PJ-Tertial Innere in Klinikum Suedstadt (1/2025 bis 3/2025)

Station(en)
Rheuma/Geri
Einsatzbereiche
Station
Heimatuni
Rostock
Kommentar
Die Station ist in Rheumatologie und Geriatrie unterteilt. Es ist ratsam, sich für die Zeit dort aufzuteilen und nicht beide Stationen gleichzeitig zu betreuen, weil man dann leider nur alle unbeliebten Aufgaben doppelt machen muss und gar nichts lernt (leider auch keine Garantie...). Die Assistenten auf den Stationen sind alle sehr sehr nett, nur leider ist die Organisation gerade auf der Rheuma nicht dazu förderlich, dass diese viel Zeit und Nerv zum erklären haben. Es ist leider ein riesen haufen Blutentnahmen pro Tag und man hat wenig bis keine Hilfe. Auch tagsüber gibt es irre viele Nachforderungen und man sticht die Patienten bis zu 3x. Wenn man nicht hinterher ist, verbringt man seinen gesamten Tag mit Blutentnahmen, Flexülen, Nachtelefonieren und Aufklärungen machen. Ich habe probiert, mir diese Dinge etwas einzuteilen, damit man zumindest die Visite miterlebt und man ein paar Fragen beantwortet kriegt. Das stieß aber auch immer mal wieder auf Unmut bei den OÄinnen, wenn ich erneut gefragt habe wofür diese BE ist und ob man das nicht nachmelden könne oder wenn ich nachfragte, ob man die BE nicht mit der morgigen verbinden könne oder man sie später machen könne, damit man die Patienten nicht ständig quält und damit ich wenigstens ein bisschen was lerne. Wenn man von Rheuma gar keine Ahnung hat, ist es schwierig, den Gesprächen und Behandlungen der Patienten überhaupt zu folgen. Leider wird man hier nur auf mehrfaches Nachfragen und auch dann nicht immer zu den Aufnahmeuntersuchungen mitgenommen oder an das Briefeschreiben rangeführt. Dass PJler nicht nur für Hilfsarbeiten da sind, sondern auch einfach was lernen müssen, geht hier leider ein bisschen unter. Meine Rettung war eine sehr liebe neue Assistenzärztin, die leider auch nur als bessere PJlerin angesehen war, die mich aber zu allen Sachen mitgenommen hat und mich bei meinen BEs sehr gut unterstützt hat. So habe ich zumindest eine Handvoll Aufnahmen unter Anleitung gemacht, wurde an die rheumatoloigischen Untersuchungen rangeführt, habe EK-Gaben erlernt und wie man Hautproben entnimmt.
Ein weiterer Punkt, der mich etwas gestört hat, ist, dass man wirklich aufpassen muss, pünktlich Feierabend zu haben. Das liegt nicht daran, dass es so irre viel zu tun gibt (jede Stationshälfte hat nur ca 15 Betten) oder dass man noch viel lernen kann, sondern dass die Organisation etwas schwierig ist.
Auf der Geriatrie ist es durchaus besser und man wird dazu animiert, seine eigenen Patienten zu machen und die Briefe werden dann auch von der Oberärztin mit einem durchgegangen, was ich sehr angenehm fand. Diese nimmt sich auch wenn sie alleine ist durchaus Zeit, etwas zu erklären und beizubringen.
Auf beiden Stationsseiten sieht man sehr spannende und vielfältige Patientenfälle und gerade auf der Geriatrie hat man auch einfach etwas mehr Zeit, die älteren Patienten zu betreuen und wieder auf die Beine zu bekommen.
Fazit, wer sich wirklich für Geri oder Rheuma interessiert und in Rostock bleiben möchte, kann dort etwas mitnehmen (wenn er sich bemüht!). Wer das eh nicht in Betracht zieht später zu machen, ist denke ich auf einer PJler freundlicheren Station, die mehr allgemeine Innere macht (wie Kardio oder Gastro) besser aufgehoben.
Allgemein gibt es für alle PJler ein Semianr pro Woche und für die Inneren PJler zusätzlich noch einen Klinischen Fall, darum sollte man sich aber selbser ein bisschen mitkümmern, weil die Kommunkation zwischen Lehrbeauftragten und den einzelnen Stationen nicht unbedingt dazu führt, dass die Ärzte von Station wissen, wann man als PJler dort Unterricht hat. Davon abgesehen waren die Fallbesprechungen immer sehr sehr gut.
Eigentlich wird es von der Klinik nicht vorgesehen, dass man rotiert, aber wenn man intensiver nachfragt, dann ist doch ziemlich viel möglich, da momentan wenig Studenten dort hin gehen wollen. Auch Rotationen auf die Notaufnahme sind möglich, ich habe mit einer anderen PJlerin meine Zeit auf der Kardio und der Geri/Rheuma aufgeteilt, was wirklich gut war.
Es gibt einen halben Tag Studientag pro Woche, den wir uns aber beliebig aufsparen und einsetzen konnten.
Das Mittagessen war leider nicht kostenlos. Es gab aber eine Aufwandsentschädigung von 425 Euro.
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Bildgebung
Fallbesprechung
EKG
Tätigkeiten
Blut abnehmen
Briefe schreiben
Patienten untersuchen
Untersuchungen anmelden
Botengänge (Nichtärztl.)
Patienten aufnehmen
Braunülen legen
Rehas anmelden
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
425

Noten

Team/Station
3
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
3
Klinik insgesamt
2
Unterricht
1
Betreuung
3
Freizeit
1
Station / Einrichtung
3
Gesamtnote
3

Durchschnitt 2.47