Notaufnahme, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Station, OP
Heimatuni
Halle
Kommentar
Im Wintertonus gibt es aktuell 9 PJ Plätze im Bergmannstrost für Chirurgie pro Tertial, im Sommer sind es nur 5. Die Einteilung auf die Stationen erfolgt am ersten Tag. Zur Wahl stehen: AC, UC1, UC2 und UC3. Man kann vorher aber auch schon eine Mail an den PJ Beantragten der Klinik schicken mit Wünschen.
Ich wurde für die UC3 eingeteilt, das ist die septische Chirurgie in der unter anderem Prothesen Infektionen, Weichteilinfektionen und Osteomyelitis behandelt wurde. Die Patienten liegen teilweise über mehrere Monaten auf Station und man hat hier die Möglichkeit komplizierte Verläufe zu sehen.
Der Tag startet 7:00 mit der Dienstübergabe für alle UCs. Mittwochs gibt es im Anschluss daran dann noch eine Fortbildung für die Ärzte, bei der wir auch dabei sind. Danach geht man auf Station und es findet die Stationsinterne Frühbesprechung statt. Gegen 8 gehts dann im OP los. Hier wird häufig, aber nicht immer ein PJ gebraucht.
OP: Im OP ist man eigentlich immer 1. Assistent. Wir durften Knoten und manchmal auch nähen. Das wurde uns von den Ärzten sehr geduldig beigebracht. Man konnte auch mal selbst schrauben einbringen. Manchmal ist es auch möglich kleinere OP Schritte unter Aufsicht selbst zu machen.
Station:
Hier stehen früh blutentnahmen und Flexülen an, die Menge hält sich aber in Grenzen. Wir waren 3 Winter PJs auf Station und 1 Frühjahr PJ, da hat sich die Arbeit gut verteilt. Ansonsten kann man mit auf Visite gehen, das war aber kein Muss. Wenn genug PJs da sind haben wir beim aufmachen der Verbände geholfen. Meistens gab es dann noch arztbriefe zu schreiben oder physio anzumelden. Zeit für teaching gab es hin und wieder aber eher nicht regelmäßig.
Freitags ist noch die Amputationssprechstunde die sich meiner Meinung nach sehr gelohnt hat.
Es gibt auch einen Rotationsplan. Man ist für eine Woche in der Notaufnahme und als UC Pj auch eine Woche beim D-Arzt eingeteilt. Ich fand beides ganz gut, man hat hier je nach Besetzung die Möglichkeit mal mehr und mal weniger zu machen.
Spätdienst/Wochenende
Im BG gibt es ab es ab 10 PJs in der Chirurgie einen Spätienst von 12:30-21 Uhr. Da ist man dann für flexülen und Bes zuständig oder auch im OP. Wenn nichts ist haben wir noch ein bisschen stationsarbeit gemacht oder waren in der notaufnahme. Je nachdem wie viel los ist, ist man hier auch früher raus. Wir haben es so gemacht, dass wir am nächsten Tag erst gegen 8 da waren früh, damit es nicht ganz so stressig wird.
Sonstiges: Mittagessen war eigentlich immer möglich (ist nicht mehr kostenlos für PJs) und meistens auch mit den Ärzten zusammen. Wenn man über Mittag im OP war haben die anderen PJs einem was mitgebracht. Da muss man sich dann einfach ein bisschen absprechen :)
Feierabend war meistens 14:45, weil die Ärzte dann nachmittags Besprechung hatten. Wenn es noch was zu tun gibt dann spätestens 15:30. im OP löst einen der Spätdienst dann gegen 15:30 rum auch aus, wenn es einen gibt. Es wird eigentlich immer drauf geachtet, dass man pünktlich rauskommt und sonst kann man wann anders auch mal eher gehen.
Die Oberärzte bleiben im BG fest auf den Stationen. Die Fach und Assistenzärzte rotieren immer zum April und zum Oktober. Die Ärzte waren alle sehr nett, auch auf den anderen Stationen. Es gibt im BG sehr viele Frauen in der Chirurgie, was meiner Meinung nach echt cool war. Ich hab auch von den anderen Chirurgie PJs aus unserem Tertial nichts schlechtes gehört. Uns hat es auf jeden Fall sehr gut gefallen. Die Platzvergabe über das PJ Portal ist schwierig, weil die Plätze im BG sehr begehrt sind. Bei uns ist aber gerade kurz vor tertial Beginn immer mal wieder was frei geworden.
Im BG habt ihr pro Tertial 3 Studientage.
Mittwoch ab 13:30 - 15:30 gab’s noch ein PJ Seminar jede Woche. Die haben stark geschwankt von der Qualität. Ist quasi wie in den Vorlesungen :D
Notarzt:
Es gibt im BG die Möglichkeit tertialübergreifend (!) 3 mal beim Notarzt zu hospitieren. Das geht von 7-19 Uhr meine ich. Hab ich selbst nicht gemacht, aber andere meinten es war gut.