OP, Notaufnahme, Diagnostik, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Station
Heimatuni
Berlin
Kommentar
Ich habe auf der HNO-Station im Vivantes Klinikum im Friedrichshain mein erstes Tertial verbracht und muss sagen, dass es definitiv auch mein bestes Tertial sein wird. So schnell wird da keine andere Stelle rankommen.
Dienstbeginn ist morgens um 07:30 mit der Frühbesprechung mit dem Chefarzt und den Oberärzten. Feierabend ist immer gegen 16 Uhr, häufig auch früher, wenn man das möchte und es nichts mehr zu tun gibt. Anschließend an die Frühbesprechung hat man als PJler die Aufgabe, Blutabnahmen und das Legen von Flexülen zu erledigen. Sollte man aber die erste Assistenz im OP sein, übernehmen auch die anderen Ärzte die Blutentnahmen. Generell muss ich sagen, dass es nicht unendlich viele Blutabnahmen gab. Das stellen der Infusionen war nicht notwendig, da dies von der Pflege übernommen wurde. Ansonsten ist man aber sehr frei in dem, was man täglich machen kann. Man kann selbst entscheiden worauf man Lust hat. Ob Rettungsstelle, Konsile, Aufnahmen, Verbandsvisite oder was auch immer, wird einem nicht vorgeschrieben. Man darf auch täglich in den OP gehen ohne eingeteilt zu sein. Gerade bei spannenden Operationen lohnt sich das. Meistens darf man dann auch mitoperieren. Dadurch hat man auch viel Abwechslung im Tag. Alle Assistenz- und Fachärzte nehmen einen gerne an und helfen jederzeit.
Mittagessen war täglich möglich. Die Oberärztinnen haben da auch Wert drauf gelegt, dass man tatsächlich essen geht.
Ansonsten darf man viel operieren, jederzeit eigene Patienten untersuchen, in der Rettungsstelle helfen oder auch Wundversorgungen oder andere kleine Eingriffe eigenständig und alleine ausführen. Ich durfte zum Beispiel häufig Atherome versorgen oder Lippen zunähen. Generell sieht man hier eine unglaubliche Bandbreite an Krankheitsbildern. Von mikroskopischen Ohroperationen oder Otitis media über Tonsillektomien, Probenentnahmen bis hin zu großen Tumoroperationen, Lappenplastiken und Neck dissections. Man darf überall zugucken, assistieren und auch viel selber machen. Zumindest war das meine Erfahrung.
Sowohl der Chefarzt als auch die Oberärztinnen sind jederzeit offen für Fragen und erklären sehr viel. Man wird auch optimal aufs M3 vorbereitet. Alle erklären viel und lassen einen am Ende zunähen.
Ich habe mich in dem Team unglaublich wohl gefühlt und war sehr traurig, als die 4 Monate schon vorbei waren. Obwohl ich am Anfang des Tertials eine andere Fachrichtung einschlagen wollte bin ich jetzt davon überzeugt, dass die HNO das perfekte Fach für mich ist. Man kann schon sagen, dass mich die Station, das Team und die vielseitige Arbeit in diesem Krankenhaus davon überzeugt haben. Auch die Pflege ist super lieb und macht es einem wirklich leicht, anzukommen.
Von mir also eine ganz klare Empfehlung, das PJ hier zu machen. Man lernt extrem viel und hat ein super Team an der Seite.