PJ-Tertial Orthopädie in Parkkrankenhaus Leipzig-Suedost (11/2024 bis 2/2025)

Station(en)
2K/4L
Einsatzbereiche
OP, Station
Heimatuni
Leipzig
Kommentar
Ich bewerte die Rotationen in der Chirurgie einzeln, da sich die Qualität der Lehre und des Respekts untereinander erheblich unterscheiden.

Kurz und knapp: Es interessiert sich kein Mensch für die PJler, solange jemand zum Haken-bzw. Beinhalten in den TEPs (Knie, Schulter, Hüfte) steht. Sonst wird man wie Luft behandelt - obwohl, man braucht Luft zum Atmen. Wir waren allen tatsächlich komplett egal. Selbst Interesse im OP an Verfahren/Anatomie/Werkzeugen wird nicht gewürdigt, 1. Assistenz wird zig Mal versprochen und nie eingehalten. Ob ich nun da bin oder nicht, ist sonst ehrlich niemandem aufgefallen.
Arzthelfer und Assistenten sind zwar oberflächlich nett, aber so wirklich Interesse an uns bestand nicht. Auch das Mitlaufen der Visite war bis auf Schrittesammeln sinnlos. Man hatte keine Aufgabe und mit einem gesprochen wurde währenddessen oder danach auch nicht. Die 4 Chefs haben wir zur Frühbesprechung und im OP gesehen, unsere Gesichter hat sich keiner von ihnen gemerkt - auf dem Flur und in der Cafeteria wurde nicht gegrüßt und auch in der Besprechung wird sich nicht erinnert, dass man vor 15min noch zusammen am Tisch stand.
Ärztliche Aufgaben auf Station gibt es nicht. Interesse an körperlicher Untersuchung in der Aufnahme wurde mehrmals mit "Ach, da ist immer so viel los" abgetan. Irgendwann haben wir's dann auch gelassen. Mir hätte es echt egal sein können, man hatte dadurch genug Freizeit. Aber irgendwie wurmt es dann einen doch, schließlich muss man ja dennoch auftauchen.

Frühbesprechung 7.30 Uhr, Nachmittagsbesprechung 15.30 Uhr. Spoiler: Ich hab es gar nicht bis 15.30 vor Langeweile ausgehalten, bin immer eher raus. Es wurde sich zwar regelmäßig beschwert, dass wir nachmittags nicht da sind, aber ich hab wirklich keinen Sinn gesehen in irgendeinem Sessel zu sitzen, bis man dann zur Besprechung geht, damit die Chefs zufrieden sind. In den Besprechungen wurden schnell ein paar Bilder durchgeklickt - erklärt wurde natürlich nichts. Es wurde auch jede Besprechung jeden Tag aufs Neue über den OP-Plan und Kapazitäten gestritten. Aber so richtige Entscheidungen wurden nicht getroffen, dann hat man das eben am nächsten Tag wieder aufgewärmt. man hätte diese Besprechungen deutlich kürzer halten können oder mal ein paar Worte zu den Bildern verlieren können.

Die Krönung war dann aber der letzte Tag, denn beim Verabschieden waren wir dann doch noch für eine Sache gut genug: "Gibt es denn keinen Kuchen diesmal?" bzw. "Da seid ihr ja echt gut um den Kuchen herumgekommen!" waren die letzten Worte, die wir gehört haben. Ich lasse das mal so stehen ...

Das Team der Wirbelsäulenchirurgie sowie OÄ Fehkse (Leiterin der Notfallambulanz) muss man davon ausnehmen! Dort stößt man auf freundliche und zugewandte Kolleginnen und Kollegen, die einen wie einen Menschen behandeln.

Alles in allem absolut rotzige Rotation (ca. 5-6 Wochen) mit distanziertem Team, die abgeschafft gehört.

PJ-Unterricht durch Innere, Anästhesie und Chirurgie war supi. Essen überteuert (5,70€) und unterer Jugendherbergsdurchschnitt, hab immer aufs Bistro mit den frischen Brötchen oder Pizza zurückgegriffen
Bewerbung
PJ-Portal
Unterricht
3 x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Röntgenbesprechung
Botengänge (Nichtärztl.)
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Gehalt in EUR
420

Noten

Team/Station
5
Kontakt zur Pflege
4
Ansehen des PJlers
6
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
6
Freizeit
1
Station / Einrichtung
6
Gesamtnote
5

Durchschnitt 3.8