleine dauert das gerne 1-2 Stunden. Danach folgen die Aufnahmen, wofür wir immer benadeln, Blutabnehmen, Untersuchen und Anamnese machen (anschließend natürlich im PC dokumentieren). Eigentlich ist für die Aufnahmen einer der Ärzte verantwortlich, jedoch sind es pro Tag bei uns 6-10 Aufnahmen gewesen, sodass dieser Arzt auch einfach überfordert ist. Nach den Aufnahmen schreiben die Stationsärzte Briefe oder dergleichen, wobei für uns keine Aufgaben mehr übrig sind und wir ca. frühen Nachmittag immer gehen konnten. In meinen ersten Wochen war eine tollte Ärztin da, die sich die Zeit genommen hat und mit uns einige Themen und Fallbeispiele durchgesprochen hat, leider eine Rarität.
Pro: Nach diesem Tertial kann ich wirklich Blutabnehmen und Nadeln legen.
Contra: Ohne Eigeninitiative lernt mal absolut gar nichts, da selbst die Visiten währende dem Blutabnehmen/Patieten aufnehmen stattfinden.
Nach den 6 Wochen hat es mir dann gereicht und ich wollte nicht mehr auf Station bleiben. Da es keinerlei Organisation gibt, habe ich die Chance genutzt als die Münchner PJler ins MRI rotierten und neue PJler vom MRI zu uns kamen, dass ich einfach auf rotiert bin und bin auf die CPU. Die Zeit auf der CPU war mega. Spannende Patienten, viel Arbeit alleine und weniger stumpfes Blutabnehmen. In der Zeit dort habe ich unfassbar viel gelernt. Es war ein echt tolles Team da, die einem sehr viel Raum gegeben haben selbst mitzuarbeiten und was zu lernen.
Pro: Eigene Patienten betreuen, Diagnostik/Therapie mitüberlegen
Contra: Für die Oberärzte war man unsichtbar (war aber auf Station auch so). Man bleibt gerne die ganze Schicht dh bis Abends. Wenn man viel los ist, kann man nicht einfach abhauen zum mittagessen

Insgesamt habe ich viel gelernt, jedoch wird meine Zeit im Herzzentrum von dem Organitorischen sehr negativ überschattet. Nicht nur, dass man einfach keinen Ansprechpartner in der Zeit dort hat, sondern auch die Bezahlung ist ein absoluter Witz. Ich weiss, man sollte eig „dankbar“ sein, dass man „überhaupt Gehalt“ bekommt (nicht wie an der Charite) aber wie erwartet sich bitte der Herzzentrum, dass man in München überlebt? Mein Gehalt (im August von 400 auf 500€ aufgestockt) wurde mir Anfang März ausgezahlt. Dies aber auch nur nach mehrfacher Nachfrage, weil ich bis Dezember immernoch kein Gehalt hatte. Dazu kommt, dass statt 2.000€ es nur 1.300€ waren. Warum? Das kann mir keiner beantworten- weil angeblich sind es ja nur 100€/Woche und wenn ich etwas andere glaube, dann müsste das ja jz erst zur verantwortlichen Prüfstelle. Sehr schade

Persönlich würde ich nicht mehr meine Zeit dort investieren. Mein nächstes Tertial war in einem kleinen Bezirkskrankenhaus on Österreich- der Kontrast hat mir gezeigt wie man als PJler auch gewertschätzt werden kann.

Unterricht
1x / Woche
Inhalte
EKG
Tätigkeiten
Botengänge (Nichtärztl.)
Blut abnehmen
Notaufnahme
EKGs
Patienten aufnehmen
Patienten untersuchen
Braunülen legen
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
100€/Woche

Noten

Team/Station
3
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
6
Klinik insgesamt
3
Unterricht
2
Betreuung
6
Freizeit
1
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
3

Durchschnitt 3