Der erste Tag ist ein Einführungstag an der WWU vor Ort oder ggf. über Zoom, an dem man Infos und die Logbücher erhält. Der erste Tag am Klinikum ist der Dienstag, hier stellen sich alle Fachvertreter vor. Prof. Tombach ist PJ-Beauftragter und setzt sich auf jeden Fall für die Belange der Studenten ein. Anschließend erfolgt eine Führung durch das Haus mit dem PJ-Sprecher, bei dem alles Organisatorische, die Einkleidung sowie die Spindvergabe geregelt werden. Anschließend gibt es noch einen Abteilungsrundgang, in unserem Fall mit einer Assistenzärztin.
Das Team der MTRAs ist sehr groß, hier dauert es ein wenig, bis man alle Gesichter mal gesehen hat. Das Team der Ärzte ist wesentlich übersichtlicher und man wird ab dem ersten Tag voll ins Team integriert. Die Assistenzärzte haben immer Zeit für Fragen und erklären gerne Sachverhalte. Man erhält einen IT-Zugang für KIS, RIS und PACS inkl. der Berechtigung zu diktieren, sodass man eigenständig Befunde verfassen kann, welche man regelmäßig mit den OÄ bespricht. Diese geben einem gute Ratschläge und loben gute Aspekte. Wenn mal was falsch ist, gibt es aber auch mal einen Befund zurück ins Fach :) Insgesamt besteht eine sehr lockere, entspannte und kollegiale Arbeitsatmosphäre. Pro Tertial gibt es 2 Plätze in der Radiologie, in meinem Tertial waren wir zu zweit, es gab aber trotzdem für jeden einen eigenen Arbeitsplatz.
Vom Chef, Prof. Tombach, gibt es einen Rotationsplan an die Hand:
- 4 Wochen Röntgen/Durchleuchtung/Sonographie
- 4 Wochen CT
- 2 Wochen MRT
- 2 Wochen Angiographie
- 2 Wochen zur freien Rotation in eine andere Abteilung bei Interesse
- 1 Woche Strahlentherapie und NUK zum Schluss
Den Plan hätte man sicherlich auch anpassen können; wir sind immer abwechselnd rotiert, sodass man nicht zu zweit in einem Bereich war.
Zu den Kernaufgaben zählt v.a. das eigenständige Befunden. Darüber hinaus kann man im Sono vor-/nachschallen und bei der Durchleuchtung assistieren. Auch die Schockraum-Sonos können i.d.R. begleitet werden, man wird selbst wenn der Schockraum voll ist, nicht rausgeschickt. Man kann bei CT-gesteuerten Punktionen bzw. PRTs zuschauen und ist in seinen Angio-Wochen bei einigen Interventionen mit am Tisch dabei (Thrombektomien, Aufdehnen/Stenting von stenosierten Gefäßen oder Coiling von Aneurysmata). Hier darf man auch mal selber unter Aufsicht arteriell punktieren oder ein Gefäß aufdehnen. An den CT- & MRT-Arbeitsplätzen freuen sich die Assistenzärzte natürlich, wenn man Zugänge oder Aufklärungen übernimmt. Bei Interesse oder zum Ausgleich von Fehltagen können auch Dienste mitgemacht werden, die im Wesentlichen am CT-Arbeitsplatz stattfinden. Regulärer Dienstbeginn ist um 9.00 Uhr, dienstags und mittwochs um 8.30 Uhr für das Radiologie-Seminar bzw. die interne Fortbildung.
Es gibt PJ-Seminare unterschiedlicher Fachrichtungen, die qualitativ ganz vom Fach abhängen, aber im Groben durchaus gut sind. Das Spektrum des angebotenen Unterrichts dabei ist allerdings sehr groß. Die Radiologie- & EKG-Seminare sind v.a. diejenigen, die regelmäßig und ohne Ausfall stattfinden, bei anderen Fachrichtungen wird täglich geklärt, ob die Dozenten Zeit haben.
Es gibt eine 4er-WG, die zentral gelegen ist und von der man das Klinikum in ca. 15 min. mit dem Bus (Linie 10/14) erreichen kann; dieser hält direkt vor der Klinik. Alternativ gibt es noch kliniknähere Einzelapartments, die ca. 20 min. fußläufig von der Klinik entfernt sind. Eine Unterkunft kann man telefonisch oder per E-Mail über das Facility Management anfragen, die Zuteilung erfolgt nach Kapazität, es ist aber möglich, Wünsche anzugeben. Beide werden kostenfrei zur Verfügung gestellt, also nicht auf die Aufwandsentschädigung (22,50 €/d) angerechnet. Sowohl Frühstück als auch Mittagessen werden kostenfrei gestellt, man kann soviel nehmen, wie man möchte und auch ein Nachschlag ist problemlos möglich. Highlights sind der Mittwoch und Freitag, an diesen Tagen gibt es Rührei mit Bacon bzw. Lachs. Das Mittagessen findet i.d.R. zusammen mit dem ganzen ärztlichen Team statt. Man erhält eine Parkkarte, sodass man die Klinikparkplätze nutzen kann, allerdings ist die Auslastung derzeit etwas angespannt, ein neues Parkhaus wird aber gebaut.