PJ-Tertial Laboratoriumsmedizin in Universitaetsklinikum Leipzig (11/2024 bis 1/2025)

Station(en)
Rotation durch alle Bereiche
Heimatuni
Leipzig
Kommentar
8 Wochen Klinische Chemie/Labormedizin 11/24-01/25

Ich habe in mein Chirurgie-Tertial 8 Wochen KliChi miteinbezogen, was im Nachhinein die beste Entscheidung war. Die 8 Wochen im ILM der Uniklinik waren die beste Zeit meines gesamten PJs.
Dazu habe ich direkt nach der PJ-Infoveranstaltung Herrn Kullmann vom Referat Lehre eine Mail geschrieben und dieser hat mich dann für die Klinische Chemie der Uniklinik eingetragen. Ich musste mich dann nur noch ganz normal für das abgesprochene Tertial für Chirurgie im PJ-Portal einschreiben. Dabei musste ich mein Chirurgie-Tertial an einem Lehrkrankenhaus der Uni Leipzig absolvieren, damit die Einbeziehung der Klinischen Chemie funktioniert, es musste aber nicht das Uniklinikum Leipzig sein.
Man bekommt ca. 6-7 Wochen vor PJ-Beginn eine Mail vom PJ-Beauftragten der Labormedizin mit der Frage nach besonderen Interessen und geplanten freien Tagen, damit dies für den Rotationsplan berücksichtigt werden kann. Ca. 4 Wochen vor PJ-Start bekommt man dann Post von Personal der Uniklinik mit zig Unterlagen die man ausfüllen und zurückschicken muss, u.a. muss man ein erweitertes Führungszeugnis beantragen. Bei mir stimmten diese Unterlagen nicht, statt Klinische Chemie war ich dort für die Mikrobiologie vorgesehen. Mit ein paar Mails hat sich dies dann jedoch geklärt. In diesen Unterlagen erhält man auch die Kontaktdaten vom Sekretariat, bei welchem man u.a. erfragt wann man am ersten Tag da sein muss.
An meinem ersten Tag war weder die Sekretärin noch der PJ-Beauftragte da, weshalb mein erster Tag vermutlich etwas anders ablief als gewöhnlich. Die organisatorischen Dinge wurden mit Vertretung der Sekretärin und der QM-Beauftragten schnell erledigt. Dann wurde mir die Leitstelle gezeigt, wo ich die erste Woche eingeteilt war. Da die QM-Beauftragte dann jedoch in eine Besprechung musste, wollte sie die Einführung später mit mir durchführen. Dann folgte die Brandschutzbelehrung und danach ging ich ins Haupthaus des UKL um meinen Transponder zu holen. Danach ging ich in die Leitstelle zu der Ärztin dort und mein PJ begann so richtig. Die versprochene Einführung fand jedoch nicht mehr statt. Dadurch war ich am Anfang ein bisschen verloren, da ich nicht wusste wo was ist, was es mit der Projektarbeit in meinem Rotationsplan auf sich hatte und wann überhaupt meine Arbeitszeiten waren. Aber das klärte sich dann im Verlauf.
Grundsätzlich erhält man in der Klinischen Chemie einen Plan mit Rotation in alle Bereiche, sodass man dort immer ein bis vier Tage verbringt: Dazu zählen Leitstelle, Klinische Chemie, Hämatologie, Molekulare, Neugeborenenscreening, Imma/Endo, Forschung und die Studienambulanz. Außerdem ist ca. 3 Wochen eine Projektarbeit vorgesehen. Zudem ist dienstags 8.30 Uhr im Foyer immer Frühbesprechung, bei der man auch offiziell vorgestellt wird.
Ich hatte von einer lieben Assistenzärztin am zweiten Tag nach der Frühbesprechung eine Tour durch das Haus bekommen, sodass ich dann auch wusste, wo welches Modul war. Ich habe meist von ca. 8.30 Uhr bis 15 Uhr gearbeitet, habe mich aber jeden Tag durchgefragt, wann ich am nächsten Tag da sein sollte, manchmal hatte das schon deutlich variiert. Außerdem hat man zu Beginn und zum Ende des PJs einen Gesprächstermin beim Institutsdirektor, dafür muss man bei der Sekretärin Termine absprechen. Ich habe mir an meinem zweiten Tag gleich beide Termine geben lassen.
Grundsätzlich ist die Art und Weise des PJs in der Labormedizin ziemlich genial, man hat in jeder Rotation einen Ansprechpartner alle sind supernett und bis auf eine Person war jeder total bemüht, einem möglichst viel beizubringen. Es wurde sich sehr viel Zeit genommen und mir wurde superviel erklärt. Wenn gerade keine Zeit für mich war oder es nichts Spannendes zu erklären gab, hatte ich meist ein Thema zum Selbststudium bekommen, was ich dort recherchieren sollte oder wurde nach Hause geschickt. Man bekommt leider keinen eigenen festen Arbeitsplatz, daher muss man immer ein bisschen schauen, wo ein Arbeitsplatz frei ist oder hoffen, dass der Seminarraum frei ist. Ich habe aber immer einen Computer gefunden. Es war nie schlimm, wenn ich etwas nicht wusste, ich glaube es erwartet dort niemand, dass man mit krassem Vorwissen kommt - KliChi war in der Uni ja schon eine Weile her. Außerdem bekommt man ja eine Projektarbeit. Dies war bei mir am Anfang etwas chaotisch. Ich hatte den PJ-Beauftragten, der für die Projektarbeit zuständig war, immer noch nicht kennengelernt und dementsprechend noch gar keine Infos. Eine Assistenzärztin hatte sich dann ein bisschen gekümmert und hatte auch ein Thema für mich. Leider war das zeitlich dann nicht machbar, da die erforderlichen Messungen durch Weihnachten erst viel später beginnen konnten. Dadurch hatte ich dann an meinem ersten Projektarbeitstag kein Projekt und hing ein bisschen in der Luft. Ich war dann nochmal einen Tag in der Leitstelle und dann wurde sich um ein neues Thema gekümmert, sodass ich dann am darauffolgenden Tag starten konnte. Ich hatte eine Assistenzärztin, die sich für jede meiner Fragen Zeit nahm und mir ein paar Punkte zeigte, an denen ich mich orientieren konnte. Ansonsten konnte ich selbstständig und frei an meinem Projekt arbeiten. Ich habe der Assistenzärztin dann immermal gezeigt, was ich gemacht habe, um sicherzugehen, dass ich nichts völlig falsch mache. Ich hatte absolut genug Zeit für das Projekt, auch um alle möglichen Dinge nachzulesen und es hat mir richtig Spaß gemacht. Ich habe dann einen kleinen Bericht geschrieben und am Ende dem PJ-Beauftragten vorgestellt, was ich für Ergebnisse rausbekommen habe. Das war aber eher ein Gespräch als eine Präsentation.
Alles in allem waren die 8 Wochen in der Labormedizin richtig klasse und ich kann es nur weiterempfehlen.

Bewerbung
Mail an Herrn Kullmann, ca. 6 Monate im Voraus
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Fallbesprechung
Tätigkeiten
Blut abnehmen
Dienstbeginn
Nach 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
400

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1