PJ-Tertial Urologie in Vivantes Klinikum Auguste-Viktoria (11/2023 bis 3/2024)

Station(en)
52B
Einsatzbereiche
OP, Notaufnahme, Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich hatte wirklich ein super Tertial im AVK. Alle Assistent*innen sagen ganz klar, dass man zum Lernen da ist, bei wirklich alle durfte ich, vorausgesetzt es war genug Zeit, unter Anleitung sehr selbstständig arbeiten.
Morgens um 7 geht es los mit BEs auf Station, die machen alle Assistent*innen zusammen, die an dem Tag nicht auf Station eingeteilt sind. Als PJler ist man also nicht alleine dafür verantwortlich. Um 7:30 Uhr ist Frühbesprechung bis ca. 8, wenn da noch Blutentnahmen übrig waren, habe ich die dann erledigt.

Auf Station geht man gemeinsam mit den Assistent*innen Visite, OA Visite gibt es leider so gut wie nicht. Ich konnte nach einiger Zeit auch selbstständige einzelne Visiten durchführen. Danach kann man die anfallenden Sonos machen, wechselt Verbände, zieht Klammern und Drainagen. Ich habe oft noch geholfen, Briefe anzulegen, vollständig fertig schreiben musste ich nie selbst. Wenn Reha-Anträge anstanden, wurde mir das oft extra gesagt, damit ich die machen konnte. Auf Station war oft gegen 11:30 nichts mehr für mich zu tun. Dann kann man natürlich mit in den OP, hier läuft jeden Tag ein Saal mit daVinci/offenen OPs mit dem Chef oder LOA, da kann man zuschauen, auch mal steril mit am Tisch stehen, wirklich was tun gibt es allerdings nicht. Sonst gibt es auch immer noch HoLEPs und URS/Tur-Bs, bei denen man zu schauen kann.
In der Rettungsstelle kann man nach ein paar Tagen sehr selbstständig Patienten untersuchen und schallen und gemeinsam mit dem Dienstarzt die Behandlung planen. Hier lernt man auch Katheter legen, auch suprapubisch, da leider sehr viele Pflegeheime ihre Bewohner zum regulären Wechsel in die Notaufnahme schicken. Die Ärzte sind da sehr dankbar, wenn man ihnen das abnimmt und man selbst bekommt ein bisschen Übung.
In die Aufnahme kann man auch gehen, kann dort Patienten anamnestizieren und schallen und auch mal aufklären.
Am spannendsten war für mich wahrscheinlich die Endourologie. Hier kann man unter Anleitung selbst NFKs und MJs wechseln und Cystogramme durchführen. Während meiner Zeit dort war die Endo-Pflege sehr dünn besetzt, dadurch gab es immer etwas zu tun, auch wenn ich nicht mit am Tisch stehen konnte. Der Endo-Arzt ist auch für Konsile zuständig, hier kann man als PJler auch immer unterstützen. In der Endourologie waren wahrscheinlich insgesamt meine längsten Tage, auch mal bis 17 Uhr, aber das wurde nicht vorausgesetzt, sondern war nach Absprache, wenn wirklich sehr viel los war.

Insgesamt habe ich mich sehr wohl und wertgeschätzt gefühlt und wenn die Stimmung gut ist, macht man ja auch mal die eine oder andere eher nervige Aufgabe lieber ;) Mit den OÄ hatte ich nicht sehr viel zu tun, diese sind fast ausschließlich im OP.
Einziges Manko war für mich, dass niemand der Assistenzärzte Mittagspause macht. Ich hätte wirklich immer sagen können, dass ich gerne Mittagspause machen will und wurde von einigen auch geschickt, aber da generell durchgearbeitet wird, hat man am Mittag oft einfach auch viel zu tun. Studientage kann man sich selbst einteilen und auch sammeln und am Stück nehmen.

Ansonsten ist auch das AVK insgesamt sehr empfehlenswert, der PJ-Beauftragte (Chef der Neuro) nimmt seine Aufgabe sehr ernst, es gibt fast jeden Tag Lehrveranstaltungen. Leider sind die allgemeinen Veranstaltungen am Di und Do erst um 15:30, da ich um 7 angefangen habe, war das für mich eher spät.
Am ersten Tag gab es eine kleine Einführung, dann ging’s in das Sekretariat der jeweiligen Klinik. Ich bekam einen eigenen Transponder mit zugeteiltem Spind in der Umkleide, ein Telefon, eine Wäschemarke und einen Windows/Orbis-Zugang. Manches davon dauert noch ein bisschen und muss man sich selbst auch kümmern, dass es wirklich klappt.
In der Uro selbst gibt es keinen offiziellen Ansprechpartner, es gibt aber einzelne Personen, die von sich aus nachfragen, wie das PJ läuft und ob man etwas braucht.
Bewerbung
PJ-Portal
Unterricht
4x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung
EKG
Repetitorien
Tätigkeiten
Punktionen
Eigene Patienten betreuen
Briefe schreiben
Rehas anmelden
Patienten untersuchen
Braunülen legen
Botengänge (Nichtärztl.)
Mitoperieren
Chirurgische Wundversorgung
Notaufnahme
Blut abnehmen
Poliklinik
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
465

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
2
Betreuung
2
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.13