Das BWK ist leider insgesamt oft ziemlich überbelegt mit PJlern. In der Gefäßchirurgie waren wir teilweise mehr Studierende (mit FamulantInnen) als PatientInnen... Man sollte sich gut überlegen, ob man sein PJ dort machen will, wenn man viel lernen will. Sonst kann man sich meistens eine gute Zeit mit den anderen Studierenden machen, die haben ja dann auch oft nichts zu tun. Im OP ist man selten eingeplant, man darf immer mit dazu kommen und unsteril zuschauen.
Allgemeinchirurgie:
Pro:
-wirklich sehr nettes Team (AssistentInnen und OberärztInnen/Chef)
-aktives Einbringen wird gesehen und geschätzt (insb. Briefe, kleine Todos), dann wird man auch zu interessanteren Sachen dazugerufen und bekommt konstruktives Feedback
-bei Visite ist vorgesehen, dass man 1-2 Zimmer vorstellt, am Anfang erfordert das natürlich etwas Überwindung bei der großen Runde, aber es ist eine gute Übung und es wird nett mit einem umgegangen
-die private Station hat eine gute Mischung an Krankheitsbildern und die Nachmittagsvisite ist oft auf lehrreich
-falls man mal steril mit am Tisch steht, wird gerne erklärt und nett ausgefragt
-Mittagessen ist fast immer möglich und kostet etwa 4€ für alles, vegetarisch ist die Qualität lala
-der Patientenumgang ist sehr gut
Contra:
-bei wenigen OPs ist Platz, um steril mit am Tisch zu stehen
-ich habe deutlich mehr Briefe als in meinem internistischen Tertial geschrieben :D
-wir waren zeitweise 4 PJlerInnen pro allgemeinchirurgischer Station, es gibt nur einen vorgesehenen Computer (manchmal sind auch andere frei)
-durch die späte Nachmittagsbesprechung ist man häufig fast 10h da (Arbeitsbeginn ist offiziell 6:45, vorher sollen die BEs gemacht werden)
Gefäßchirurgie:
Pro:
-viele im Team erklären gerne und lange
Contra:
-sehr viele repetitive Aufgaben (ABIs, Aufnahmen)
-man hat sehr sehr wenige Aufgaben, soll aber trotzdem den ganzen Tag vor Ort bleiben
-im OP wird von manchen nicht direkt mit einem gesprochen, sondern nur die eigenen Hände irgendwo platziert
-es gibt kaum PatientInnen
-im Team sprechen einige sehr negativ über PatientInnen (auch in deren Anwesenheit werden diese als "Vollidioten", "selber schuld", "doof" bezeichnet), Pathologien werden von manchen an PatientInnen wie an Vorführobjekten gezeigt, ohne aktiv mit diesen zu sprechen oder es wird zuerst in Fachbegriffen erzählt und erst dann dem Patient mitgeteilt