Ich hatte ein tolles Tertial in der AMEOS-Klinik Lübeck. Die ersten zwei Monate habe ich auf der therapeutischen Station gearbeitet und habe in engem Kontakt mit den Ärzten und Therapeuten gearbeitet. Ich durfte nach der Einarbeitung sogar einfachere Gruppentherapien übernehmen und habe mit zwei Patienten unter direkter Supervision Einzeltherapiegespräche führen dürfen. Ich konnte wirklich Teil des Teams sein und habe viel gelernt.
Den zweiten Teil des Tertials habe ich auf der geschlossenen Akutstation BL1 verbracht. Ich hatte zu Beginn großen Respekt davor, es war aber eine sehr gute Zeit dort. Ich habe insbesondere die offiziellen Abläufe bei Zwangsmaßnahmen oder Fixierungen gelernt und mich intensiv unter anderem mit Notfallmedikation und Psychosemanagement beschäftigt.
PJ-Unterricht hat regelmäßig einmal die Woche beim Oberarzt oder Chefarzt stattgefunden und war immer lehrreich.
Studientage sind nicht regelmäßig vorgesehen, waren aber bei Absprache immer möglich.
Besonders freundlich und hilfsbereit ist die Chefsekretärin Frau Kruckenberg, die alles möglich macht und sich sehr für die Anliegen engagiert.
Im Verlauf war eine Führung über das Gelände der forensischen Psychiatrie in Neustadt möglich und sehr spannend.
In der Ameos-Klinik gibt es auch eine gerontopsychiatrische Station sowie eine Entzugsklinik, auf die man auch rotieren kann.
Empfehlenswert ist auch die Begleitung des psychiatrischen Konsildienstes in die Nachbarklinik Sana.
Insgesamt kann ich die AMEOS-Klinik sehr empfehlen für ein PJ-Tertial in der Psychiatrie.