Vorab zu erwähnen, dass es das Tertial mit der besten PJ-Betreuung war!
Es gibt zu Beginn jedes neuen Turnus eine Einführungswoche, in der kleine praktische und theoretische Unterrichte (bspw Nahtkurs, Ethik/Medizinrecht usw.) stattfinden und die Zeit genutzt wird um das Organisatorische (Zugangskarten, Einweisungen und Sicherheitsbelehrungen) abzuhaken, sodass man sich nicht mehr während des laufenden Betriebs um alles kümmern muss. Des Weiteren lernt man direkt am ersten Tag den Ansprechpartner für seinen Bereich kennen. Wir haben zu dritt in der Anästhesie angefangen und wurden direkt sehr herzlich begrüßt.
Jeder von uns hat einen Plan bekommen und wurde zu Beginn gefragt, wo denn unsere Interessen lägen. Grob ist jeder im OP und eine kurze Zeit auf Intensiv eingeplant. Des Weiteren habe ich die Möglichkeit bekommen mehrfach den Intensivtransport oder den Notarzt der unmittelbar neben der Klinik befindlichen Rettungswache zu begleiten (es gibt einen Plan, in den man sich dafür proaktiv eintragen kann).
Die meiste Zeit habe ich im OP verbracht. Jeder Student bekommt zu Beginn zwei Mentoren zugeteilt, die man begleitet und mit denen man zusammen eingeteilt wird.
Und dann hieß es "learning by doing". Von Einleitung über Narkose-Aufrechterhaltung, Regionalanästhesie, Arterie ZVK und vieles vieles dazwischen durfte ich alles machen (unter Anleitung und später auch nur unter Aufsicht). Das Gleiche ebenfalls während meiner Zeit auf der Intensivstation. Sehr viel hands-on im äußert positiven Sinne. Ich hatte zudem nie den Eindruck, dass man im Weg wäre.
Ein großer Vorteil bietet die Kooperation zivil/militärisch, dadurch gab es eine enorme Bandbreite an Eingriffen und der entsprechenden anästhesiologischer Betreuung.
Der PJ-Unterricht fand fächerübergreifend einmal die Woche statt. Leider kam es dort öfter zu Ausfällen.
Es gibt die Möglichkeit eine Unterkunft gestellt zu bekommen (kleines Apartment mit Küchenzeile und Bad), dies wird aber soweit ich weiß zum Teil von der Aufwandsentschädigung abgezogen und man sollte besser nicht das Highlife abends erwarten - Westerstede liegt echt mitten im Nirgendwo (nächst-größere Stadt ist Oldenburg ca. 25 min mit dem Auto) – mich hat das nicht gestört :)
Fazit:
Ich hatte eine super Zeit und zudem grundsätzlich das Gefühl positiv wahrgenommen zu werden. Je nachdem wie sehr man an dem Fach interessiert war und sich engagiert hat, hatte man unglaublich viele Möglichkeiten dieses kennenzulernen.