Ich habe dort mein erstes Tertial absolviert und war sehr motiviert. Ich hatte vorher nicht viele neurologische Vorkenntnisse, habe aber im Laufe der Zeit einen sehr guten Überblick über sehr viele Krankheitsbilder bekommen, konnte vollständige Anamnesen und körperliche Untersuchungen durchführen, denen auch vertraut wurden und habe alleine Lumbalpunktionen durchgeführt.
Ich habe auf der 42 begonnen, eine sehr gute Möglichkeit, die Grundlagen der körperlichen Untersuchung in der Neurologie zu üben und Elektrophysiologie auswerten zu lernen. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Epilepsie und der peripheren Neurologie. Es ist die Station mit der meisten Fluktuation, dadurch bekommt man aber auch viele selbstständige Aufgaben. Natürlich fallen auch übliche Aufgaben wie BE und pAVKs an, aber das hielt sich häufig in Grenzen.
Die 40 (Neuroonko) würde ich eher nicht empfehlen, es sind viele Studienpatienten und es fallen nicht so viele Aufgaben für den Pj-ler an.
Die 45 (Neurodegenerativ) kann ich sehr empfehlen. Hier wird die körperliche Untersuchung um einige weitere Tricks erweitert. Die Oberärzte sind hier sehr motiviert zu unterrichten, die Stimmung ist toll und die Patienten bleiben tendenziell eher länger. $
Ich war damals der einzige PJ-ler. Der Unterricht ist für jede Woche geplant, man muss die Oberärzte aber 1-2 Tage vorher noch einmal kontaktieren. Der Unterricht hat sehr viel gebracht und war auf den Wissensstand und -hunger angepasst. Häufig wurde auch praktisch geübt.
Insgesamt wärmste Empfehlung für die Neurologie in Tübingen.